Politik | 31.03.2017

Kreis Ahrweiler wird Auenbereiche vergrößern

Die Mittelahr bekommt mehr Platz

32.000 Quadratmeter Rückzugsflächen

Viel Platz an beiden Uferseiten: Die Auenbereiche der Ahr wie hier in Liers sollen in mehreren Gebieten abgeflacht und abgesenkt werden, damit der Fluss sich bei Hochwasserspitzen ausbreiten kann und nicht unkontrolliert „durchschießt“.  Kreisverwaltung Ahrweiler

Kreis Ahrweiler. Der Kreis Ahrweiler plant Renaturierungsmaßnahmen an der Mittelahr, die auch den Hochwasserschutz verbessern sollen. In Auenbereichen am Flussufer sollen wieder Retentionsflächen entstehen, in denen sich die Ahr schadlos ausbreiten kann. Die Planungen sind angelaufen.

Vorgesehen sind Flächen in Liers (Ortsgemeinde Hönningen), Kreuzberg, Altenburg (beide Ortsgemeinde Altenahr) und Dernau. Die Gesamtfläche für die Ausbreitung der Ahr beträgt rund 32.000 Quadratmeter. Das Vorhaben ist mit den Eigentümern der Flächen besprochen. Dies sind größtenteils die Ortsgemeinden und in einigen Fällen Privatpersonen. Den Eigentümern entstehen keine Kosten.

Der Kreis- und Umweltausschuss hat den Planungen mit der Vergabe der Ingenieurleistungen zugestimmt. Die Gesamtkosten werden auf 600.000 Euro geschätzt. Das Land Rheinland-Pfalz hat eine Förderung durch die „Aktion blau plus“ von 90 Prozent in Aussicht gestellt. Auf den AW-Kreis entfallen demnach 60.000 Euro. Die Bauarbeiten sollen im Sommer oder Herbst 2018 beginnen.

Wie die Kreisverwaltung weiter meldet, waren das Ahrhochwasser im Juni 2016 und die Gewässerschau im November 2016 Anlässe für die anstehenden Maßnahmen. Bei der Gewässerschau wurde unter anderem festgestellt, dass mehrere Auenbereiche in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten durch natürliche Prozesse zugeschwemmt wurden, beispielsweise durch Kiesablagerungen. Dadurch ging der Auencharakter mit seinen ökologischen und wasserwirtschaftlichen Funktionen verloren. Der Lebensraum für Pflanzen und Tiere sowie deren Artenvielfalt wurden eingeengt. Auch mit Blick auf einen aktiven Hochwasserschutz sollen die Retentionsräume für den Fluss vergrößert und dadurch Hochwasserspitzen abgemildert werden.

Die Maßnahmen werden in festgesetzten Überschwemmungsgebieten durchgeführt. Unter anderem werden dort Ufer und Uferrandzonen abgeflacht und abgesenkt, sodass sich die Ahr ausbreiten kann und bei Hochwasserspitzen nicht in die flussabwärts gelegenen Gebiete „durchschießt“. Alle Maßnahmen werden naturschutzfachlich begleitet. Die Federführung liegt bei der Kreisverwaltung. Das Land leistet fachliche Unterstützung durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD) in Koblenz.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Ahrweiler

Viel Platz an beiden Uferseiten: Die Auenbereiche der Ahr wie hier in Liers sollen in mehreren Gebieten abgeflacht und abgesenkt werden, damit der Fluss sich bei Hochwasserspitzen ausbreiten kann und nicht unkontrolliert „durchschießt“. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler

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