Politik | 08.03.2016

Gesundheitsminister Hermann Gröhe zu Gast bei Koblenzer CDU

Digitalisierung soll Gesundheitssystem optimieren

Der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Andreas Biebricher mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Privat

Koblenz. Der Demographische Wandel wird auf die Zukunft der Gesellschaft und insbesondere die Gesundheitspolitik nachhaltige Auswirkungen haben. Viele Menschen fragen sich daher, was dies konkret für sie bedeutet. Die CDU Koblenz hatte daher Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nach Koblenz eingeladen, um über die anstehenden Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten zu sprechen. Das Interesse an der Veranstaltung war groß und so waren mehr als 250 interessierte Bürgerinnen und Bürger in die Mehrzweckhalle der Debeka gekommen um den Ausführungen des Ministers zu folgen.

Der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Andreas Biebricher ging in seiner Begrüßungsansprache auf die Gesundheitspolitik im Land ein und kritisierte, dass die rot-grüne Landesregierung die Mittel bei der Krankenhausfinanzierung zwischen 2001 und 2003 um 17,4 Prozent gekürzt habe. Dies wirke sich seither vor allem personell sehr nachteilig aus. Dabei hätten sich die Länder in einer Übereinkunft mit dem Bund, die eine gemeinsame Finanzierung vorsehe, verpflichtet, die nötigen Investitionsmittel zur Verfügung zu stellen. Während der Bund seine Hausaufgaben gemacht habe, bleibe das Land jedoch seinen Teil schuldig.

Hermann Gröhe würdigte in seiner Ansprache zunächst die Bedeutung des Gesundheitsstandorts Koblenz mit seinen zahlreichen medizinischen Einrichtungen und Unternehmen.

In diesem Zusammenhang wies er auch auf das ökonomische Gewicht der Branche hin. Rund fünf Millionen Menschen seien in Deutschland im Gesundheitsbereich beschäftigt. Zudem bilde die Pharmazie eine wichtige Säule des deutschen Exports. Das deutsche Gesundheitssystem, das seine besondere Stärke aus den beiden Säulen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung beziehe, sei somit sowohl sozial als auch ökonomisch. „Wer bei uns erkrankt, wird nicht alleine gelassen“, stellte Minister Gröhe fest. Alle Bürger hätten den gleichen Zugang zu medizinischen Leistungen. Dies sei gut so und bleibe auch so.

„Wir dürfen uns aber auf den Erfolgen nicht ausruhen, sondern müssen immer wieder darüber diskutieren, wie wir das System weiterentwickeln können. Die Anforderungen steigen und deswegen müssen wir mit ihnen wachsen“, so Gröhe weiter. Das steigende Lebensalter, die sinkende Geburtenrate und die Bevölkerungszunahme in den Ballungszentren, bei gleichzeitiger Ausdünnung des ländlichen Raumes stellten das System vor große Herausforderungen. Die beiden von ihm realisierten Pflegeverstärkungsgesetze seien ein Beitrag, um diesen zu begegnen.

Gröhe wies auch auf die Chancen der Digitalisierung hin, die durch eine bessere Vernetzung der verschiedenen mit der Betreuung eines Patienten befassten Stellen eine „intelligente Arbeitsteilung“ ermögliche. „Wir müssen unser hohes Know How bei Medizin und IT im Rahmen der Telemedizin miteinander verbinden“, forderte Gröhe.

Andreas Biebricher bedankte sich abschließend bei Hermann Gröhe und bezeichnete ihn als einen petenten und tatkräftigen Gesundheitsminister, der auch Themen angehe, an die sich lange niemand wirklich herangetraut hätte. „Bei Ihnen ist die Gesundheitspolitik in guten Händen“, zeigte sich Biebricher überzeugt.

Pressemitteilung des

Wahlkreisbüros

Andreas Biebricher, MdL (CDU)

Der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Andreas Biebricher mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Foto: Privat

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