Jahresabschluss-Sitzung des Verbandsgemeinderats Mendig
Einen Beitrag zu einer klimagerechten Entwicklung leisten
VG-Bürgermeister Jörg Lempertz verabschiedete Chefsekretärin Ilse Pütz in den wohlverdienten Ruhestand
Mendig. Am 18. Januar 2016 wurde zwischen der Stadt Mayen, der Stadt Mendig und der Verbandsgemeinde Mendig eine Kooperationsvereinbarung hinsichtlich der Zusammenarbeit und der gemeinschaftlichen Beantragung der Anerkennung der „historischen Mahl- und Mühlsteinbrüche von Mayen und Mendig“ als Weltkulturerbe beschlossen. Um die Begrifflichkeit besser zu fassen, wurde für das Gesamtprojekt der Arbeitstitel „Eifeler Mühlsteinrevier“ gewählt. Seit Dezember 2015 trifft sich die Arbeitsgemeinschaft „Welterbe Eifeler Mühlsteinrevier“ im regelmäßigen Turnus.
Die Geschäftsstelle wurde bei der Verbandsgemeinde Mendig eingerichtet, die Leitung der Arbeitsgemeinschaft liegt bei der Stadt Mayen. Um die Komplexität und die Vollständigkeit so darstellen zu können, wie es die Kriterien der Unesco verlangen, muss in Bezug auf das Antragsgebiet nicht nur der unterirdische, sondern auch der oberirdische Bereich berücksichtig werden, sodass die Abbaugebiete in Kottenheim (Winfeld) und Ettringen (Ettringer Lay) mit einbezogen werden sollten. In der Sitzung des Verbandsgemeinderates Mendig am 7. Dezember trugen der Chef der Stabsstelle Touristik, Frank Neideck und Alina Wilbert-Rosenbaum einen Sachstandsbericht in Form einer beeindruckenden Powerpoint-Präsentation vor, der von den Ratsmitgliedern zustimmend zur Kenntnis genommen wurde. Außerdem wurde einstimmig beschlossen, die beiden Ortsgemeinden Ettringen und Kottenheim in den Kreis der Antragsteller aufzunehmen. Ebenfalls einstimmig beschloss der VG-Rat den Erlass einer Feuerwehrsatzung, in der sowohl der Kostenersatz als auch die Gebührenerhebung für Hilfe- und Dienstleistungen neu geregelt ist. Des Weiteren bekannte der Rat sich zur Verantwortung, seinen Beitrag zu einer nachhaltigen und klimagerechten Entwicklung zu leisten und beauftragte VG-Bürgermeister Lempertz, die gemeinsame Erklärung „Klimafreundlicher Landkreis“ zu unterzeichnen. Außerdem gab er seine Zustimmung zur Förderung einer Stelle im Haushalsplan der Kreisverwaltung MYK zur Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Landkreis und seine beteiligten Kommunen. Ebenfalls einstimmig beschlossen die Ratsmitglieder die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015 für den Betriebszweig Wasserwerk, den Betriebszweig Abwasserwerk sowie die Wirtschaftspläne I/2017 für die Betriebszweige Wasserwerk und Abwasserwerk.
Sodann bedankte VG-Bürgermeister Jörg Lempertz sich bei seinem Beigeordneten Joachim Plitzko, für dessen Arbeit als Verantwortlicher für den Geschäftsbereich Asyl und Integration mit den Worten: „Mit Joachim Plitzko haben wir genau den Mann gefunden, der die strategische Weiterführung im Bereich Asyl mit ganzem Herzen und Sachverstand bewältigt. Schon Mitte 2015 begann der Aufbau eines Netzwerkes und wir als Verbandsgemeinde konnten dies mit seiner Hilfe im Jahr 2016 weiter zum Erfolg führen. Die Netzwerkarbeit ist vorbildlich und die Erledigung der Aufgaben in Sachen Asyl in unserer Verbandsgemeinde beispielgebend. Wir können stolz sein, dass es Joachim Plitzko gelungen ist, den „Runden Tisch Flüchtlinge“ einzuberufen, die Arbeitskreise Sprachförderung zu etablieren, die Schulungskonzepte auf den Weg zu bringen und den Austausch mit den Ehrenamtlichen zu fördern. Wir erinnern uns auch gerne an den von ihm mit organisierten „Tag der Kulturen“, der ein voller Erfolg war. Die Seminare für die Ehrenamtlichen in den Bereichen Arbeitsrecht, Asylrecht und Vortragsrecht fördern den Prozess der Integration, auf dessen Weg wir uns jetzt befinden und auch die Sprachkurse in der VHS und in anderen Bereichen zeigen, wie gut wir uns aufgestellt haben. Das alles wäre nicht möglich ohne eine ehrenamtliche Unterstützung und eine gute konzeptionelle Arbeit, die Joachim Plitzko leistete.“ Last, but not least, bedankte VG-Bürgermeister sich bei seiner langjährigen Sekretärin Ilse Pütz, welche noch im Dezember in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen wird, was viele der Anwesenden kaum zu glauben vermochten. Dennoch arbeitete sie insgesamt 43 Jahre in der Verwaltung der Verbandsgemeinde Mendig, davon 30 Jahre im Vorzimmer von immerhin drei VG-Bürgermeistern. „Ilse Pütz hat während dieser Zeit sechs Kommunalwahlen erlebt, für alle Ratsmitglieder unzählige Sitzungsunterlagen zusammengestellt und verschickt sowie alle im Vorzimmer anfallenden Arbeiten mit Bravour bewältigt. Ilse Pütz ist für mich das Paradebeispiel einer guten Mitarbeiterin: Gut gelaunt, stressresistent, zupackend sowie effizient und konzentriert bei der Arbeit“, so VG-Bürgermeister Lempertz. Mit einer herzlichen Umarmung schlossen sich die Fraktionsvorsitzenden der SPD, CDU und der Grünen den Dankesworten des VG-Bürgermeisters an.
FRE
