Politik | 01.02.2017, 11:57 Uhr

Bauliche Maßnahmen an der Behelfsbrücke in Wachtberg-Pech sollen Schallimmissionen senken

Eine Lösung war schnell gefunden

Pech. Eine einvernehmliche Lösung war schnell gefunden, als sich Harald Pütz, Leiter des Straßenverkehrsamts des Rhein-Sieg-Kreises, und Wachtbergs Bürgermeisterin Renate Offergeld trafen, um die Situation an der Behelfsbrücke in Wachtberg-Pech zu besprechen. Die Brücke hatte die Gemeinde mithilfe des Technischen Hilfswerks kurzfristig nach dem starken Hochwasser im Juni 2016 errichtet.

Allerdings klagen hier besonders die Anwohnerinnen und Anwohner der Pecher Hauptstraße, die in der Nähe der provisorischen Brücke wohnen, immer wieder über Lärmbelästigungen. Denn beim Überfahren der schmalen Brücke entsteht aufgrund der Konstruktion des Brückenbauwerks eine deutlich wahrnehmbare Geräuschimmission. Dabei steigt die Lärmentwicklung, je höher die gefahrenen Geschwindigkeiten sind.

Deshalb, aber auch aus technischen Gründen, ordnete das Straßenverkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises eine Höchstgeschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde an, die allerdings in vielen Fällen offensichtlich nicht eingehalten wird.

Eine Sperrung in den Nachtstunden wurde vom Straßenverkehrsamts des Rhein-Sieg-Kreises abgelehnt. „Die Ursache des Lärms liegt in erster Linie darin, dass die Brücke nicht vorschriftsmäßig mit zehn Kilometern pro Stunde befahren wird. Dies und damit die Sicherheit des Brückenbauwerks zu jeder Tages- und Nachtzeit gilt es jetzt sicherzustellen“, sagt Pütz. „Der Einhaltung einer Geschwindigkeitsbegrenzung von zehn Kilometern pro Stunde kann ich jedoch nicht mit weiteren straßenverkehrsrechtlichen Maßnahmen oder gar einer Sperrung öffentlicher Verkehrsflächen entgegenwirken. Vielmehr sind hier Lösungen gefragt, die das Geschwindigkeitsniveau dauerhaft senken.“

Und so haben sich das Straßenverkehrsamt und die Bürgermeisterin der Gemeinde Wachtberg schnell auf eine Lösung geeinigt, die den Anwohnern nun nicht nur nachts, sondern auch tagsüber helfen soll. Diese liegt in geschwindigkeitsdämpfenden Maßnahmen unmittelbar vor und auf dem Brückenbauwerk.

„Mit dieser Maßnahme sollen der Verkehr verlangsamt und die Schallimmissionen gesenkt werden. Wir sind sehr froh, dass diese Lösung schnell umgesetzt wird und die entsprechenden Schwellen kurzfristig geliefert werden können“, meint Bürgermeisterin Offergeld. „Ohne diese Maßnahme käme auf lange Sicht wohl nur die Sperrung der Brücke in Betracht, nämlich dann, wenn die Sicherheit des Bauwerks auf Dauer nicht mehr garantiert werden kann“, so Offergeld weiter.

Zudem soll ein Zusatzschild „LÄRMSCHUTZ“ die Autofahrer auf der Pecher Hauptstraße, im wesentlichen wohl Anwohner Wachtbergs, auf den Grund der Geschwindigkeitsbegrenzung aufmerksam machen.

Pressemitteilung

des Rhein-Sieg-Kreises

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