Politik | 04.01.2017

Leserbrief

Eine schlechte Informationspolitik des LBM

Verzögerungen bei der Fertigstellung der Umgehung Bad Neuenahr B 266 neu

Erst verschlägt es einem fast die Sprache: sozusagen als dickes Ei kurz vor dem Jahreswechsel lässt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) die Katze aus dem Sack: auch 2017 wird die Umgehung Bad Neuenahr nicht fertig. Warum? Zunächst, weil man jetzt (scheinbar plötzlich und unerwartet) gemerkt hat, dass das bisher seit 36 Jahren fertiggestellte und bisher unbenutzte Brückenbauwerk der Umgehung in Höhe „Schwertstal“ statisch nachgebessert werden muss. Nein, nein, heißt es dann gut eine Woche später aus dem LBM, die Verzögerung hat nichts mit der Nachbesserung des Brückenbauwerks zu tun, es gibt andere wesentliche Gründe für diese Verzögerung, aber vor 2017 hätten die Arbeiten an der Brücke ohnehin nicht stattfinden können. Aha. Ein Vorschlag für „ein optimiertes Verfahren zur Baugrubensicherheit“ ist an der Verzögerung schuld. Damit werden 80.000,--Euro eingespart. Ich freue mich. Aber deshalb dauert es auch mindestens ein Jahr länger, bis die Umgehung fertig ist, sofern es nicht zwei strenge Winter gibt. Ich bleibe skeptisch, auch, weil wiederum nichts über die Konsequenzen der Brückensanierung ausgesagt wird: wann ist geplanter Baubeginn, welche Folgen hat das, muss der Verkehr um- oder abgeleitet werden etc. Aber macht ja nichts, die Lösung ist doch einfach und simpel: Während der Sanierung der Brücke wird der gesamte Verkehr durch Heppingen geleitet, die Heppinger und Lohrsdorfer sind ja sehr erfahren im Aushalten von Verkehrslärm und Abgasen, das führte bereits im Jahre 1974 in Heppingen zum Aufstand von hunderten Bürgern und aktuell in Lohrsdorf.

Man kann aufkommende Schwierigkeiten mit einfachen kommunikativen Mitteln benennen und eventuell auch einer Lösung zuführen, aber nicht in der Form, wie dies der LBM aktuell destruktiv praktiziert: so wenig wie möglich und nur das bekannt geben, was ohnehin bald rauskommen würde. Warum eigentlich?

Ich wünsche mir wie viele andere Bürger auch eine extreme Veränderung in der Informationspolitik des LBM. Weg von hinterherhinkender, taktierender, hinter dem Berg haltender und völlig unzureichender Transparenz im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit hin zu einer zugehenden, offenen, bürgerfreundlichen und vorausschauenden Informationspolitik, so wie es sich für eine ordentliche Demokratie gehört. Dann wissen die Bürger auch Bescheid und was auf sie zukommt. Die können nämlich durchaus Wahrheiten vertragen. Das sieht man sehr gut an den vielen Bürgerbeteiligungsverfahren in der Kreisstadt.

Klaus Kniel

Ortsvorsteher Heppingen

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