Politik | 09.07.2026, 13:04 Uhr

Gesundheitsschutz bei Hitze

Effektiver Hitzeschutz und Klimaanpassung in Remagen gegen Hitzeextreme

innovatives Stadtmöbel zur intelligenten Verschattung in Begur/ Nordspanien
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Remagen. Der Klimawandel mit seinen derzeitigen Hitzeextremen ist in unserer Region bereits heute spürbar. Dies hat erhebliche Folgen für die menschliche Gesundheit, das Wohlbefinden und das Gesundheitssystem. Hitze kann bestehende Beschwerden wie Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege oder der Nieren verschlimmern und bei bestimmten Medikamenten teils schwerwiegende Nebenwirkungen auslösen. In Hitzeperioden ist ein deutlicher Anstieg bei den Sterbefällen zu beobachten. Daten des Robert-Koch Instituts belegen die Dramatik: Allein bis zum 28. Juni 2026 gab es deutschlandweit bereits mehr als 5000 hitzebedingte Todesfälle, in den beiden Sommern zuvor waren es jeweils ca. 3000 Hitzetote, wobei insbesondere Menschen über 75 Jahre betroffen waren. In Remagen erreichten wir Ende Juni Temperaturspitzen von bis zu 40 Grad. Die katastrophalen Zustände in Köln – von überlasteten Rettungsdiensten bis hin zu gefüllten Kühlhäusern der Friedhöfe – sollten uns als Warnsignal dienen.

Die Hitze beeinträchtigt insbesondere ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, aber auch kleine Kinder und Schwangere sind gegenüber diesen Extremtemperaturen sehr anfällig. Um den gesundheitlichen Herausforderungen durch Hitze entgegenzuwirken, ist deshalb ein effektiver Hitzeschutz erforderlich.

Remagen verfügt seit 2025 über ein Klimaanpassungskonzept, dessen Umsetzung viel auf eine klimaorientierte bauliche Anpassung mit eher langfristigen Maßnahmen setzt. Diese werden jedoch erst in die Umsetzung kommen, sobald von Bund und Land die erforderliche finanzielle Unterstützung bereitgestellt wird. Durch die jetzige Hitzesituation wurde aber deutlich, dass es sofortiger Maßnahmen bedarf, um die Bevölkerung schützen zu können. Deshalb setzen sich die Remagener Grünen für die sofortige Umsetzung der gesundheitsbezogenen Maßnahmen aus dem Klimaanpassungskonzept ein:

- Die Einrichtung von Kälte-Inseln: Dies sind kühle oder kühlbare Räume, die in akuten Hitzeunwettern zur Abkühlung für ein paar Stunden aufgesucht werden können. Hierfür ist das Foyer der Rheinhalle mit seiner Klimaanlage bestens geeignet. Auch Kirchen oder größere Keller (z.B. Oberwinterer Weinkeller) kämen als „Kühlräume“ infrage.

- Aufbau von „Trinkpatenschaften“ unter Koordination durch die Stadt. Freiwillige schauen während Hitzewellen bei vulnerablen Personen vorbei und animieren sie zum Trinken und was je nach Situationen noch notwendig ist.

Kurzfristig können zusätzliche Verschattungsmaßnahmen durch „Stadtmöblierung“ wie z.B. Sonnensegel oder Vernebelungsanlagen Linderung verschaffen. Dies würde Großveranstaltungen wie den anstehenden Jakobsmarkt erträglicher machen und die Besucher schützen.

Verneblungsanlage in Genf

Verneblungsanlage in Genf Foto: Bettina Fellmer

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innovatives Stadtmöbel zur intelligenten Verschattung in Begur/ Nordspanien Foto: Bettina Fellmer

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