Kein Platz für die Tischtennisspielgemeinschaft TuS-PSV Bad Neuenahr-Ahrweiler
Eine Frage des Willens?
Leserbrief des Vorsitzenden und der Abteilungsleiterin Tischtennis des TuS-PSV
Die Corona-Krise hat nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die gemeinnützigen Sportvereine vor neue, nie da gewesene Herausforderungen gestellt. Seit Mitte März liegt das aktive Vereinsleben unserer Tischtennis-Abteilung, d.h. der Tischtennisspielgemeinschaft TuS-PSV Bad Neuenahr-Ahrweiler brach. Sporthallen wurden geschlossen und die Meisterschaftsrunde abgebrochen. Bereits im Juni keimte erste Hoffnung zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes auf, als das Land Rheinland-Pfalz eine Öffnung der Hallen in Aussicht stellte. Es wurden Hygienekonzepte unter den strengen Vorgaben des Deutschen Tischtennisbundes erarbeitet und viel Zeit investiert, diese Vorgaben an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen und Gespräche mit den zuständigen Hallenträgern zu führen. Während nach und nach Sporthallen in der Umgebung und im Stadtgebiet wieder freigegeben wurden, konnte mit der Kreisverwaltung bislang keine Einigung erzielt werden.
Dies hat weitreichende Bedeutung für unsere Abteilung bzw. unsere Spielgemeinschaft. Wir sind zwar eine Randsportart,, aber unsere Mitglieder haben in den letzten Jahrzehnten viel Zeit, Arbeit und Geld in ihr Ehrenamt gesteckt, um neue Spieler für unsere Sportart begeistern zu können. In den vergangenen Jahren konnten wir unsere Stadt sowohl im Jugend- als auch im Erwachsenenbereich überregional bzw. sogar deutschlandweit repräsentieren. Nur: Ohne Halle können wir diesen Sport nicht ausüben. Da aufgrund der hohen Auslastung ein Ausweichen auf andere Sporthallen nicht möglich ist, sind die Folgen für unsere Abteilung verheerend. Viele unserer Mitglieder überlegen, den Verein zu verlassen und zu anderen Vereinen in den Nachbarorten zu wechseln. Die gerade in 2019 neu gewonnenen Kinder und Jugendlichen weichen auf andere Sportarten aus. Übungsleiter suchen sich neue Aufgabenbereiche. Gerade vor dem Hintergrund, dass in anderen Hallen des Stadtgebiets bzw. in den umgebenen Orten der Sportbetrieb möglich ist, können wir die Gründe der Blockadehaltung der Kreisverwaltung nicht mehr nachvollziehen bzw. unseren Mitgliedern verständlich machen. Die vorhandenen, strengen Hygienekonzepte funktionieren einwandfrei. Die Lüftungsanlage wurde laut eigener Mitteilung der Kreisverwaltung überprüft und auf Frischluft umgestellt. Eine Gefährdung von Schülern kann unserseits ausgeschlossen werden, da der Trainingsbetrieb weit außerhalb der Schulzeit liegt. Ebenso Fakt ist, dass Tischtennis eine kontaktlose Sportart ist, bei der die Spieler mindestens 2,74 m Abstand einhalten, was der Länge eines Tisches entspricht. Das Hygienekonzept sieht vor, dass die Tische nach jeder Trainingseinheit gereinigt werden. Desinfektionsmittel wird ebenso bereitgestellt. Pausierende Spieler haben einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und Abstand zu halten. Bislang sind keine Infektionen aufgrund des Betreibens von Tischtennis als Vereinssport bekannt. Unsere Spieler sind darauf bedacht, ihre eigene Gesundheit und die ihrer Familie zu schützen und keine unnötigen Risiken einzugehen. Wir möchten die Kreisverwaltung eindringlich bitten, eine Öffnung der Sporthallen zu überdenken. Die Kreisverwaltung betont jährlich auf dem Abend des Ehrenamtes, wie wichtig das Ehrenamt für unsere Region ist. Es erscheint, dass es sich hierbei lediglich um ein Lippenbekenntnis handelt. In Krisenzeiten werden die Vereine alleine gelassen. Mit jedem Tag länger, an dem die Hallen geschlossen sind, stirbt unser Verein. Dies scheint definitiv nicht von Interesse zu sein.
Wolfgang Poppelreuter,
Vorsitzender,
TuS-PSV Bad Neuenahr-Ahrweiler
Claudia Gieler,
Abteilungsleiterin Tischtennis,
des TuS Ahrweiler
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