Politik | 24.09.2016

Neuwieder David-Roentgen-Schule stellt Industrie 4.0-Konzept vor

Die Industrie der Zukunft in die Schule von heute integrieren

Berufsbildende Schule auf der Hannover Messe und beim Tag der Offenen Tür der Bundesregierung

Die Schüler der David-Roentgen-Schule und die betreuenden Lehrer stellten das Projekt „Industrie4.0@School“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vor. privat

Neuwied. Im Rahmen der Hannover Messe wurden auch dieses Jahr wieder sehr viele faszinierende Konzepte, Produkte und Maschinen für die Berufswelt von morgen ausgestellt. Doch wie fühlt sich ein junger Mensch, der seinen Platz in der Welt von Morgen noch sucht, wenn alles auf einen noch höheren Grad der Digitalisierung und Automatisierung zuläuft? Welche neuen Inhalte sind in die Bildungsangebote zu integrieren um die Jugend von heute gut auf die Welt von morgen vorzubereiten?

„Unser interaktives Lernprojekt ‚Industrie4.0@School‘ geht unter anderem diesen Fragestellungen nach. Auch ist es unser Ziel, bei jungen und auch älteren Menschen ein Interesse für technische Berufe zu wecken.

Gerade mit dieser Form der Projekte und deren Präsentation in der Öffentlichkeit ist es möglich, die Handlungskompetenz der Schüler und damit auch ihre Studierfähigkeit enorm zu steigern. Auf der Hannover Messe war es toll zu sehen, wie unsere Schüler ihre eigene Position zum Thema und ihre Arbeit den jungen und älteren Besuchern näher brachten“, freut sich Projektkoordinator Thomas Hennig über den Erfolg des Messeauftritts der DRS. Mit dem diesjährigen Messeexponat „Industrie4.0@School“ geht die berufsbildende Schule dabei vor allem folgenden Fragestellungen nach: Wie gelingt es zukünftig, eine ausreichende Anzahl gut ausgebildeter Fachkräfte für die deutsche Wirtschaft zu gewinnen? Was bedeutet Industrie 4.0 für die Schüler von heute und morgen?

Welche Kompetenzen braucht ein Schüler, um gut für die Zukunft aufgestellt zu sein? Wie kann die berufsbildende Schule die Schüler unterstützen? Wie kann man das Thema Industrie 4.0 verständlich und begreifbar machen?

„Industrie4.0@School ist ein interaktives Lernprojekt, in dem Schüler an einem realen, funktionierenden Industrie-4.0-Produktionsszenario Arbeitsweise und Philosophie von Industrie 4.0 demonstrieren. Außerdem möchten wir mit den Schülern bzw. Besuchern über die Veränderungen der Berufswelt und die Anforderungen an die zukünftigen Mitarbeiter diskutieren“, ergänzt Techniklehrer Torsten Schumacher.

Theorie und Praxis werden dabei gekonnt verzahnt: „An unserem Exponat soll die Informatisierung der Fertigungstechnik mit dem Ziel einer intelligenten Fabrik (Smart Factory) beispielhaft sichtbar gemacht werden. Industrieroboter produzieren dazu gemeinsam mit einer CNC-Fräse individuell – vom Kunden beeinflusst – ein Produkt. Die Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse sind für die Besucher dabei klar sichtbar“, so Schumacher.

Im Rahmen des Tags der offenen Tür der Bundesregierung im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wurden einzelne Teilaspekte des Exponats für die Besucher aufgearbeitet und zu interaktiven Lernstationen weiterentwickelt. Auch die Resonanz des Berliner Publikums war groß.

Für die Schüler und Lehrer der DRS Neuwied eine Bestätigung ihres Konzepts, das auch bei den Firmen und Unternehmen der Region seit einiger Zeit auf großen Anklang stößt.

Ein Ziel des interaktiven Projekts ist es, Interesse für technische Berufe zu wecken.

Ein Ziel des interaktiven Projekts ist es, Interesse für technische Berufe zu wecken.

Die Neuwieder Schüler demonstrierten die zunehmende Bedeutung des Computers für die industrielle Fertigung.

Die Neuwieder Schüler demonstrierten die zunehmende Bedeutung des Computers für die industrielle Fertigung.

Die Schüler der David-Roentgen-Schule und die betreuenden Lehrer stellten das Projekt „Industrie4.0@School“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vor. Fotos: privat

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