Waldbegang in Steinen
„Die Fichte wird verschwinden“
Steinen. Bürgerinnen und Bürger, aus Steinen trafen sich, um mit dem Revierförster Christof Dickopf,den Zustand des Waldes zu besichtigen. An mehreren Stationen konnte ein Eindruck zur aktuellen Situation gewonnen werden.
Christof Dickopf konnte mit vielen weiteren Randinformationen zum Waldbau gestern und heute, sowie zu möglichen klimatischen Entwicklungen den Teilnehmer die bevorstehende Aufgabe eindrucksvoll vermitteln: „Welche Baumarten haben eine Zukunft in unseren Wäldern? Sollen überhaupt neue Arten in unserem Forst etabliert werden? Welche finanziellen Aufgaben kommen auf die Gemeinde zu? Haben wir die personellen Ressourcen, die wir für Fällarbeiten und Wiederaufforstung benötigen?“ Diese und weitere Fragen konnten diskutiert aber nur zum Teil beantwortet werden.
Eine solche Situation hat es noch nie gegeben. Niemand kann auf Erfahrungen zurückgreifen oder im Lehrbuch nachlesen, welche die richtige Lösung ist.
Einig waren sich alle Teilnehmer, dass trotzdem mit der Wiederaufforstung begonnen werden muss. Die Fichte wird mit hoher Wahrscheinlichkeit aus den Wäldern verschwinden. Die Buche, welche bislang besonders gut mit dem Klima zurechtkam, zeigt aktuell ebenfalls Anzeichen, dass ihr der Klimawandel zu schaffen macht. Risikostreuung lautet das Rezept, mit dem man den Wald der Zukunft mit Fingerspitzengefühl aufbauen muss. Gefordert sind nicht nur die Gemeinden als Waldbesitzer. Die Funktion des Waldes als natürlicher CO2-Speicher, als Wasserspeicher, Luftfilter, Baustofflieferant und Erholungsraum zu erhalten, stellt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar. So sollte sich die Politik dieser Aufgabe annehmen und entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Hier sind 800 Millionen Euro verteilt auf vier Jahre für die gesamte Bundesrepublik Deutschland nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Pressemitteilung
Ortsgemeinde Steinen
