Politik | 23.06.2026, 12:58 Uhr

Herstellung der Straße „Am Gartenschwimmbad“ und Infrastruktur für die Ahrweiler Feuerwache

Diewald: „Da hat uns der LBM in die Bredouille gebracht“

Die Straße „Am Gartenschwimmbad“ wird für 2,1 Millionen Euro fit für den Verkehr zum Are-Gymnasium und zum neuen Hallen- und Freizeitbad gemacht.  Foto: GS
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Rat der Kreisstadt hat die Vorplanung zur flutbedingten Wiederherstellung der Straße „Am Gartenschwimmbad“ freigegeben und die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) mit der weiteren Umsetzung beauftragt. Bestandteil der Maßnahme ist die Wiederherstellung der Verkehrsanlagen einschließlich einzelner Entwässerungseinrichtungen.

Die Straße hat laut Stadt eine besondere Bedeutung für die zukünftige Erschließung des Quartiers: Im Zuge des Wiederaufbaus sollen das Are-Gymnasium Anfang 2028 den Schulbetrieb wiederaufnehmen sowie am Standort des ehemaligen Hallen- und Freizeitbades Twin ein neues Schwimmbad entstehen. Darüber hinaus ist die Straße Bestandteil der zukünftigen Schülerbeförderung. Im Rahmen der Bestands- und Baugrunduntersuchungen wurden erhebliche Schäden am Straßenoberbau festgestellt. Die vorhandene Verkehrsfläche entspricht damit nicht mehr den heutigen technischen Anforderungen, sodass ein Vollausbau erforderlich wird.

Die Maßnahme umfasst laut Planer Christoph Weber den Vollausbau der Fahrbahn in Asphaltbauweise einschließlich neuer Gehwege, barrierefreier Querungsstellen, vier barrierefreier Bushaltestellen sowie einer Neuordnung der Verkehrsflächen. Zusätzlich werden die Straßenentwässerung, die Beleuchtung, die Beschilderung und die Markierung erneuert. Ergänzend sind punktuelle grabenlose Sanierungsmaßnahmen am Hauptkanal sowie die Erneuerung einiger weniger beschädigter Anschlussleitungen vorgesehen.

Tempo 30 am Are-Gymnasium

Die zu überplanende Fläche beträgt 4200 Quadratmeter, die Baustrecke hat eine Länge von 300 Metern. Ziele der Maßnahme sind eine nachhaltige Wiederherstellung der Verkehrsinfrastruktur, die Verbesserung der Verkehrssicherheit unter anderem durch Tempo 30, der barrierefreier Ausbau der Bushaltestellen und Gehwege, die Förderung des Radverkehrs, die Sicherstellung der Erschließung des Are-Gymnasiums und des zukünftigen Schwimmbades sowie der Schutz und Erhalt des vorhandenen Baumbestandes. Ursprünglich geplant ist eine Einbahnführung von der Mittelstraße aus. Inwieweit dennoch eine Zufahrt von der Landgrafenstraße aus zu den Parkplätzen der Tennisanlage ermöglicht werden könnte, soll im weiteren Planungsverlauf diskutiert werden.

Die geschätzten Kosten für die Maßnahme betragen für den Straßenbau rund 2,1 Millionen Euro. Die Finanzierung soll zum heutigen Stand zu 100 Prozent über den Wiederaufbau erfolgen, ein bewilligter Förderantrag liegt derzeit jedoch noch nicht vor.

Unverständnis für Landesbetrieb

Eigentlich wollte der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) auch die Ramersbacher Straße im Zuge der L 85 wiederherstellen und mit Gehwegen und Fahrradschutzstreifen ausbauen. Eigentlich - denn Anfang April 2026 teilte der LBM der Stadt mit, dass die Maßnahme im Haushalt 2026 aufgrund von Einsparungen im Landeshaushalt nicht aufgenommen wurde. Daher ist eine Ausschreibung und Vergabe in diesem Jahr nicht möglich. Auf Nachfrage der Verwaltung teilte der LBM mit, dass eine Beteiligung an einer Gemeinschaftsmaßnahme im Tiefbau für die Erschließung der im Bau befindlichen Ahrweiler Feuerwache mit der notwendigen Infrastruktur in 2026 nicht möglich ist, jedoch der Verkehrswegebau zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen werde. „Da hat uns der LBM in die Bredouille gebracht. Wir sind für das Feuerwehrhaus in Zugzwang und mussten eigene Ausschreibungen machen“, sagte Stadt-Vize Peter Diewald im Rat. Ein Umstand, der quer durch die Fraktionen als „nicht nachvollziehbar“ kritisiert wurde und der letztlich noch auf das Konto der alten Landesregierung geht, wie Diewald anmerkte. Auf eine Seitens der Stadt dem LBM angebotene Zwischenfinanzierung für die gemeinsame Durchführung sei der Landesbetrieb nicht eingegangen.

Damit die neue Feuerwache ab Mitte 2027 den Betrieb aufnehmen kann, werden ab Mitte Juli 2026 in der Ramersbacher Straße jedoch seitens der Stadt daher Tiefbauarbeiten durchgeführt: Kanalbauarbeiten ab der Ahrtorbrücke bis einschließlich zur Straße „Am Schwimmbad“. Wasserleitungsbau ab dem Schieberkreuz Brückenstraße/Kalvarienbergstraße bis zum Schieberkreuz „Am Schwimmbad“/Gierenzheimer Straße. Fernwärmeleitung ab der Schützenstraße über die Ramersbacher Straße bis zur Eifelstraße. Stromversorgung ab der Ortsnetzstation Kalvarienbergstraße über die Ramersbacher Straße bis zur Ortsnetzstation Eifelstraße. Die Arbeiten sollen bis Ende Mai 2027 abgeschlossen sein. GS

Die Straße „Am Gartenschwimmbad“ wird für 2,1 Millionen Euro fit für den Verkehr zum Are-Gymnasium und zum neuen Hallen- und Freizeitbad gemacht. Foto: GS

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