Ein Six-Pack-Kurs als guter Vorsatz
Mal ehrlich: Haben Sie gute Vorsätze für das Neue Jahr 2017? Ich habe meine Ernährung umgestellt: Die Kekse stehen jetzt links neben dem Laptop. Dem guten Ratschlag folgend, Schwimmen würde schlank machen, wollte ich dann in das Freizeitbad Tauris. Nachdem ich im Fernsehen eine Dokumentation über Blauwale gesehen hatte, wusste ich jedoch: Dieser Ratschlag kann nicht stimmen. Zum Jahreswechsel habe ich mich dann in einem Fitness-Studio für einen sogenannten „Six-Pack-Kurs“ angemeldet. Ich war auch schon zur ersten Stunde vor Ort und war sehr enttäuscht: Niemand hatte ein Bier dabei, noch nicht einmal der Kursleiter.
Insofern halte ich wenig von neuen Vorsätzen. Ich bleibe so, wie ich bin. Allein schon um die zu ärgern, die das stört. Menschen, die mit mir nicht auskommen, müssen eben noch ein bisschen an sich arbeiten. Meine Devise lautet: Positives über mich erfährt man von meinen Freunden, Negatives von meinen Feinden und die Wahrheit von mir.
Keiner weiß, was das Jahr 2017 alles im Detail bringt. Fakt ist jedoch, dass es für unsere Region eine sichtbare Veränderung bringen soll: Voraussichtlich zur Jahresmitte wird der Abriss des 162 Meter hohen Kühlturms erfolgen. Egal wie man zur Atom-Energie steht: Das Bauwerk war ein weithin sichtbares Erkennungszeichen. Ende des Jahres 2017 wird er noch nicht vollständig verschwunden sein. Verlaufen die Arbeiten planmäßig, dann jedoch zumindest zur Hälfte. Mit Abriss-Arbeiten hat man in Mülheim-Kärlich (leider) Erfahrungen. Bei den Grundschulen verliefen diese reibungslos, was auch nicht selbstverständlich ist. Wenige Tage vor dem zurückliegenden Weihnachtsfest machte die Nachricht vom Arbeitsunfall, bei dem ein 60-jähriger Mann in der Reaktorkuppel starb, einmal mehr als deutlich, dass handwerkliche Arbeiten immer mit einem Risiko verbunden sind. Insofern ist einer meiner Wünsche für das Neue Jahr, dass die nun anstehenden Arbeiten zum Abriss des höchsten Gebäudes der Verbandsgemeinde Weißenthurm reibungslos und vor allem unfallfrei verlaufen.
Apropos Unfall: Vor ein paar Tagen habe ich vermutet, dass die „Ur-mitz“ ebenfalls Opfer eines Verkehrsunfalls geworden ist. Nicht nur die „Örmser“ Mitbürger schätzten die Buchsbäume in Form einer Katze auf dem Fahrbahnteiler am Ortseingang L126 bzw. der Brückenstraße als heitere Begrüßung. Umso bedauerlicher ist das Verschwinden der Katze. Sie ist jedoch weder weggelaufen noch durch ein Kraftfahrzeug verletzt worden, sondern vielmehr Opfer einer Krankheit geworden: Der Buchsbaumzünsler ist ein ostasiatischer Kleinschmetterling der erst vor einigen Jahren nach Mitteleuropa eingeschleppt wurde, aber dennoch innerhalb kurzer Zeit enorme Schäden verursacht hat. Auch die „Ur-mitz“ gehört zu seinen Opfern, wie Ortsbürgermeister Norbert Bahl berichtete. Ich bin mir sicher, dass ich nicht der Einzige bin, der sich eine Rückkehr der Buchsbaum-Figur wünscht. Meine Idee: Das Osterfest im Frühling wäre doch der richtige Zeitpunkt für die „Auferstehung“.
Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser von „Blick Aktuell Weißenthurm“, ein tolles Jahr 2017 bei bester Gesundheit mit vielen schönen Augenblicken. Denken Sie daran: Im Garten des Lebens ist Humor der beste Dünger. Nehmen Sie sich also auch im Neuen Jahr genügend Zeit für die lustigen Dinge im Leben (d.h. bleiben Sie weiterhin Leser diese Glosse).
.
Ihr Ausscheller
