Nur ein Bewerber für die Landratswahl am Sonntag, 12. Juni
Dr. Alexander Saftig hofft auf breite Zustimmung
Kreis Mayen-Koblenz. Am kommenden Sonntag, 12. Juni, bestimmen die Wählerinnen und Wähler, wer in den nächsten acht Jahren dem größten rheinland-pfälzischen Landkreis als Landrat vorstehen wird. Eine große Überraschung dürfte es nicht geben, denn bekanntlich gibt es nur einen Kandidaten: Dr. Alexander Saftig.
Auch wenn es keine Mitbewerber gibt: Der CDU-Politiker nimmt die Wahl nicht leicht, im Gegenteil: Was Wahlkampftermine angeht, ist er so aktiv, als wäre es ein ganz „normaler“ Wahlkampf. Der Kreis-Chef wünscht sich nämlich eine gute Wahlbeteiligung und ein klares befürwortendes Votum der Bevölkerung (immerhin kann diese mit Ja oder Nein abstimmen).
Die Voraussetzungen hierfür sind gegeben: Dr. Alexander Saftig ist äußerst beliebt. Als er im Jahr 2008 zum ersten Mal zum Landrat gewählt wurde, erzielte er 61,9 Prozent der Stimmen. Und das, obwohl er mit dem Andernacher Oberbürgermeister Achim Hütten (SPD) zumindest einen sehr ernst zu nehmenden und bekannten Herausforderer hatte. Der Sozialdemokrat erzielte damals 32,3 Prozent.
Der weitere Mitbewerber Jürgen Stange (Wählergruppe „Ich tu‘s“) landete mit 5,8 Prozent abgeschlagen auf Platz drei. Die Wahlbeteiligung lag im Jahr 2008 bei 34,5 Prozent, wobei zu berücksichtigen ist, dass damals mit der OB-Wahl in Mayen und der VG-Bürgermeisterwahl in der VG Untermosel zwei weitere Wahlen zeitgleich stattfanden. Viele Mitbürger hätten sich sicherlich gewünscht, dass auch die Landratswahl mit der Landtagswahl am 13. März 2016 zusammengelegt worden wäre. Aufgrund der in der Landkreisordnung festgelegten Fristen war dies aber nicht möglich.
„Viel erreicht. Viel vor.“ So lautet das Motto der Wahlkampfbroschüre, mit der derzeit für Dr. Alexander Saftig geworben wird. Der 58-Jährige lebt heute in Kottenheim, hat aber auch in anderen Kommunen des Landkreises in seiner Kindheit Spuren hinterlassen: Geboren ist er in Weißenthurm. Dort und in Saffig besuchte er auch die Volksschule. Es folgte das Kurfürst-Salentin-Gymnasium in Andernach. Das Studium der Rechtswissenschaften absolvierte der Jurist in Mainz. Es folgte ein weiteres Studium in Kiel.
Seit 1985 ist er im öffentlichen Dienst tätig. Stationen waren die Bezirksregierung in Trier und Koblenz, die Kreisverwaltungen in Daun und Ahrweiler, das Polizeipräsidium Mainz und die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz. Im Jahr 1997 wurde er Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel. Dem Kreistag Mayen-Koblenz gehört er seit 1999 an.
Nicht ohne Grund wirbt die CDU mit den Schlagworten „echt, unverfälscht und authentisch“. Dr. Saftig gilt als extrem heimatverbunden. Sein Lieblingsgericht ist „Döppekoche“. Seinen historischen VW-Käfer hegt und pflegt er, auch wenn sein Amt als Kreisoberhaupt ihm wenig Freizeit lässt. Er ist kein Landrat, der nur in der Kreisverwaltung zu finden ist. Gern und häufig nimmt er Außentermine im gesamten Kreisgebiet wahr, was sicherlich auch seine parteiübergreifende Beliebtheit erklärt.
„Wir haben im Landkreis in den vergangenen Jahren in großer Gemeinsamkeit von Politik, Verwaltung, Gesellschaft und mit unzähligen Männern und Frauen in ihren Ehrenämtern sehr viel für unseren Kreis Mayen-Koblenz bewegt. Reicht das? Nein, ich möchte mich nicht darauf ausruhen, sondern weiter die Ärmel hochkrempeln“, schreibt Saftig in der erwähnten Werbebroschüre. Damit ihm dies möglich ist, bittet er um das Vertrauen, damit er weitere acht Jahre für den Landkreis Mayen-Koblenz tätig sein kann.
GH
