Kreisverwaltung Neuwied

Ein tolles Projekt für den Gewässerschutz in der Wied

1. Kreisabgeordneter Michael Mahlert und Leiterin des Referats Umwelt, Natur und Energie Ina Heidelbach besuchen Wissenschaftler des Projektes „INTASAQUA“ in Stein-Wingert

Ein tolles Projekt für
den Gewässerschutz in der Wied

1.Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent Michael Mahlert (hintere Reihe links) im Gespräch mit der Leiterin des Referates Umwelt, Natur und Energie Ina Heidelbach (hintere Reihe rechts) sowie den Wissenschaftlern der Universität Koblenz-Landau, Dr. Dirk Hübner (vordere Reihe links), Dr. Daniela Mewes (Bildmitte) sowie dem ehrenamtlichen Unterstützer und Gründer der Arge Nister, Manfred Fetthauer (vordere Reihe rechts). Foto: Kreisverwaltung Neuwied

14.08.2020 - 15:41

Ein tolles Projekt für den Gewässerschutz in der Wied, 1. Kreisabgeordneter Michael Mahlert und Leiterin des Referats Umwelt, Natur und Energie Ina Heidelbach besuchen Wissenschaftler des Projektes „INTASAQUA“ in Stein-Wingert.


Vielen Jungfische und Jungmuscheln geht durch zunehmendes Verschlammen und Veralgen des Flussbettes ein enorm wichtiger Lebensraum für deren Entwicklung verloren. Im verstopften Kiesbett des Flusses findet kein richtiger Sauerstoffaustausch mehr statt, wodurch die Jungtiere in ihren Kinderstuben nur noch sehr schlechte Lebensbedingungen vorfinden. Dieser schädlichen Entwicklung der Gewässer, soll im Rahmen des Projektes „INTASAQUA“ durch Erhaltung und Verbesserung der aquatischen Artenvielfalt und einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensraumbedingungen entgegengewirkt werden. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen liegt hierbei auf Verantwortungsfischarten wie Nase und Barbe, aber auch Bachmuschel und der in Rheinland-Pfalz nur noch in Nister und Wied vorkommenden Flussperlmuschel, deren Bestände gesteigert werden sollen.

Durch die reinigenden Eigenschaften der Fische und filtrierende Wirkung der Muscheln, ermöglichen diese Tiere eine Stabilisierung der Funktionsfähigkeit des Lebensraums und gewährleisten die Sauerstoffversorgung des Flussbettes. Ein guter und stabiler Sauerstoffhaushalt ist in den Kinderstuben für das Heranwachsen der Jungfische und Jungmuscheln existenziell notwendig. Für einen positiven und nachhaltigen Ausbau der Fischbestände ist eine gesunde Altersstruktur der Fischgemeinschaft unabdingbar. Hier scheint auch der Kormoran als sehr geschickter Fischjäger eine Rolle zu spielen. Seine Beute besteht fast ausschließlich aus Fisch, meist mit einer Länge von 10 – 25 cm.

Große Bedeutung bei der Reinigung des Flussbettes wird der Nase zugetragen, die nicht ohne Grund zum Fisch des Jahres 2020 gewählt wurde. Durch Abweiden der Algen trägt sie verstärkt zur Selbstreinigungskraft der Fließgewässer und so zur nachhaltigen Stärkung der Fischbestände sowie Artenvielfalt bei. Neben den genannten Arten können direkt oder indirekt auch weitere Lebewesen gefördert werden, was wiederum die Lebensgemeinschaften im Ganzen stärkt. Dies wird ein Bestandteil der kommenden Untersuchungen werden.

Die bereits im Projekt an der Nister erfolgreich erprobten Ansätze sollen nun auch auf die Wied als weiteres Schwerpunktgewässer übertragen und ausgeweitet werden. „Die Wied bietet zur Durchführung eines vergleichbaren Projektes ähnlich gute, wenn nicht bessere Grundvoraussetzungen wie die Nister. Wir finden eine artenreiche Fischgemeinschaft vor, die in ihren Beständen nur leider stark dezimiert ist“, so Frau Dr. Mewes. Dies wird durch die erste Untersuchung in Neustadt (Wied) von Mitte Juli, welche ebenfalls durch die Universität Koblenz-Landau begleitet wurde, gestützt.

„Noch ist es nicht zu spät. Unter diesem Motto versucht die Kreisverwaltung Neuwied nun, zukünftig gleiche Erfolge wie in dem Projekt an der Nister zu erzielen, um die Wied als Namensgeber unseres schönen Landkreises in ihrem Fischreichtum wieder zu stärken. Denn Naturschutz sollte nicht an der Wasseroberfläche aufhören, da die Fließgewässer die Lebensadern unseres Naturhaushaltes sind“, so 1. Kreisabgeordneter Michael Mahlert. „Wir freuen uns, als Kreisverwaltung künftige Projekte bestmöglich zu unterstützen, um so die erforderlichen Erfolge zu erzielen und langfristig zu etablieren“ führt er fort.

Pressemitteilung

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Kommentare
Antje Schulz:
Man muß beim Leserkommentar von G. Seidel anmerken, daß Gerlinde Seidel bezahlte Mitarbeiterin von Jan Bollinger ist. Und zu Herrn Salka folgendes: Dieser ist nicht zum ersten Mal durch Fehlleistungen aufgefallen. Unter anderem ist Salka durch seine extrem rechten Umtriebe bekannt. Unter anderem der...
Gabriele Friedrich:
Weiß denn Herr Dr.Bollinger nicht das die Taxischeine von der Krankenkasse bezahlt werden? Ich bekomme nicht mal einen Taxischein zum Krankenhaus in Mayen und das bei 80 GdB. Und man kann sich die Scheine sowieso wieder nur "per Taxi" beim Arzt abholen ( (falls der das genehmigt) An den Aufwand, den...
G. Seidel:
Herr Kocher, wo liegt Ihr Problem? Ihnen als Leser dürfte es doch nicht entgangen sein, dass Politik und Medizinexperten wiederholt darauf hinweisen, dass der Schutz von Risikogruppen bisher vernachlässigt wurde und gezielte Schutzmaßnahmen endlich ergriffen werden sollten. Da liegt Dr. Bollinger mit...

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Elisabeth Geerds:
Danke, dass Sie sich immer mal wieder auch solchen Themen widmen. Finde ich spannend und wichtig. Respekt an Herrn Wahlen und Herrn Hirschfeld für Ihr Engagement in diesem Teil der Erde...
Gabriele Friedrich:
Besser geht es ja nicht. Dr. Schlags auch ein Garant für gutes Gelingen und die Hausärzte sind auch zu loben, bei der Masse an Patienten, die sie haben und die wenige Zeit. Alles Gute ins Klösterchen !...
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