Generalsekretär Josef Hovenjürgen bei der CDU Meckenheim
Die Gesellschaft zusammenhalten
Meckenheim. Rationale Politik, die trotzdem das Herz der Menschen erreicht: Das nannte Josef Hovenjürgen, Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen, als wichtiges Ziel. Der Landespolitiker war zu Gast bei einer virtuellen Vorstandssitzung, diskutierte mit den Mitgliedern und nahm Stellung zu aktuellen Problemen wie der Pandemiebekämpfung, dem Klimawandel und der Situation von Familien in Coronazeiten. Auch der Wahlkampf für die Bundestagswahl im September war Thema. Wie Stadtverbandschef Rainer Friedrich betonte, bietet das virtuelle Format die Chance, interessante Gäste ohne viel Aufwand einzuladen, was die CDU Meckenheim auch rege nutzt.
„Wir müssen die Gesellschaft zusammenhalten, nicht spalten“, sagte Hovenjürgen und nannte als Beispiel die Landwirte, die zunehmend als Umweltsünder und Tierquäler dargestellt würden. „Es ergibt aber keinen Sinn, Gruppen zu Schuldigen abzustempeln.“ Für Umweltprobleme sei die Gesellschaft als Ganzes zuständig und verantwortlich, und die Landwirte erbrächten eine wichtige Leistung.
Beim Thema Klimawandel betonte er, die Stärke der CDU bestehe darin, Ökologie und Ökonomie zusammen zu denken. „Wir brauchen Übergänge“, betonte er, immerhin sei Deutschland gerade dabei, gleichzeitig aus dem Kernenergie- und dem Kohlezeitalter auszusteigen. Um den richtigen Weg zu finden, sei ein offener Diskurs nötig. Und die Bereitschaft dazu vermisse er etwa bei Fridays for Future.
Wie sich junge Familien in Coronazeiten fühlen, erfuhr Hovenjürgen sehr eindrücklich von der zweiten stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Carolin Norden. Sie gebe ihr Kind in die Kita, weil es unter dem Mangel an Kontakten zu anderen Kindern leide; auch hat sie einen Beruf und sei von morgens sechs bis abends zehn im Einsatz. Sie wünschte sich mehr Anerkennung der Situation, in der viele Eltern seit über einem Jahr stecken – statt Beschwerden durch die Öffentlichkeit, zu viele Eltern schickten ihren Nachwuchs in die Betreuung. Hovenjürgen versprach, ihre Erfahrungen in die Evaluation der Pandemiepolitik einzubeziehen.
Pressemitteilung
CDU Meckenheim
