Politik | 02.03.2017

Zum Gedenken an die Opfer der Brückensprengung am 9. März 1945

Ein Augenzeuge wird 100

Werner JohannKeßler überreichtAlbin F. Irzyk seinGeschenk.Foto:Privat

Engers. Der amerikanische Panzergeneral Albin F. Irzyk wurde 100 Jahre alt. Er ist einer der letzten noch lebenden Augenzeuge, der die Sprengung der Kronprinz-Wilhelm-Brücke Urmitz-Engers am 9. März 1945 live erlebte. Vor zwei Jahren wurde er in seinem Haus in West Palm Beach, Florida, von Werner Johann Keßler interviewed.

Obwohl es verboten war, Aufzeichnungen zu machen, sie hätten in die Hand des Feindes fallen können, zeigte der General anhand seines Kriegstagebuch genau auf, wo er sich morgens am 9. März 1945, 7:30 Uhr befand und was er genau, vom Turm seines Panzers beobachtete: Bei der Sprengung befanden sich Menschen auf der Brücke, Tiere und Fahrzeuge, die in den Rhein stürzten und ums Leben kamen.

Bei der Übergabe des Geschenks an seinem 100. Geburtstag wiederholte er, was er auch in seinen Veröffentlichungen kundtat: „I was there. I saw it“. Ich war dort und habe es gesehen.

Sichtlich gerührt nahm er die Geschenke entgegen: Jeweils ein Bildband über Neuwied und Urmitz von Oberbürgermeister Nikolaus Roth und dem Bürgermeister von Urmitz, Norbert Bahl.

Vom Engerser Convent erhielt er eine Meissner-Porzellan-Medaille mit dem Kürfürstlichen Schloss und dem Schutzpatron der Kath. Pfarrgemeinde, Sankt Martin. Ebenso erhielt er eine Handarbeit von Manfred Kramer mit den Bildern der Brücke und einer Widmung mit dem Dank an General Irzyk für seinen Einsatz zur Befreiung Deutschlands vom Nazi-Regime und der Diktatur.

Die zahlreichen Kinder, Enkel und Urenkel trugen ein T-shirt: Irzyk – seit 1917 und trugen zum Gelingen der „Garden-Party“ bei.

„Es war für mich und meine Frau ein außergewöhnliches, berührendes Erlebnis, welches unvergesslich bleiben wird.“, so Keßler. In Erinnerung an die Brückensprengung am 9. März 1945, 7:30 Uhr findet am Donnerstag, 9. März, 7:30 Uhr auf Engerser Seite an der Gedenktafel für die Opfer ein Gedenken statt.

Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde werden anwesend sein und die Glocken von Engers und Urmitz werden um 7:30 Uhr läuten, um an das furchtbare Geschehen zu erinnern als Mahnung und Hoffnung auf weiterhin friedvolle Zeiten, die ein solches Geschehen hoffentlich unmöglich machen.

Werner Johann Keßler überreicht Albin F. Irzyk sein Geschenk. Foto:Privat

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