Politik | 21.10.2019

Andrea Nahles gibt das letzte Interview als Politikerin BLICK aktuell

Ein Abschied mit Symbolwirkung

Wie die deutsche Presse auf das Interview reagiert

In Sinzig gab Andrea Nahles nach eigener Aussage ihr letztes Interview als Politikerin. Sie sprach mit Hermann und Corinna Krupp (re.).Foto: pape

Sinzig. Andrea Nahles war zu Gast im KRUPP Medienzentrum, um mit Hermann und Corinna Krupp ein Redaktionsgespräch zu führen. So weit, so üblich: Eine Politikerin spricht mit dem Chefredakteur der Heimatzeitung, die in ihrem ehemaligen Wahlkreis erscheint. Dieses Redaktionsgespräch allerdings schlug größere Wellen als gewöhnlich: Es soll Andrea Nahles‘ letztes Interview als Politikerin bleiben.

Zahlreiche Zeitungen deutschlandweit druckten im Nachgang eine knappe Zusammenfassung des Interviews. Die Deutsche Presse-Agentur dpa gab eine Meldung dazu heraus, die von vielen Zeitungen und Onlineportalen adaptiert wurde: darunter das Handelsblatt, n-tv, die Stuttgarter Nachrichten und viele mehr. Während diese sich primär auf den Inhalt des Gesprächs bezogen, setzte sich ein Beitrag des politischen Magazins „Cicero“ explizit damit auseinander, dass Nahles ihr letztes Interview als Politikerin nicht der Hauptstadtpresse, sondern der Heimatzeitung BLICK aktuell gab.

Unter dem Titel „Voll auf die Presse“ thematisiert das „Magazin für politische Kultur“ Cicero, dass das Interview „nicht etwa in der FAZ, der Zeit, der Welt oder Cicero – sondern [in] Blick Aktuell“ erschienen sei. Was von einem Kommentator als „eingeschnappter“ Beitrag des Cicero gelesen wird, weil nicht das eigene Medium für dieses Interview gewählt worden sei, weist durchaus auf einen außergewöhnlichen Umstand hin. Es ist ein deutliches Zeichen seitens Andrea Nahles, dass sie nun heimgekehrt ist in ihre Eifel. „Deutlicher hätte sie sich kaum von der Bundespolitik und der dazugehörigen Hauptstadtpresse verabschieden können“, schreibt der Cicero.

-MX-

In Sinzig gab Andrea Nahles nach eigener Aussage ihr letztes Interview als Politikerin. Sie sprach mit Hermann und Corinna Krupp (re.).Foto: pape

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