Politik | 31.10.2018, 10:59 Uhr

Wachtberger Gemeinderat entschied mit Mehrheit

Dreifach-Turnhalle wird umbenannt in „Fred-Münch-Sporthalle“

Oliver Henkel (Grüne) wollte die Halle anlässlich des 50. Geburtstag der Gemeinde Wachtberg lieber in „Wachtberg-Halle“ umbenennen

Wachtberg. Die Dreifach-Turnhalle am Schulzentrum in Wachtberg soll umbenannt werden in „Fred-Münch-Sporthalle“.

Das beschloss der Gemeinderat bei neun Gegenstimmen und drei Enthaltungen in seiner letzten Sitzung. Lediglich die CDU und SPD schlossen sich dem Vorschlag an, den die „Gemeinschaft Wachtberg Ehrenamtsträger“ unterbreitet hatte.

Ehrenbürgermeister Peter Schmitz als Vorsitzender der Gemeinschaft der Ehrenamtsträger sowie Altbürgermeister Paul Giersberg als deren Sekretär wollten mit ihrem Vorschlag den langjährigen Gemeindedirektor und Ersten Ehrenbürger der Gemeinde Wachtberg nicht in Vergessenheit geraten lassen. Neue Straßen habe die Gemeinde Wachtberg nicht allzu viele, und Umbenennungen seien oft kompliziert, hieß es. Den Vorschlag von Bürgermeisterin Renate Offergeld (SPD), den Vorplatz vor dem Pecher Feuerwehrhaus nach ihm zu benennen, werde von der Familie nicht akzeptiert. „Die Angehörigen sagen, Fred Münch habe in Berkum sein Leben verbracht und dort gewirkt“, argumentieren sie in dem Antrag auf Namensgebung für die Dreifach-Sporthalle.

Deshalb würden sich die Ehrenamtsträger freuen, wenn 15 Jahre nach dem allzu frühen Tod von Fred Münch die Halle nach ihm benannt werden könne. „Fred Münch hat Akzente gesetzt und die Entwicklung der Gemeinde maßgeblich im positiven Sinne geprägt“, ergänzte Paul Lägel (SPD). Das wollte auch Oliver Henkel (Grüne) nicht abstreiten, doch er gab zu bedenken, dass die Gemeinde Wachtberg im kommenden Jahr 50 Jahre alt werde und man diese Gelegenheit nutzen solle, ein Symbol für die ganze Gemeinde zu schaffen, indem man die Sporthalle stattdessen in „Wachtberg-Halle“ umbenenne. Diese Idee konnte auch Helga Frohberg (FDP) etwas abgewinnen und sah ebenfalls die Sporthalle als geeignetes Objekt an, ein „Dokument“ zu schaffen für die ganze Gemeinde. Abgesehen davon stehe die Sporthalle auf dem Gelände der Hans-Dietrich-Genscher-Sekundarschule, „und zwei Personen auf einem Gelände sind zu viel, dann kommt Hans-Dietrich Genscher auch zu kurz.“ Auch sie plädierte dafür, Fred Münch woanders ein Denkmal zu setzen. Doch letztlich setzten sich die Befürworter der Umbenennung in „Fred-Münch-Sporthalle“ durch.

JOST

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