Politik | 13.01.2023

Steuer-Hebesatzerhöhungen für St. Katharinen?

Die FWG sagt Nein

St. Katharinen. Bei der Erstellung des Haushaltsplanes 2023 der Gemeinde St. Katharinen wurden von der Verbandsgemeindeverwaltung erhöhte Hebesätze bei der Grundsteuer A von 345 Prozent (+ 45 Prozent) Grundsteuer B von 465 Prozent (+100 Prozent) und bei der Gewerbesteuer von 380 Prozent (+15 Prozent) zu Grunde gelegt. Dies erfolgte nach Vorgaben der Landesregierung und stößt bei vielen Gemeinden aus der VG Linz auf Ablehnung, so z.B. bei der Nachbargemeinde Vettelschoß.

Bei der vergleichsweise wohlhabenden Gemeinde St. Katharinen stellt sich die Frage, ob diese Erhöhung wirklich erforderlich bzw. geboten ist. Lieber sollte man hier den deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten der Bevölkerung sowie gestiegenen Produktions- und Energiekosten der Unternehmen Rechnung tragen und auf diese Erhöhungen verzichten, anstatt die Bürger und Betriebe weiter zusätzlich zu belasten.

Die Entscheidung über die Erhöhung der Hebesätze liegt bei der Gemeinde, die alle Konsequenzen abwägen muss. Entscheidet der Rat gegen eine Erhöhung, werden wahrscheinlich Fördermittel des Landes nicht mehr gezahlt, auch wenn die Projekte förderwürdig wären. Kostenintensive oder förderfähige Projekte stehen in der Gemeinde allerdings derzeit nicht an, zumindest nicht im kommenden Haushaltsjahr.

Auch bei Verzicht auf die Erhöhung der Hebesätze ist der Haushalt der Gemeinde aus Steuereinnahmen und Vermögen der Gemeinde solide finanziert und auf Grund einer Sonderzahlung aus Gewerbeeinahmen in 2022 deutlich im Plus. Aus Sicht der FWG sollte der Entlastung der Bürger und der ortsansässigen Betriebe Vorrang gegeben werden. Diesen Standpunkt wird die FWG St. Katharinen in der kommenden Beratung des Haushaltes bei der nächsten Gemeinderatssitzung Anfang Februar vertreten. Die FWG-Fraktion wird „Nein“ zur Erhöhung sagen und den vorgelegten Haushaltsentwurf mit den erhöhten Sätzen für 2023 im Rat ablehnen.

Wenn man mehr über die Arbeit der FWG St. Katharinen im Gemeinderat wissen, Ideen einbringen möchte, die FWG lädt zu ihrer offenen Fraktionssitzung ein. Diese findet immer montags vor der Gemeinderatssitzung um 20 Uhr im Vereinsraum des Bürgerhauses statt.

Pressemitteilung der

FWG St. Katharinen

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Franz Stengel: Mich wundert das es in unserer Langendorfer Straße in Neuwied nicht zu mehr Gefahren kommt denn die meisten Autofahrer denken anscheinend es wäre eine Auffahrt zum Nürburgring so wird hier gerast, aber...
  • Boomerang : Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist eigentlich ein gutes Ziel. "Feministischer Kampftag" dagegen mutet an wie eine Kriegserklärung. Der moderne Feminismus ist pervertiert zu einem Anspruch die...
  • Günther: Es stellt sich nicht unbedingt die Frage der Beteiligung, sondern auch die Höhe der festgelegten Beteiligung. Soweit ich onformiert liegt der Anteil der Stadt bei 25% und die der Bürger bei 75%. Mindestens...
Helfende Hände gesucht
Image Anzeige
Daueranzeige 2026
Fachkraft für Wasserversorgung
Stellenanzeige MA Bereich Verwaltung/Organisation und Personal
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Mitarbeiter/in Stadtreinigung (m/w/d), Gärtner/in (m/w/d)
Empfohlene Artikel

Neuwied. Lana Horstmann und Susanne Müller besuchten das HTZ Neuwied, um sich über die Arbeit des HTZs, aber auch der, der Kita Unkel zu informieren, die mit dem renommierten Deutschen Kita-Preis ausgezeichnet wurde. Im Mittelpunkt des Treffens stand der fachliche Austausch mit Herrn Thomas Voß und Frau Claudia Gries, bei den erfolgreiche pädagogische Konzepte, Qualitätsentwicklung und die Bedeutung von guter frühkindlicher Bildung thematisiert wurden.

Weiterlesen

Neuwied. Angesichts des aktuellen Brandbriefs einer Förderschule aus Bad Kreuznach mahnt CDU-Landtagskandidat Jan Petry rasches Handeln an. „Die Situation an vielen Förderschulen in Rheinland-Pfalz ist alarmierend. Es fehlt an Personal, die Gebäude sind oft viel zu klein und die Bürokratie belastet den Schulalltag“, so Petry nach Gesprächen mit Lehrerinnen, Lehrern und Eltern.

Weiterlesen

Neuwied. Neuwied treibt die Digitalisierung seiner Schulen weiter voran. Mit dem Medienentwicklungsplan für die Jahre 2026 bis 2030 stellt die Stadt in den kommenden fünf Jahren rund 2,4 Millionen Euro für die digitale Ausstattung und Betreuung aller 14 städtischen Grundschulen bereit.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Traditionsgarde Rot-Weiß Lahnstein e.V.

Rückblick auf eine wundervolle Kampagne

Lahnstein. Die Karnevalssession mag offiziell beendet sein, doch bei der Traditionsgarde Rot-Weiß Lahnstein hallt der Applaus noch lange nach. Die Mitglieder blicken auf eine glanzvolle Kampagne zurück, in der die tänzerischen Abteilungen des Vereins die närrischen Herzen in und weit um Lahnstein im Sturm eroberten.

Weiterlesen

Im Einsatz und beim Üben besser ausgestattet

Neue Schutzkleidung für die Feuerwehr dank Spende

Irlich. Der Löschzug Irlich bedankt sich bei den Geschäftsführern Stefanie Buchner und Tim Klapper vom Service- und Schulungscenter für Brandschutz Neuwied für eine großzügige Spende von Schnittschutzhandschuhen, Schnittschutzjacken und Wechsel-Overalls. Damit sind die Feuerwehrangehörigen sowohl im Einsatz als auch in der Übung nun noch besser ausgestattet und können noch sicherer arbeiten.

Weiterlesen

Pellets
Heizölanzeige
Daueranzeige (Februar 26)
Wahlanzeige 2 von 6
Gesundheit im Blick
Image Anzeige
Gesundheit im Blick
Närrische Preise
Angebotsanzeige (Januar)
Hauswirtschafterin
Närrische Preise
Titelanzeige
Wohnfabrik
Anzeige Baugebiet „Im Zeiberberg“