Politik | 29.08.2024

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE im Verbandsgemeinderat Maifeld besuchten das „Poecitarium – Auffangstation für Reptilien“ in Polch

Ein Zuhause für Exoten

v.l.n.r.: Frank Meyreis (Ausschussmitglied), Patrick Meyer (Poecitarium), Martina Kolbinger (Ratsmitglied), Birgit Meyreis (Fraktionsvorsitzende), Rene Geßner (Ausschussmitglied), Klaus Meurer (stv. Fraktionsvorsitzender), Osama Rahhal (Ausschussmitglied). Fotos: privat

Polch. Der Betreiber der Reptilienauffangstation Patrick Meyer bat bereits Anfang des Jahres 2024 aufgrund einer erheblichen Stromnachzahlung die Verbandsgemeinde Maifeld um finanzielle Hilfe. Um sich persönlich ein Bild zu machen, wie es inzwischen um die Wirtschaftlichkeit der Station steht, besuchte eine Gruppe der Fraktionsgemeinschaft GRÜNE/LINKE im Verbandsgemeinderat Maifeld Ende August die Auffangstation für Reptilien in Polch.

Die Fraktionsvorsitzende Birgit Meyreis erläutert: „Es ist wirklich faszinierend und gebührt großem Respekt, wie Patrick Meyer mit Herzblut seine Berufung mit der Pflege und dem Schutz der Exoten gefunden hat. Er ist weltweit anerkannter Experte auf diesem Gebiet und schult unter anderem auch die örtliche Polizei und Feuerwehr und bringt in Kindertagesstätten den Kindern und Erzieherinnen und Erziehern diese exotische Tierwelt nahe.“

Klaus Meurer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender ergänzt: „Wir müssen leider feststellen, dass die Zuschüsse vom Land und den Kommunen, die einen Großteil der Einnahmen ausmachen, bei Weitem nicht auskömmlich sind. Hier werden wir uns gerne für eine bessere Finanzierung einsetzen.“

Fast täglich gehen Anfragen zur Unterbringung von Wasserschildkröten und anderen Tieren von den Ordnungsämtern, den umliegenden Tierheimen oder Privatpersonen ein.

Männliche Schildkröten müssen einzeln gehalten werden (sie können sich hier nicht wie in der freien Wildbahn aus dem Weg gehen), somit wird der Raum immer knapper.

Drei Kaimane aus der Gattung der Krokodile leben in der Auffangstation. Derartige Exoten werden eher nicht vermittelt, und so wird auch hier der Raum absehbar knapp, da die Tiere über 1,50 Meter groß werden können und normalerweise mit einem Alter von 40 bis 100 Jahren deutlich über der Lebenszeit der Betreiber der Auffangstation liegen. Auch die Quarantänestation muss dringend erweitert werden, denn alle Neuankömmlinge müssen für mindestens vier Wochen in Quarantäne.

Bereits seit dem Jahr 2017 ist Meyer mit seiner Auffangstation für Reptilien, Amphibien, Wirbellose und Terrarien-und Aquarienexoten tätig und nimmt regelmäßig Tiere auf, die ausgesetzt worden sind (Fundtiere).

Aber auch viele Exoten, die nicht (mehr) artgerecht betreut oder gehalten werden können, finden in Polch ein neues Zuhause.

Grundlage ist hier das Tier- und Artenschutzgesetz. Reptilien und Andere, die in den regulären Tierheimen nicht untergebracht werden können, werden aus dem Raum Mayen-Koblenz und auch aus den Nachbarlandkreisen nach Polch vermittelt. Wie aus der Vereinssatzung zu entnehmen ist, nimmt der Verein die Belange des Tier- und Artenschutzes und der öffentlichen Sicherheit und Ordnung durch die Aufnahme und Betreuung von Reptilien, Amphibien und Wirbellosen, von denen zum Teil auch eine Gefahr für Leib und Leben ausgehen kann, wahr.

Wegen akutem Platzmangel und der dringenden Notwendigkeit von Aus- und Anbauten gibt es zurzeit einen Aufnahmestopp von Tieren, die privat angeboten werden. Aber auch für Fundtiere ist der Platz begrenzt und auch hier muss unter Umständen in absehbarer Zeit ein Aufnahmestopp verhängt werden. Pressemitteilung der

Fraktionsgemeinschaft BÜNDNIS 90/DIEGRÜNEN und

DIE LINKE im Verbandsgemeinderat Maifeld

Wasserschildkröte im Poecitarium Polch.

Wasserschildkröte im Poecitarium Polch.

Kaiman im Poecitarium Polch.

Kaiman im Poecitarium Polch.

v.l.n.r.: Frank Meyreis (Ausschussmitglied), Patrick Meyer (Poecitarium), Martina Kolbinger (Ratsmitglied), Birgit Meyreis (Fraktionsvorsitzende), Rene Geßner (Ausschussmitglied), Klaus Meurer (stv. Fraktionsvorsitzender), Osama Rahhal (Ausschussmitglied). Fotos: privat

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