Neujahrsempfang der Kreis- CDU – Unions- Fraktionschef Ralph Brinkhaus zu Gast

Die Zuversicht soll Antrieb für die Zukunft sein

15.01.2019 - 14:03

Faid. Zum traditionellen Neujahrsempfang hatte die Kreis-CDU mit ihrer Vorsitzenden MdL Anke Beilstein ins örtliche Bürgerhaus eingeladen, wo die zahlreich erschienenen Gäste zunächst mit einem flotten Potpourri des Musikvereins Leienkaul empfangen wurden. Im Anschluss wandte sich die Gastgeberin mit ihrer Begrüßungsansprache an die Anwesenden und ließ noch einmal ein Jahr mit vornehmlich politischen Tiefen, sowohl in der Großen Koalition wie auch in den Unionsparteien Revue passieren. Unzulänglichkeiten im Meinungsaustausch bis hin zum handfesten Streit in der Union schlugen dabei genauso zu Buche wie die Abwahl des langjährigen Bundestagsfraktionschefs, der Rücktritt von Angela Merkel als Parteivorsitzende, das Gerangel um die Nachfolge, sowie letztendlich auch die durchweg schlechten Wahlergebnisse in Bayern und Hessen. Doch beim Neujahrsempfang in Faid wehte den Besuchern ein anderer CDU-Wind entgegen, der von Anke Beilstein zunächst entfacht, fühlbar in Richtung Neuanfang und Zuversicht bläst. Sondierungsgespräche über Jamaikaträume gehören heute trauerfrei zum alten Eisen und auch das im vergangenen Jahr gepflegte Erscheinungsbild der Großen Koalition als scheinbar mittelmäßige Daily-Soap, will Anke Beistein in die Rubrik Vergangenheit verbannen: „Zwischenzeitlich haben wir nicht nur in der CSU, sondern mit Annegret Kramp-Karrenbauer auch in der CDU eine neue Parteivorsitzende“, sagte Beilstein und fuhr fort: „Und jetzt scheint es mit größerer Einigkeit wieder voranzugehen, was die Bevölkerung nach Meinungsfrage sehr positiv wahrgenommen hat!“ Der Wahl für Europa sollte man große Bedeutung beimessen, da sie zukunftsweisend sein wird. Für die ebenfalls anstehende Kommunalwahl will man vonseiten der CDU mit dem Dreiklang „Gemeinsam“, „Heimat“ und Gestalten“ in den Wahlkampf ziehen: „Gemeinsam mit den Regionen Eifel, Mosel, Hunsrück in der Gemeinschaft aller Bürger/Innen erwächst die Stärke unserer Gesellschaft und mit ihnen wollen wir vertrauensvoll zusammenarbeiten!“ Heimat ist laut Aussage der Fraktionsvorsitzenden schon immer ein essenzieller Begriff für die CDU. Sie ist ein Lebensgefühl, etwas Verbindendes, was Sicherheit und Zusammenhalt stiftet, und für das sich größtmöglicher Einsatz lohnt. „Gestalten“, nimmt bei der CDU ebenfalls höchsten Stellenwert ein, prägt doch die christdemokratische Politik schon seit Jahrzehnten den Landkreis.

„Wir kümmern uns und arbeiten nachhaltig, und wenn man sich in der Kommunallandschaft mal umsieht, wird man feststellen, dass alle modernen Themen dieser Zeit im Landkreis Cochem-Zell auf der Agenda stehen und dort aktiv vorangetrieben werden“, ergänzt Beilstein.

Abschließend resümiert sie: „Die CDU hat sich stets als verlässliche Kraft bewiesen und man werde auch künftig mit Lust und viel Energie neue Ideen einbringen, um weiterzumachen und die Zukunft bürgernah und zeitgemäß zu gestalten!“ In der Folge gibt sie das Mikro an den neuen CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus, der als gern gesehener Ehrengast zum Publikum spricht. Seinen Ausführungen zufolge sollte man nicht ängstlich und vorsichtig, sondern zuversichtlich in die Zukunft blicken. „Dies sollte zumindest unser Antrieb sein“, so Brinkhaus. „Man darf sich ruhig einmal ein wenig Zeit nehmen und darüber nachdenken und feststellen, wie gut es uns eigentlich doch geht. Dann wäre auch ein zuversichtlicher Blick nach vorne viel einfacher.“ Dass man künftig wieder mehr miteinander statt übereinander redet, fördere einen besseren Zusammenhalt in der Gesellschaft. Wichtig sei es vor allem, die Gesellschaftsmitte wieder verstärkt in den Fokus der Politik zu nehmen. Diesbezüglich sollten Demokraten achtsam und sorgsam miteinander umgehen, aber auch wieder Werte wie Eigenverantwortung, Freiheit und Solidarität hervorheben. Laut Brinkhaus ist Deutschland für die Zukunft gut aufgestellt, obwohl sich viele fragen, ob das auch so bleibt. „Damit nicht die Populisten hier mit einfachen Antworten noch vorne preschen, ist es die Aufgabe der Politik, die Gesellschaft für die Zukunft stark zu machen“, sagte der Fraktionschef und fuhr fort: „Lasst uns jungen Menschen, Unternehmern und Ehrenamtlichen mehr zutrauen und sie einfach machen lassen.“ Trotzdem müsse man den Menschen auch sagen, dass sie nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten haben und sie eben auch Verantwortung übernehmen müssen. Nach den Wortbeiträgen der Offiziellen, die sich anschließend unter die übrigen Gäste mischten, traf man sich noch zum Info- und Meinungsaustausch. TE

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