Fortbildung der FWG Mayen-Koblenz
Eine schwierige Materie eindrucksvoll aufgearbeitet
Referent informierte über „Verbesserung der basisdemokratischen Beteiligungsmöglichkeiten im kommunalen Bereich“
Kreis Mayen-Koblenz. „Verbesserung der basisdemokratischen Beteiligungsmöglichkeiten im kommunalen Bereich“, ein schwieriger Name für ein kompliziertes Gesetz. In allen kommunalen Räten – vom Gemeinde- oder Stadtrat bis zum Kreistag – wird über die konkrete Auslegung und die praktische Umsetzung dieses Gesetzes kontrovers, intensiv und kritisch diskutiert. Ein Stichwort ist bezeichnend für die Aufregung: „Alle Ausschusssitzungen sind grundsätzlich öffentlich.“ Das soll nach dem Willen des Gesetzgebers zur politischen Transparenz beitragen, wirft aber in konkreten Fällen viele Fragen auf. Beispielsweise die Beratung und Beschäftigung mit Ausschreibungen, Baupläne, An- und Verkauf von Grundstücken, steuerliche Angaben, persönliche Interessen unterliegen oft datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die nicht öffentlich zu behandeln sind.
Ralf Schmorleiz, Dozent an der Hochschule für Verwaltung in Mayen, konnte als Referent sehr eindrucksvoll anhand von Fallbeispielen die Probleme transparent vorstellen und in der Diskussion Lösungen aufzeigen. Besonders die Ortsbürgermeister nahmen diese hilfreichen Erklärungen dankbar an. Im Laufe des Abends konnten so eine schwierige Materie nach und nach aufgearbeitet und die Unsicherheiten mit dem neuen Gesetz fast vollkommen beseitigt werden. Trotzdem bleiben Zweifel, ob seine Zielsetzung wirklich sinnvoll und hilfreich für die Arbeit in den kommunalen Gremien ist. Pressemitteilung
der Kreis-FWG Mayen-Koblenz
