Ortsbeirat Vettelhoven tagte
Dorfplatz an der „Alten Schule“ soll neu gestaltet
Einige Wirtschaftswege in der Gemarkung von Vettelhoven sehen mitgenommen aus und sollen wiederhergestellt werden
Vettelhoven. Eine Reihe von Verschönerungs- und Verbesserungsmaßnahmen hat sich der Ortsbeirat Vettelhoven vorgenommen. Das erfuhren die Zuhörer bei dessen jüngster Sitzung in der Kaiserhalle, die auch von einigen „auswärtigen“ Gemeinderatsmitglieder besucht wurde.
So soll der Dorfplatz an der „Alten Schule“ neu gestaltet werden, und zwar aus den Verfügungsmitteln, die der Gemeinderat auf Initiative der CDU und mit Unterstützung der FWG den Ortsbeiräten im Nachtragshaushalt zur Verfügung gestellt hatte. Bekanntlich hat daraus jedes Dorf 20.000 Euro zur Verfügung, um kleinere Verschönerungsmaßnahmen umzusetzen. Die Neugestaltung des Dorfplatzes war schon im Oktober 2014 im Ortsbeirat beschlossen worden, doch bislang war das Projekt wegen fehlender Finanzen nicht zum Zuge gekommen, so Ortsvorsteher Dr. Franz Josef Schneider. „Der Platz sieht im Moment wirklich nicht sehr schön aus und ist kein Aushängeschild für das Dorf“, fasste er die Situation zusammen und freute sich, dass endlich Geld für die Umsetzung da sei.
Überdachung mit Grillplatz davor
Anhand einer Skizze stellte Schneider vor, wie in groben Zügen der Platz künftig aussehen könnte. Demnach soll zunächst der „Wildwuchs“ vorne links gestutzt und neu konzipiert werden, daneben soll es einen Carport oder eine Überdachung geben als Unterstellmöglichkeit für schlechtes Wetter mit einem Grillplatz davor. Die Überdachung soll auf jeden Fall in das Umfeld passen, war man sich im Ortsbeirat einig. Die vorhandenen Bäume sollen allesamt erhalten bleiben, im hinteren Bereich des Schulhofes soll sogar noch ein weiterer Ahornbaum gesetzt werden. Ebenfalls im hinteren Bereich auf der linken Seite will man eine Tischtennisplatte aufstellen. Bei allen Umgestaltungsmaßnahmen dürfen allerdings die Zufahrtsmöglichkeiten für den Anwohner der Alten Schule nicht vergessen werden, mahnte Schneider. Mit dem Thema will das Gremium sich in einer der nächsten Sitzungen noch einmal näher befassen, wenn entsprechende Angebote und konkretere Pläne vorlägen.
Der unbefestigte Gehweg entlang der Mittelstraße und der Altbachstraße ist ebenfalls sehr mitgenommen und „ästhetisch nicht gerade wertvoll“, so Schneider weiter. Deshalb soll der Bürgersteig befestigt werden, und zwar in der Art, wie der Wirtschaftsweg zwischen Bölingen und Vettelhoven „Im Buschfeld“ aussieht, nämlich mit einer Kalksplittdecke. Das stelle eine schöne Aufwertung mit relativ wenig Aufwand und keinerlei Kosten für die Anwohner dar, argumentierte Schneider.
Die Sache zähle nämlich als Instandhaltung- oder Unterhaltungsmaßnahme und löse daher keine Beitragspflicht aus, dass habe die Gemeindeverwaltung auf Nachfrage mitgeteilt. Nun soll der Bauhof gebeten werden, die Arbeiten möglichst bald durchzuführen. Allerdings gibt es eine Stelle, an der das Wasser aus einem Hang bei Starkregen mit viel Wucht herunterfließt. Dort soll eine andere Oberfläche gewählt werden, weil ansonsten der Splitt sehr schnell weggeschwemmt werden würde. Dem stimmte der Ortsbeirat einmütig zu.
Schlaglöcher sollen repariert werden
Genau wie bei den geplanten Ausbesserungsmaßnahmen an diversen Wirtschaftswegen rund um den Ort. So sei die Teerdecke auf der Straße „Zum Sportplatz“ zwischen dem Friedhof und der Sportanlage abgebrochen, sie müsse repariert und im Randbereich mit Kalkschotter angeglichen werden. Entlang des „Heideweges“, der über die Autobahnbrücke zum Innovationspark Rheinland führt, seien riesige Schlaglöchern von zehn Metern Länge und fast einem Meter Breite entstanden, auch hier müsse unbedingt schnellstens etwas passieren. Das habe er schon oft bei der Gemeindeverwaltung angemahnt, so Schneider, doch passiert sei nichts. Dabei gehe von den Schlaglöchern nach seiner Ansicht durchaus „eine Gefahr für Leib und Leben, etwa für Radfahrer“ aus, und auch landwirtschaftliche Fahrzeuge hätten hier Probleme.
Fünf Gullideckel, die etwas „aus der Fassung geraten“ seien, werden demnächst ausgetauscht, das habe Schneider von der Firma Eurawasser erfahren, die in der Grafschaft dafür zuständig sei. Ob und wie man die Bordsteine im Kapellenbereich absenken könne, sei eine Frage, die der Ortsbeirat gemeinsam bei einem Ortstermin zusammen mit einigen Fachleuten und Betroffenen klären will. Das gilt auch für die Gestaltung eines Regenrückhaltebeckens in der Nähe des Sportplatzes.
Schließlich wies Schneider doch darauf hin, dass der Südwestrundfunk einen Beitrag für die Landesschau über die „Escher Straße“ und ihre Bewohner drehen möchte. Die Dreharbeiten sind für den 6. und 7. August vorgesehen. Deshalb bat Schneider die Vettelhovener darum, im Vorfeld „klar Schiff“ zu machen, um den Ort möglichst positiv erscheinen zu lassen.
JOST
