Politik | 19.02.2020

Gemeinsamer Bürgermeisterkandidat von SPD, Grünen und „Die Swisttaler“

Dr. Christian Böse tritt an mit dem Motto: „Gestalten statt verwalten“

Der parteilose promovierte Agrarökonom sieht seine Schwerpunkte in der Bildung, der Energiewende und der Digitalisierung der Verwaltung

SPD, Grüne und „Die Swisstaler“ unterstützen Dr. Christian Böse bei der Bürgermeister Kandidatur (von links): Udo Ellmer, Joachim Euler, Gisela Hein, Tobias Leuning, Dr. Christian Böse, Johanna Bienentreu, Herbert Waskow, Pierre Oster und Karl-Heinz Peters.Foto: JOST

Swisttal. „Gestalten statt verwalten“ – mit diesem Motto will Dr. Christian Böse (58) neuer Bürgermeister der Gemeinde Swisttal werden. Der promovierte Agrarökonom wird von der SPD, den Grünen und der Wählergruppe „Die Swisttaler“ gemeinsam in die Bürgermeisterwahl am 13. September geschickt und soll Amtsinhaberin Petra Kalkbrenner (CDU) ablösen. Möglicherweise stoßen auch noch die FDP und die Wählergruppe „Bürger für Swisttal“ zu den Unterstützern, hier sei man in vielversprechenden Gesprächen, berichtete SPD-Ortsvereinsvorsitzender Tobias Leuning bei einem Pressegespräch in Odendorf. Als Parteiloser sitzt Böse seit 16 Jahren für die SPD im Swisttaler Rat und war außerdem von 2004 bis 2009 Vizebürgermeister der Gemeinde.

„Swisttal steht vor zahlreichen Herausforderungen, denen ich mich mit Elan und Engagement widmen will“, begründete Böse seine Kandidatur. Seine Schwerpunktthemen sieht er in der Bildung, der Energiewende und der Digitalisierung. In die Politik sei er gekommen, als er sich bei einer Bürgerinitiative zur Verbesserung des Schulangebots in Swisttal engagiert habe. „Wir haben damals erreicht, dass die Hauptschule in Heimerzheim um einen Realschulzweig erweitert wurde“, blickte er zurück. „Das zeigt, dass sich Einsatz lohnt, wenn man etwas bewegen will.“ Nunmehr gehe es darum, ein ganzheitliches und finanzierbares Schulkonzept für Swisttal zu entwickeln, so der verheiratete Vater zweier erwachsener Töchter. Das Konzept solle zum einen die Kooperation und den Erfahrungsaustausch zwischen den Grundschulen stärke und zum anderen mit der Gründung der Gesamtschule die erste Schule für alle Swisstaler schaffe, die mit einem erstklassigen Angebot auch zum Abitur führe.

Große Erfahrung in Sachen Digitalisierung

In Sachen Digitalisierung der Verwaltung hat der gebürtige Westfale große Erfahrung sammeln können in seiner Zeit als Wirtschaft- und Politikberater, die ihn in mehr als 20 Länder Mittel- und Osteuropas sowie in einige Entwicklungsländer führte. Er sei nach der Unabhängigkeit der Baltischen Staaten in Lettland und Estland maßgeblich an der Umstrukturierung von Ministerien und an der Schulung der Mitarbeiter beteiligt gewesen, sagt er. „Kaum ein Land hat die Digitalisierung der Flächenverwaltung so vorangetrieben wie Estland. Da schauen wir uns jetzt für Swisttal und für ganz Deutschland etwas ab.“ Als ehemaliger stellvertretender Geschäftsführer bei einer E.ON Bioenergie-Tochter und jetzt mit eigenem Beratungsunternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien arbeite er zudem am Gelingen der Energiewende mit und engagiere sich aktiv gegen die Klimakrise. „Swisttal steht in diesem Bereich nicht schlecht da, aber insbesondere bei Solarenergie, Geothermie und der Energieeffizienz können wir noch richtig viel rausholen.“ Mittelfristiges Ziel müsse es sein, die Gemeinde Swisttal klimaneutral zu machen.

Der passende Kandidat zur richtigen Zeit

Leuning und seine Mitstreiter vom Vorstand der Swisttal SPD sind überzeugt: „Er ist der passende Kandidat zur richtigen Zeit.“ Die Mitgliederversammlung am 19. März werde letztlich über die Bürgermeisterkandidatur entscheiden, der Vorstand schlage ihn dafür einstimmig vor. Auch Grünen-Vorsitzender Udo Ellmer weiß: „Die nächsten fünf Jahre werden wir Swisttal in jeder Hinsicht sehr anspruchsvoll. Aus diesem Grund brauchen wir Wirtschaft- und Finanzkompetenz anstatt eines Verwaltungsjuristen – wir brauchen jemanden, der die anstehenden Großprojekte managen kann.“ Auch Karl-Heinz Peters („Die Swisttaler“) fand, die Potenziale der Gemeinde seien politisch, strategisch und konzeptionell bei weitem nicht ausgeschöpft worden. Böse stehe für eine effizientere Verwaltung, die sich dem notwendigen Digitalisierungsprozess stelle und trete für eine transparente Bürgerbeteiligung in den wichtigen Fragen der anstehenden Zukunftsentscheidungen Swisttal ein. JOST

SPD, Grüne und „Die Swisstaler“ unterstützen Dr. Christian Böse bei der Bürgermeister Kandidatur (von links): Udo Ellmer, Joachim Euler, Gisela Hein, Tobias Leuning, Dr. Christian Böse, Johanna Bienentreu, Herbert Waskow, Pierre Oster und Karl-Heinz Peters.Foto: JOST

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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