Politik | 16.10.2020

SPD-Fraktion Koblenz besucht Festungsanlage

Die Feste Franz – Ein Juwel erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Während des Besuches der Feste Franz.Quelle: SPD-Stadtratsfraktion Koblenz

Koblenz. Bis zum Ende dieses Jahres wird die Feste Kaiser Franz, oder ‚Feste Franz‘ wie die Koblenzer sie liebevoller nennen, der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. Das war Anlass genug, dass die SPD-Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Stadtentwicklung Marion Lipinski-Naumann und Thomas Kirsch, der umweltpolitische Sprecher der Fraktion mit drei weiteren SPD-Stadträten die Baustelle besuchten, um sich bei der Begehung über den Stand der Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen zu informieren. Die Baumaßnahmen werden im Rahmen des Förderprojektes „Großfestung Koblenz“ und unter der Projektleitung des Eigenbetriebs für Grünflächen und Bestattungswesen durchgeführt.

Empfangen wurden die kleine Delegation vom Werksleiter des Eigenbetriebs Andreas Drechsler und des Bereichsleiters für Planung und Bau Oliver Stracke.

Den Beginn des Rundgangs bildete der Haupteingang mit der dahinterliegenden Poterne, einem überbauten Festungsgang, in der temporäre Sicherungsmaßnahmen als ersten Erfolg die akute Einsturzgefahr des Gebäudes vorerst entschärfen konnten. Ziel sei es, so erklärte Stracke, eine barrierefreie Parkanlage über den historischen Zugang zu gewährleisten und mehr Wegepotentiale in Verbindung mit dem Lützeler Volkspark zu schaffen.

Die nächste Station weckte dann bei allen Teilnehmern ein höheres Maß an Abenteuerlust und benötigte ausgezeichnete Kletterfähigkeiten, um die Baustelle an der neu entdeckten Pulverkammer in Augenschein zu nehmen, deren vorläufige Baumaßnahmen, inklusive des Treppenturms und einer Parkanlage, zum Ende des Jahres abgeschlossen sein sollen.

Die großen Risse am Eckturm zeigten deutlich, wie notwendig eine dauerhafte Förderung der Festungsanlage ist. Wie auch die Poterne im Eingangsbereich neigt sich der Turm Richtung Hang und die Bewegung wird anhand von Reflektoren am Mauerwerk dokumentiert.

Der Blick über Lützel führte dann auch allen Beteiligten noch einmal vor Augen, wie groß die Potentiale für den Stadtteil Lützel sind und was für ein historisches Juwel für Jahrzehnte unter Gestrüpp und Hecken schlummerte.

So wissen wahrscheinlich auch nicht alle Koblenzer, dass die Wagenhäuser des ehemaligen Artilleriedepots unterhalb der Festung ebenfalls historische Schätze sind und aktuell keinen Denkmalschutz genießen. „Mehr als einmal wurde die Feste Franz sich selbst überlassen, aber jetzt haben wir die Gelegenheit sie aus dem Dornröschenschlaf zu wecken“, betonte Marion Lipinski-Naumann.

Wie die endgültige Zukunft der Feste Franz aussieht, ist noch nicht abschließend geklärt. So erklärte Oliver Stracke den Anwesenden, wie und welche Nutzungsmöglichkeiten mit einer entsprechenden Anschlussförderung erreicht werden könnten. „Eine gesicherte Finanzierung für die Festungsanlage bleibt ein wichtiges Ziel für die Zukunft, damit das Areal dauerhaft für Bürger und Besucher von Koblenz zugängig bleibt und somit die Attraktivität und Lebensqualität der Stadt erhöht. Auch wenn Fördergelder ausbleiben, muss für die Finanzierung der Festungsanlage eine Lösung gefunden werden“, so das abschließende Fazit der Fraktionsvorsitzenden.

Pressemitteilung der

SPD-Stadtratsfraktion Koblenz

Während des Besuches der Feste Franz.Quelle: SPD-Stadtratsfraktion Koblenz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Rund um´s Haus
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Anlagenmechaniker
Osterangebot
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Osteraktion
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Empfohlene Artikel
27

Sinzig. Der CDU Stadtverband Sinzig bietet in diesem Jahr wieder eine Bürgerreise an: vom 30. September (Mittwoch) bis 4. Oktober (Sonntag) fahren wir mit einem modernen Reisebus der Firma Welter-Reisen nach Berlin.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2254

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Essen auf Rädern
Dauerauftrag 2025
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Alles rund ums Haus
Anzeige "Rund ums Haus"
Rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Schulze Klima -Image
Tag der offenen Tür
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
PR-Anzeige
Ostergrußanzeige
Stellenanzeige