Politik | 06.07.2023

Ellen Demuth kritisiert das finale Aus für Sprach-Kitas

„Ein herber Rückschritt für unsere Kinder“

Ellen Demuth. Foto: privat

Kreis Neuwied. Gerade die Sprachförderung ist der Schlüssel für frühkindliche Bildung und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft unserer Gesellschaft. „Bildungsministerin Hubig schätzt die täglichen Gegebenheiten in unseren Kitas offenbar anders ein, und sieht leider keinen Bedarf, von Seiten der Landesregierung Maßnahmen zu ergreifen.“

Ende Juni ist das Bundesprogramm der Sprach-Kitas ausgelaufen und somit auch die Fördermittel für Träger. Die SPD-geführte Landesregierung hat sich - im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern - gegen eine Weiterfinanzierung des Programms entschieden. Bildungsministerin Hubig (SPD) sieht das Land als „gut gerüstet“ und setzt auf alltagsintegrierte Sprachförderung in allen Kitas.

„Es geht meiner Meinung nach an der Wirklichkeit vorbei, zu glauben, dass Erzieherinnen und Erzieher neben Wickeln, Essen machen, Streit schlichten, Toilettengang und allen bürokratischen Dingen Zeit haben, die sprachlichen Lücken zu schließen. Das aktuell sowieso schon unterbesetzte Kita-Personal kann diese zusätzliche Belastung unmöglich stemmen,“ schätzt Ellen Demuth die Lage ein. Gemeinsam mit der CDU Rheinland-Pfalz appelliert sie an die Landesregierung, die Interessen der Kinder zu wahren und die Kritik der Fachverbände ernst zu nehmen.

Denn auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie der rheinland-pfälzische Kita Fachkräfteverband kritisieren diese Entscheidung auf das schärfste. Sprachliche Lücken können kaum geschlossen werden, wenn im Kindergartenalter nicht damit begonnen werde.

Pressemitteilung des

Büro von Ellen Demuth

Ellen Demuth. Foto: privat

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