Politik | 17.01.2017

Mitgliederversammlung des CDU Gemeindeverbandes Wachtberg

Dr. Angelika Pick und Joachim Heinrich sind neue Stellvertreter von Jörg Schmidt

Der Vorsitzende wurde mit großer Mehrheit wiedergewählt – Bürgermeistersitz in Wachtberg soll bei der nächsten Kommunalwahl zurückerobert werden

Wachtberg-Niederbachem. Einige Veränderungen gibt es im Vorstand der Wachtberger CDU nach der Jahreshauptversammlung im Hotel Dahl in Niederbachem.

Vorsitzender bleibt Jörg Schmidt, der die Zustimmung von 39 der 45 anwesenden Mitgliedern bei vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung erhielt. Seine beiden Stellvertreter Rita Braun und Franz-Josef Jäger kandidierten beide nicht mehr, neue stellvertretende Vorsitzende wurden Dr. Angelika Pick und Joachim Heinrich. Bestätigt wurden Geschäftsführer Jörg von Wülfing, sein Stellvertreter Andreas Netterscheidt, Pressesprecherin Anja Rüdiger und Schatzmeister Frank Bauer-Siewert, dessen neuer Stellvertreter Harald Ruppert ist. Zu Beisitzern wurden gewählt Hartmut Beckschäfer, Bernd Düsterdiek, Ralf Eberwein, Christoph Fiévet, Marco Heck, Anna Heck-Hansen, Ute Hein, Reinhard Hertz, Franz-Josef Jäger und Christian Stock.

Zeichen der Solidarität unter Demokraten

Ursprünglich hätte die Mitgliederversammlung schon am 8. Dezember vergangenen Jahres im Hotel Görres in Villip stattfinden sollen, war aber vom Vorstand der Wachtberger CDU verschoben worden, weil die sozialdemokratische Bürgermeisterin Renate Offergeld dort Hausverbot hatte. Es könne nicht sein, dass eine demokratisch gewählte Repräsentantin der Gemeinde Wachtberg von öffentlichen Veranstaltungen ausgeschlossen und damit an der Ausübung ihrer Pflichten gehindert werde, begründete Schmidt diese Entscheidung. Ihm sei klar, dass dies nicht die Zustimmung aller Mitglieder gefunden habe. „Das hatte aber nichts mit einer vermeintlichen Unterstützung einer SPD-Bürgermeisterin zu tun, sondern mit der notwendigen Solidarität unter Demokraten“, machte er klar. Diese Entscheidung habe der CDU Wachtberg sehr genutzt und ihr Image in der Bevölkerung stark verbessert, war Schmidt überzeugt. An diesem Abend war Offergeld dennoch nicht Gast der Christdemokraten.

Schmidt hatte zuvor einen Bericht über die zwei Jahre gegeben, in denen er nun der CDU in Wachtberg vorsteht. „Ich habe vor allem gelernt, dass sich nicht alles so schnell erledigen lässt, wie man es sich wünscht.“

Dennoch mache es Spaß, etwas für Wachtberg und für die CDU zu tun. Die Partei habe im Drachenfelser Ländchen mittlerweile 237 Mitglieder, das seien sieben weniger als zu Beginn seiner Amtszeit. Deshalb sei auch die Mitgliederwerbung eine wichtige Aufgabe für die Zukunft. Besonders mit den kritischen Bürgern müsse man viel mehr reden, denn dabei könne man Meinungen hören, „die wir verarbeiten und denen wir uns stellen müssen.“ Die Christdemokraten dürften nicht im geschlossenen Kämmerlein bleiben, sondern müssten besonders dort überzeugen, wo man es bislang noch nicht geschafft habe.

Vor Ort ein positives Bild vermitteln

„Wir müssen vor Ort sein, ein positives Bild unserer Partei vermitteln und unsere Erfolge besser verkaufen. Wir müssen den Bürgern sagen, wofür die CDU in Wachtberg steht und wie wir Wachtberg in die Zukunft führen wollen.“ Schmidt wünschte sich zudem mehr Geschlossenheit innerhalb der Wachtberger CDU, die sei in der jüngsten Vergangenheit etwas abhandengekommen. „Wir sind die bestimmende Kraft in Wachtberg und müssen noch mehr Boden gewinnen“, war er überzeugt, dass die CDU als Kümmerer wahrgenommen werden müsse, um spätestens bei der Kommunalwahl 2020 den Bürgermeistersitz in Wachtberg zurückerobern zu können.

Das wünschte sich auch die Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager in ihrem Grußwort. „Wir müssen mehr auf die Bürger zugehen und sie von unserer Arbeit überzeugen, dabei müssen wir die Ureinwohner stärker mit einbinden als bisher“, so ihr Rat. Man müsse Veranstaltungen in den einzelnen Ortsteilen anbieten und sich der Themen vor Ort verstärkt annehmen. Und der CDU-Landtagskandidat Oliver Krauß, der bei der Landtagswahl das Direktmandat für die CDU verteidigen möchte, wusste: „Die CDU war immer dann erfolgreich, wenn sie sich mit dem politischen Gegner beschäftigt hat und nicht mit sich selbst.“

JOST

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