Meckenheimer Schulen blicken auf schwierige Wochen zurück
Digitalisierung schreitet voran
Grundschulen teilweise an Kapazitätsgrenzen
Meckenheim. WLAN, Corona, Ausfälle und Zukunftsmusik thematisierten die Schulleiter und Ausschussmitglieder im letzten Ausschuss für Schule, Sport und Kultur.
Bisher managen Schulleiter und Kollegien die Situation gut, stehen jedoch mit gemischten Haltungen möglichen Schulschließungen gegenüber. Während der Schulleiter des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Dirk Bahrouz zuversichtlich auf die Nutzung von Teams365 für etwaiges Distanzlernen blickte, hatte der Kommissarische Leiter der Theodor-Heuss-Realschule Ewald Auel wegen fehlender häuslicher Ausstattung mit digitalen Endgeräten Schwierigkeiten auf die Schüler zukommen sehen. Deshalb richtete die Schule sogenannte Study Halls ein, in denen die Schüler im Falle von Distanzunterricht in der Schule auf Abstand in besonderen Räumen an dortigen PC’s arbeiten können.
In den Grundschulen sah keine der vier Schulleiterinnen für den Fall des Falles die Möglichkeit für vollständigen digitalen Unterricht.
Das läge nicht nur am Alter der Kinder, sondern auch an der zum Teil fehlenden Ausstattung Zuhause.
In der Gemeinschaftsgrundschule Merl rechnete man mit einer analogen Arbeitsweise im Fall eines kompletten Shutdowns, die katholische Grundschule Merl hoffte auf eine Kombination von analogen und digitalen Lernvarianten. Zwei Grundschulen rechneten zudem damit, dass die Offene Ganztagsbetreuung mit dem kommenden Schuljahr ihre Kapazitätsgrenzen erreiche.
Den Hinweis der Schulleiterin der katholischen Grundschule Meckenheim, dass die Tische offenbar nicht täglich gereinigt würden, nahm Bürgermeister Holger Jung auf und sagte zu, dass die Verwaltung „hier nachsteuern“ werde. Auch den Hinweis des Schulleiters der Geschwister-Scholl-Hauptschule, Peter Hauck, auf den hohen Wert der Ausstattung der Lehrer mit FFP2-Masken nahm Holger Jung auf.
Er informierte darüber, dass sich die Verwaltung für eine bessere schützende Ausstattung um Gelder vom Dienstherrn der Schulen bemühe. Dazu habe es kurz vor Ausschusssitzung eine Telefonkonferenz gegeben.
Zudem kündigte die Verwaltung das Eintreffen von digitaler Ausstattung für Lehrer und bedürftige Schüler an.
