Wählervereinigung Bürger für Meckenheim
Die Hochwasserkatastrophe - Ein Jahr danach
Meckenheim. „Zwölf Monate ist es jetzt her, dass die Hochwasserkatastrophe sowohl materielle wie auch seelische Schäden hinterließ, die auch heute noch nicht alle beseitigt sind. Unsere Gedanken sind bei den vielen Opfern an Wupper, Erft, Swist und Ahr. Auch in Meckenheim gab es Millionenschäden und viele Betroffene. Unser Dank gilt den vielen Helfern, die unermüdlich im Einsatz waren und es zum Teil heute noch sind.“
Kritik war am Rande einer von privater Seite organisierten Gedenkveranstaltung zu hören, dass die Stadt zu keiner offiziellen Veranstaltung eingeladen hatte. Johannes Steger, Fraktionsvorsitzender der BfM, beurteilt den Sachverhalt anders: „Bürgermeister Holger Jung hat am 8. Juli im Amtsblatt einen langen und sehr guten offenen Brief zu der Thematik geschrieben. Dieser Brief drückt auch meine Gefühle aus.“ Es stellt sich die Frage, ob eine weitere Gedenkveranstaltung wirklich notwendig gewesen wäre. Steger, der 1962 die Flut in Hamburg aus nächster Nähe miterlebt hat und die Gefühlslage der Flutopfer daher gut nachvollziehen kann, beschäftigt in diesem Zusammenhang ein anderes Thema viel mehr: „Ich bin wütend, dass mehr als 50 Prozent der Spenden an die Flutopfer noch immer bei den Hilfsorganisationen liegen.“
BfM-Vorsitzender Klaus-Jürgen Pusch äußert sich wie folgt: „Gedenkveranstaltungen sind wichtig, um die Menschen zu sensibilisieren. Noch wichtiger aber sind Veranstaltungen, in denen Lösungen für die Zukunft gefunden werden. Was können wir besser machen und was können wir tun, um Schäden dieses Ausmaßes zu verhindern? Alle Fraktionen sollten sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass geeignete Maßnahmen ergriffen werden (z.B. Hochwasserkarten, Schutzmaßnahmen für Gebäude und Bewohner, Ausrüstung für die Feuerwehr, Warnsysteme), um die Wiederholung einer derartigen Katastrophe zu verhindern.“
Viele Bürger und Bürgerinnen sind dem Aufruf der Stadt gefolgt, sich am zukünftigen Hochwasserschutz zu beteiligen. Sie haben ihre Fotos und wichtige Hinweise in das Bürgerportal unter https://mapview.hydrotec.de/models/Meckenheim/viewer/index.html eingebracht.
Jetzt gilt es, die Umsetzung aller Daten in gezielte Maßnahmen aufmerksam zu beobachten. Wer den Eindruck gewinnt, dass seine Verbesserungsvorschläge so gar kein Gehör finden, sollte sich nicht scheuen, diese in einem konstruktiven Bürgerantrag an den Bürgermeister zu wiederholen. Dann werden sich nicht nur die Fachleute, sondern auch die Vertreter der Bürgerschaft im Rat mit ihren Ideen befassen. So geht nichts verloren.
Pressemitteilung
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Bürger für Meckenheim
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