Politik | 16.10.2020, 14:49 Uhr

SPD-Fraktion Koblenz besucht Festungsanlage

Die Feste Franz – Ein Juwel erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Während des Besuches der Feste Franz.Quelle: SPD-Stadtratsfraktion Koblenz
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Koblenz. Bis zum Ende dieses Jahres wird die Feste Kaiser Franz, oder ‚Feste Franz‘ wie die Koblenzer sie liebevoller nennen, der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. Das war Anlass genug, dass die SPD-Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Stadtentwicklung Marion Lipinski-Naumann und Thomas Kirsch, der umweltpolitische Sprecher der Fraktion mit drei weiteren SPD-Stadträten die Baustelle besuchten, um sich bei der Begehung über den Stand der Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen zu informieren. Die Baumaßnahmen werden im Rahmen des Förderprojektes „Großfestung Koblenz“ und unter der Projektleitung des Eigenbetriebs für Grünflächen und Bestattungswesen durchgeführt.

Empfangen wurden die kleine Delegation vom Werksleiter des Eigenbetriebs Andreas Drechsler und des Bereichsleiters für Planung und Bau Oliver Stracke.

Den Beginn des Rundgangs bildete der Haupteingang mit der dahinterliegenden Poterne, einem überbauten Festungsgang, in der temporäre Sicherungsmaßnahmen als ersten Erfolg die akute Einsturzgefahr des Gebäudes vorerst entschärfen konnten. Ziel sei es, so erklärte Stracke, eine barrierefreie Parkanlage über den historischen Zugang zu gewährleisten und mehr Wegepotentiale in Verbindung mit dem Lützeler Volkspark zu schaffen.

Die nächste Station weckte dann bei allen Teilnehmern ein höheres Maß an Abenteuerlust und benötigte ausgezeichnete Kletterfähigkeiten, um die Baustelle an der neu entdeckten Pulverkammer in Augenschein zu nehmen, deren vorläufige Baumaßnahmen, inklusive des Treppenturms und einer Parkanlage, zum Ende des Jahres abgeschlossen sein sollen.

Die großen Risse am Eckturm zeigten deutlich, wie notwendig eine dauerhafte Förderung der Festungsanlage ist. Wie auch die Poterne im Eingangsbereich neigt sich der Turm Richtung Hang und die Bewegung wird anhand von Reflektoren am Mauerwerk dokumentiert.

Der Blick über Lützel führte dann auch allen Beteiligten noch einmal vor Augen, wie groß die Potentiale für den Stadtteil Lützel sind und was für ein historisches Juwel für Jahrzehnte unter Gestrüpp und Hecken schlummerte.

So wissen wahrscheinlich auch nicht alle Koblenzer, dass die Wagenhäuser des ehemaligen Artilleriedepots unterhalb der Festung ebenfalls historische Schätze sind und aktuell keinen Denkmalschutz genießen. „Mehr als einmal wurde die Feste Franz sich selbst überlassen, aber jetzt haben wir die Gelegenheit sie aus dem Dornröschenschlaf zu wecken“, betonte Marion Lipinski-Naumann.

Wie die endgültige Zukunft der Feste Franz aussieht, ist noch nicht abschließend geklärt. So erklärte Oliver Stracke den Anwesenden, wie und welche Nutzungsmöglichkeiten mit einer entsprechenden Anschlussförderung erreicht werden könnten. „Eine gesicherte Finanzierung für die Festungsanlage bleibt ein wichtiges Ziel für die Zukunft, damit das Areal dauerhaft für Bürger und Besucher von Koblenz zugängig bleibt und somit die Attraktivität und Lebensqualität der Stadt erhöht. Auch wenn Fördergelder ausbleiben, muss für die Finanzierung der Festungsanlage eine Lösung gefunden werden“, so das abschließende Fazit der Fraktionsvorsitzenden.

Pressemitteilung der

SPD-Stadtratsfraktion Koblenz

Während des Besuches der Feste Franz.Quelle: SPD-Stadtratsfraktion Koblenz

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