Politik | 15.09.2018

Landtagsabgeordnete aus dem Kreis Ahrweiler begeistert von Lernfabrik 4.0

Eine Option für die Berufsbildende Schule im Kreis

Guido Ernst und Horst Gies streben Gespräche hinsichtlich einer Realisierung an

Guido Ernst (l.) und Horst Gies möchten prüfen lassen, ob sich das im Nachbarland Baden-Württemberg eingeführte Konzept „Lernfabrik 4.0“ auf Rheinland-Pfalz und speziell auf die BBS in Bad Neuenahr-Ahrweiler übertragen lässt. privat

Kreis Ahrweiler. Gemeinsam mit weiteren Abgeordneten der CDU besuchte der Landtagsabgeordnete Guido Ernst, besonders auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Bildungsausschusses im Landtag Rheinland-Pfalz, die Carl-Benz- und die Heinrich-Hertz- Schule in Karlsruhe. Beide sind Berufsschulen, in denen das Projekt „Lernfabrik 4.0“ von der Landesregierung Baden-Württemberg gestartet wurde. Neben diesen Schulen läuft das Projekt auch an weiteren 13 Schulstandorten in Baden-Württemberg an.

In diesem Projekt geht es darum, Auszubildende und Teilnehmer an Weiterbildungskursen an berufsbildenden Schulen auf die Anforderungen der Industrie 4.0 vorzubereiten. Guido Ernst berichtet über diesen zukunftsweisenden Besuch in den Schulen, dass die Industrieproduktion der Zukunft an zwei Standorten im Sinne einer „Smart Factory“ simuliert wird. Auszubildende als Industrie- und Feinwerkmechaniker würden hier an die digitale Fabrik 4.0 herangeführt.

Auch in Rheinland-Pfalz streben einzelne Berufsschulstandorte eine solche Lernfabrik 4.0 für ihre Berufsschule an, so zum Beispiel im Landkreis Germersheim die Berufsbildende Schule Germersheim-Wörth.

Die CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag hat zu diesem Komplex einen Antrag gestellt, in dem sie darauf hinweist, dass durch die Veränderungen, die die Digitalisierung in der Berufswelt bewirkt, sich auch die Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt ändern werden. Sie führt in ihrem Antrag aus, „IT- und Medienkompetenzen sowie die Fähigkeit zur Gestaltung von Innovationsprozessen“ seien zunehmend nachgefragt. „Ausbildungsberufe mit einem Schwerpunkt in Mechanik oder Informationstechnik zählen zu den erfolgsversprechenden und zukunftsorientierten Arbeitsfeldern. In Berufsfeldern wie dem des Internets der Dinge oder der Industrie 4.0 werden zunehmend Fachkräfte gebraucht“, so auch der Bildungsausschussvorsitzende Guido Ernst.

Er weist gemeinsam mit seinem Kollegen aus der Landtagsfraktion Horst Gies darauf hin, dass auch auf Bundesebene mit der Verabschiedung des neuen Haushalts zunehmend Mittel für die Förderung von Wissenschaft und Innovation zur Verfügung stehen. Sie fordern deshalb, gemeinsam mit der gesamten CDU-Fraktion, die Landesregierung auf, „in Kooperation mit den Schulträgern und Schulen die Planung und Realisierung von fünf digitalen Lernzentren in Rheinland-Pfalz zu beginnen und ein angemessenes Förderbudget für die Umsetzung und Planung im nächsten Doppelhaushalt bereitzustellen.“

In Baden-Württemberg kostet eine solche Einrichtung ca. eine Million Euro. Die Kosten dabei wurden über Sponsoren für den Schulanteil von 100.000 Euro, 400.000 Euro über Landesförderung und 500.000 über den Schulträger also die Kreise aufgebracht.

Ob sich eine solche Lernfabrik 4.0 auch für den Kreis Ahrweiler in der BBS Bad Neuenahr-Ahrweiler verwirklichen ließe, möchten Ernst und Gies gerne in einem zukünftigen Gespräch mit der CDU Kreistagsfraktion und deren Vorsitzendem Karl-Heinz Sundheimer, Landrat Dr. Jürgen Pföhler und natürlich der Leitung der BBS klären. Pressemitteilung

der MdL Guido Ernst

und Horst Gies (CDU)

Guido Ernst (l.) und Horst Gies möchten prüfen lassen, ob sich das im Nachbarland Baden-Württemberg eingeführte Konzept „Lernfabrik 4.0“ auf Rheinland-Pfalz und speziell auf die BBS in Bad Neuenahr-Ahrweiler übertragen lässt. Foto: privat

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