Politik | 09.03.2021

Linke Direktkandidaten zu Besuch in der Frankensiedlung in Nierendorf

Die Frankensiedlung muss bleiben

Die Frankensiedlung ist ein attraktiver Ausflugspunkt. Foto: privat

Nierendorf. Die beiden Direktkandidaten der Partei Die Linke zur Landtagswahl, Marion Morassi (WK14) und Michael Lüdtke (WK13), konnten sich an Ort und Stelle ein Bild vom Gelände der Frankensiedlung in der Grafschaft machen.

Ziel des Vereins ist nach eigenen Angaben, ein möglichst interaktives Freilichtmuseum aufzubauen, in welchem das Alltagsleben der im 5. bis. 8. Jahrhundert in der Region lebenden Franken erleb- und erfahrbar sein soll. Dazu soll eine dörfliche Struktur aufgebaut werden, wie sie zu dieser Zeit üblich war. Die Besucher der Siedlung sollen einen Eindruck von der Lebensweise der ‚einfachen‘ Landbevölkerung bekommen. Es sollen Einblicke in das Handwerk sowie in die Landwirtschaft und in das kulturelle Leben der damaligen Zeit geboten werden.

Marion Morassi: „Ich verfolge das Projekt der Frankensiedlung nun schon seit einigen Jahren mit großem Interesse und kann überhaupt nicht verstehen, dass es da so großen Widerstand von einigen der Ratsvertreter gegeben hat. Ich halte dieses Bauvorhaben für ein gelungenes Beispiel für sanften, ökologischen und inklusiven Tourismus im Kreis Ahrweiler. Jede andere Kommune wäre froh, wenn dort so ein attraktiver Ausflugspunkt geschaffen würde. Schon jetzt finden Wandergruppen, Schulklassen, Radfahrer und Tagestouristen dort ein wunderbares Gelände vor, mit Gemüsebeeten, zwei mit historischen Rebsorten bestockte Weinberge, einen Hopfengarten, einen Kräutergarten, einen „Zauberpflanzengarten“, einen Getreideacker, einen Lehmofen, Bienenstände, einen Zeremonienplatz und einen Geräteschuppen sowie mehrere Biotope, einem Teich, Streuobstwiesen und Wildblumenwiesen. Alle Besucher waren bis jetzt hellauf begeistert von diesem Projekt. Was jetzt noch fehlt, sind die geplanten Gebäude, damit das Gelände auch ein ganzjähriges Ziel sein kann. Ich fordere die Gemeinderatsmitglieder fraktionsübergreifend auf, sich für die Baugenehmigung bei der nächsten Ratssitzung, die sich mit dieser Thematik befasst, einzusetzen!“ Michael Lüdtke ergänzt: „Als Vater von zwei schulpflichtigen Kindern sehe ich den großen Nutzen dieses Projektes. Neben den musealen stellen ökologische und pädagogische Aspekte einen Schwerpunkt des Projekts dar. Nicht umsonst ist der Verein Frankensiedlung e.V. anerkannter Träger der Jugendhilfe im Kreis Ahrweiler und kooperiert unter anderem mit der „Aktion Mensch“ und organisiert Kinderfreizeiten und Generationentreffs. Die Gemeinde Grafschaft ist gerade dabei, eine große Chance zum Thema Inklusion, Integration und Ökologischer Landwirtschaft zu verspielen, wenn sie dieses Projekt aufgeben sollte. Ohne den Bau der eigentlich für 2021 geplanten ersten historischen Gebäude wäre der Fortbestand der Siedlung nicht mehr zu gewährleisten. Es wäre sehr schade, wenn dann alles wieder in den ursprünglichen Zustand, also in einen Weizenacker, zurückgesetzt werden müsste, wie es der Mietvertrag vorsieht, wenn der Verein sein geplantes Vorhaben aufgeben muss. Das kann doch niemand ernsthaft wollen!“Pressemitteilung

Die Linke Kreisverband Ahrweiler

Die Frankensiedlung ist ein attraktiver Ausflugspunkt. Foto: privat

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