Politik | 11.12.2017

Der Neubau der Integrativen Kindertagesstätte der Verbandsgemeinde Weißenthurm ist fast fertig

Ein Kita-Leuchtturmprojekt für die Region

Bürgermeister Georg Hollmann stellte den 3,5 Millionen Euro teuren Flachbau vor

(v.li.) Georg Hollmann, Marion Weber und Sven Norman freuen sich mit den Planern (re.) über die baldige Fertigstellung.HEP

Mülheim-Kärlich. „Lass mich ein Kind sein, sei es mit“, schrieb einst Friedrich von Schiller und das würde man gerne, wenn man in die fast fertige Integrative Kindertagesstätte der Verbandsgemeinde Weißenthurm gehen könnte.

Dieser helle freundliche Neubau in der Gebrüder-Pauken-Straße im Gewerbepark Mülheim-Kärlich dürfte für die Region ein Kita-Leuchtturmprojekt werden. Denn Konzept und Gebäude können einfach nur begeistern. Da wird der Boden durch große farbige Kreise aufgelockert, die sich in den Lampen an der Decke wiederholen. In der Mitte ein 84 Quadratmeter großes Atrium, in dem bereits ein Spitzahornbaum wächst und fast alle Räume setzen sich fort durch einen überdachten Außenbereich. Jetzt stellten Georg Hollmann, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, mit Sven Normann, Leiter des Kita-Bereichs in der Verwaltung und Kita-Leiterin Marion Weber das 3,52 Millionen Euro teure Projekt vor.

Zeitplan wurde eingehalten

„Am 1. Januar ist der Neubau fertig, das hat mir Architekt Jörg Fischer versprochen“, erklärte Georg Hollmann und weiter: „Der erste Spatenstich war im Juni 2016 und wir liegen gut im Zeitrahmen.“

Für den Integrativen Kindergarten der VG Weißenthurm, sie ist nicht nur Bauherr, sondern auch Träger, gibt es jedoch Zuschüsse: Etwas mehr als 285.000 Euro vom Land, fast 220.000 Euro vom Kreis Mayen-Koblenz und vermutlich über 5 Jahre Zuschüsse von etwa 500 000 Euro aus der Eingliederungshilfe, sodass die VG rund 2,45 Millionen Euro schultern muss.

Die Neue Kita, ein Name dafür wird noch gesucht, hat vier Gruppen und später 80 Kinder, davon sind zehn beeinträchtigt. Für sie stehen zwei Räume, einer für Physio- und Ergotherapie, der andere für Logopädie und Psychologie zur Verfügung.

Sven Normann verwies darauf, dass man hier eng mit dem Heilpädagogisch-Therapeutischen Zentrum (HTZ) in Neuwied zusammenarbeitet und deren Mitarbeiter in die neue Kita kämen: „Die Kinder können aber ihre Behandlung auch mit ihrem Therapeuten fortsetzen, denn wir stellen die Räume auch den Externen zur Verfügung.“ In dem über 1300 Quadratmeter großen Flachbau, die Nutzfläche beträgt fast 1000 Quadratmeter, sind eingebunden vier Gruppenräume inklusive eines U-3 Gruppenraums mit 45 Quadratmetern und entsprechenden Nebenräumen. Denn in der neuen Kita werden Kinder von ein bis sechs Jahre aufgenommen.

Dann gibt es einen Mehrzweckraum von 105 Quadratmetern, da hier der Flur integriert werden kann, Personal- und Technikräume mit Küche von 175 Quadratmetern und pädagogische Fachräume mit 60 Quadratmetern. Wärme kommt von einer elektrischen Luft-Wärmepumpe mit Photovoltaikunterstützung.

Aber warum wurde die Kita auf ein 4300 Quadratmeter großes Grundstück auf „der grünen Wiese“ gebaut? „Von grüner Wiese kann man hier nicht reden“, führte Bürgermeister Georg Hollmann aus, „denn wir befinden uns im Gewerbegebiet und bieten Unternehmen Betriebskitaplätze an. Der Bereich ist verkehrlich gut erschlossen und angebunden ans Depot 3. Wir bauen weitere Kitas in Urmitz, Weißenthurm und hier in Mülheim-Kärlich direkt in der Nachbarschaft dieser Integrativen Kita, also eine Fortsetzung.“

Kita-Leiterin Marion Weber, die in dem neuen Haus mit elf Beschäftigten arbeitet, sieht Barrieren bei manchen Eltern, die nicht wollen, dass ihre Kinder mit Beeinträchtigten aufwachsen: „Erziehung und Therapie setzen Vertrauen in das Werden des Kindes voraus, also in seine freie eigene Entwicklung, und so wollen wir hier arbeiten.“ Geöffnet ist die neue Kita ab Januar bereits ab 7 Uhr, dann erwartet die Kinder ein Frühstücksbuffet und für die Ganztageskinder, für die es in der Woche eine 40-stündige Betreuung gibt, ein Mittagessen, das in der hochmodernen Küche vor Ort zubereitet wird. HEP

In den Kita-Räumen wird noch gearbeitet, während das Atrium mit dem Spitzahorn schon fertig ist.

In den Kita-Räumen wird noch gearbeitet, während das Atrium mit dem Spitzahorn schon fertig ist.

Im Gewerbepark Mülheim-Kärlich errichtet die Verbandsgemeinde Weißenthurm dieses Kita-Leuchtturmprojekt.

Im Gewerbepark Mülheim-Kärlich errichtet die Verbandsgemeinde Weißenthurm dieses Kita-Leuchtturmprojekt.

(v.li.) Georg Hollmann, Marion Weber und Sven Norman freuen sich mit den Planern (re.) über die baldige Fertigstellung.Fotos: HEP

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