Bürgermeisterkandidat Peter Michels bot Experte Andreas Hesse auf
Digitalisierung bietet mehr Chancen als Risiken
Cochem. Wenn in der Verbandsgemeinde Cochem die Digitalisierung als Chance statt als Risiko oder Barriere genutzt wird, kann sie erfolgreich gelingen: Das ist die wichtigste Erkenntnis aus dem Vortrag von Digitalisierungsexperte Andreas Hesse, den Bürgermeisterkandidat Peter Michels nach Bruttig-Fankel eingeladen hatte.
In seinem Vortrag unterstrich Hesse vor allem, dass es die großen Akteure wie Facebook, Google und Amazon sind, die den immer schneller voranschreitenden Prozess der Digitalisierung und Vernetzung bestimmen. „Ich empfehle ausdrücklich, die Finger von eigenen regionalen Handelsportalen zu lassen. Es ist dagegen viel sinnvoller, die speziellen Angebote der großen Player für sich individuell zu nutzen. Denn nur so erhält man eine effiziente Lösung, um hervorragend im Internet gefunden zu werden. Wenn ein Unternehmen eine eigene Website, einen Eintrag in Google-Maps sowie einen eigenen Facebook-Auftritt hat, ist es schon sehr gut ausgestattet, um Kunden zu informieren und für sich zu gewinnen“, unterstrich Hesse. Dies gelte auch für die Nutzung der großen Buchungsportale für Reisen und Urlaube.
Auch Kommunen müssten sich der Digitalisierung in ihrem Kerngeschäft der Verwaltung stellen, betonte der Experte: „Selbstverständlich ist es sinnvoll und auch dringend notwendig, künftig alle Dienstleistungen der Verwaltung, bei denen dies möglich ist, den Bürgern online anbieten zu können, denn das entspricht dem zunehmenden Kundenverhalten der Menschen, die immer mehr Anwendungen bequem von zu Hause vornehmen möchten.“ Peter Michels kündigte daher an, im Falle seines Wahlsieges spätestens zum 1. Juni 2018 die Verfahren für die Ausstellung von Reisepässen und Personalausweisen als E-Government-Anwendung der Verbandsgemeinde Cochem vorzuhalten. Darüber hinaus sprach sich der Wahlbewerber dafür aus, zügig den flächendeckenden Ausbau mit Freiem WLAN in allen Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Cochem voranzutreiben: „Das sind wir sowohl unseren Feriengästen als auch unseren Einheimischen, die überall mit mobilen Endgeräten unbegrenzt im Internet surfen wollen, schuldig“.
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