Drohende Absagen zu OGS-Plätzen beunruhigen Eltern
Meckenheim. Mit großer Sorge blicken die Eltern der Meckenheimer OGS-Kinder in die Zukunft. Aktuell werden 576 Kinder in Meckenheim in der OGS betreut. Der Meckenheimer Doppelhaushalt sieht aber nur 550 OGS-Plätze vor. Aufgrund der aktuellen Anmeldezahlen an den Schulen und den entsprechenden Bedarfsanmeldungen für eine OGS-Betreuung ist bereits jetzt bekannt, dass bei Umsetzung der genannten Obergrenze derzeit etwa 56 Kinder an den von der KiJu Meckenheim betreuten Offenen Ganztagsschulen keinen Platz bekämen.
Die OGS-Elternschaft, allen voraus Ulrike Schmuck als OGS-Elternpflegschaftsvorsitzende der KGS, hat sich in den vergangenen Monaten immer wieder an Bürgermeister Holger Jung gewendet. Dieser sagte Gespräche zu, konkret anberaumt wurden sie leider nie. „Daher haben wir dem Bürgermeister im November erneut geschrieben und um den mehrfach zugesagten Termin gebeten. Leider gab es hierzu keinerlei Reaktion aus dem Rathaus, so dass wir uns nun leider gezwungen fühlen im Sinne unserer Kinder und deren Familien den Weg an die mediale Öffentlichkeit zu wählen.“ schildert Schmuck die Anfang November zwischen den Elternvertretern vereinbarten Vorgehensweise. „Es scheint, als habe selbst unsere Demonstration im Frühjahr vor dem Ratssaal den Verantwortlichen im Rathaus nicht die Augen geöffnet.“
Über kurz oder lang, spätestens wenn kommendes Jahr Kinder abgelehnt würden, oder es gar zu einer Kürzung des bestehenden Betreuungsangebotes käme, stünden die Meckenheimer Kinder und deren Eltern vor einem Problem, das möglicherweise gelöst werden kann, wenn man es rechtzeitig angeht.
Darüber hinaus wird sich der Bedarf an OGS-Plätzen in den kommenden Jahren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiter erhöhen. Meckenheim bezeichnet sich als familienfreundliche Stadt. Meckenheim weist Neubeugebiete aus (bspw. Merler Keil III, Weinberger Gärten und Rücklage Kottenforst (Lüftelberg)). Hier werden sich, dem bisherigen Trend folgend, verstärkt junge Familien ansiedeln. Die Eltern dieser Familien werden Betreuungsplätze für ihre Kinder benötigen. Bleibt es bei den 550 im Haushalt festgeschriebenen OGS-Plätzen, müsste an der OGS der KGS Merl eine Gruppe geschlossen und zwei pädagogische Fachkräfte entlassen werden. Insgesamt ist die OGS-Finanzierung der Stadt, auch bspw. im Hinblick auf Kostensteigerungen bei den Trägern, für die Zukunft nicht gesichert. „Die Eltern begreifen die aktuelle Situation als konzeptlos und als besorgniserregend. Die Verweigerung eines Dialogs lässt für viele Familien eine sichere Planung von Familie und Beruf nicht zu.“ schließt Schmuck ihre Ausführungen.
Pressemitteilung der Elternbeiräte der Meckenheimer OGS EGS
Meckenheim, KGS Meckenheim, sowie KGS Meckenheim-Merl
