Politik | 02.10.2017

Ergebnisse zur Bundestagswahl aus den Wahllokalen in Remagen

Einige Ausreißer lagen weit neben dem Trend

Remagen. Wie unterschiedlich die Wähler bei der Bundestagswahl in den Wahllokalen der Stadt Remagen unterwegs waren, wird bei der Betrachtung der einzelnen Wahllokale deutlich. Zu beachten war hier allerdings die hohe Zahl der Briefwähler. Die Briefwähler sind bei der Gegenüberstellung als zwei weitere Remagener Wahllokale betrachtet worden. Weiter zu beachten ist sicherlich auch, dass in den beiden „Wahllokalen“ Briefwahl 3463 Wähler ihre Stimme abgaben. In den übrigen Wahllokalen von Remagen waren 6336 Wähler mit gültiger Stimmabgabe. Ein deutliches Plus beziehungsweise wesentlich weniger Minus im Verhältnis zur Gesamtstadt und zum Bundestrend hatte die CDU bei den Briefwählern zu verzeichnen. Lag das gesamtstädtische Ergebnis der CDU für Remagen bei 39,2 Prozent bei der Erststimme und 36,2 Prozent bei der Zweitstimme (Parteistimme), so ergab die Erststimme beim „Wahllokal“ Briefwahl I 44,7 Prozent und 40 Prozent bei der Zweitstimme. Im Briefwahllokal II lag das Ergebnis bei der Erststimme bei 44,6 Prozent und bei der Parteistimme bei 42 Prozent.

Die SPD hingegen verlor im Briefwahllokal I mehr Stimmen als die CDU, im Briefwahllokal II verlor die SPD rund 2,3 Prozent weniger als die CDU. Bei der Parteistimme waren es 4,7 Prozent Verlust für die SPD, während es für die CDU nur 1,6 Prozent waren. Gesamtstädtisch hatte die CDU bei der Bundestagswahl 2017 zu 2013 bei der Erststimme 11,8 Prozent verloren und bei der Zweitstimme 7,9 Prozent.

Während die FDP bei den Briefwahlergebnissen leicht über den Stadtergebnissen lag, lagen die Grünen minimal darunter oder darüber, also fast gleich.

Die AfD hingegen holte deutlich weniger Stimmen im Briefwahlbezirk I als auf Gesamtstadtebene. Hatte sich die AfD bei der Parteistimme in Remagen um 5,4 Prozent auf 9,5 Prozent steigern können, so gab es im Briefwahlbezirk I bei der Zweitstimme nur eine Steigerung um 1,8 Prozent auf 7,2 Prozent. Fast identisch sah es für die AfD im Briefwahlbezirk II aus. Da lag das Zweitstimmen-Ergebnis noch einmal um 0.1 Prozent darunter: Es gab 1,7 Prozent mehr und damit 7,1 Prozent für die AfD.

Kaum Abweichungen

In der Realschule Remagen waren bei allen Parteien kaum Abweichungen zum Stadtergebnis zu verzeichnen. Hier gab es kaum mehr als gut ein Prozent Unterschied. Lediglich die FDP hatte mit 11,1 Prozent knapp drei Prozent weniger Zuwachs bei der Zweitstimme im Verhältnis zum Stadtergebnis, die Linken holten bei der Zweitstimme knapp zwei Prozent mehr. Ebenso wenig Abweichungen vom Gesamtstadtergebnis gab es im Wahllokal Grundschule Kripp II.

Ganz anders sah es im Wahllokal I der Kripper Grundschule aus: Hier verlor die CDU im Verhältnis zur Bundestagswahl 2013 bei der Erststimme 20 Prozent und bei der Zweitstimme 14 Prozent und lag damit bei 31 Prozent bei der Erststimme und 30,1 Prozent bei der Zweitstimme. Auf Stadtebene hatte die CDU 39,2 Prozent und 36,2 Prozent bei der Parteistimme verbuchen können.

Die SPD lag bei der Erststimme im gleichen Wahllokal gar über der CDU und bei der Zweitstimme mit 27,9 Prozent nur knapp drunter. Auch die FDP lag deutlich mit 13,1 Prozent bei der Erststimme über dem Stadtergebnis (10,9 Prozent) und mit 14,4 Prozent auch bei der Zweitstimme leicht drüber. Die Grünen lagen mit 5,2 Prozent (Erststimme) und 7,2 Prozent rund zwei Prozent unter dem Stadtergebnis.

Deutliche Verluste für die CDU gab es im Wahllokal Grundschule Oberwinter. Hier verlor die CDU bei der Erststimme 15,1 Prozent und bei der Zweitstimme 10,8 Prozent im Verhältnis zur Bundestagswahl 2013. Damit lagen die Christdemokraten auch im Verhältnis zur Stadtebene jeweils 3,3 Prozentpunkte niedriger. Die SPD lag leicht über dem Stadtergebnis, die FDP konnte einen guten Zuwachs verzeichnen, die Linken lagen zwischen einem und zwei Prozent über dem Gesamtstadtergebnis. In Rolandswerth blieb die CDU im Gesamtstadttrend, die SPD rutschte bei der Erststimme um 7,5 Prozent auf 22 Prozent und blieb bei der Zweitstimme etwa auf Stadtergebnisebene. Die Gewinner waren in Rolandswerth die FDP, die Linken und die AfD.

Deutlicher Verlierer in Bandorf war die CDU. Sie gab im Verhältnis zur Bundestagswahl 2013 14,6 Prozent bei der Erststimme und 13,1 Prozent bei der Zweitstimme ab, lag bei der Erststimme knapp drei Prozent unter dem Stadtergebnis und bei der Zweitstimme rund fünf Prozent. Die SPD lag mit dem Ergebnis der Erststimme im städtischen Trend, verlor aber mit 5,8 Prozent deutlich bei der Zweitstimme im Verhältnis zur Bundestagswahl 2013. Deutliche Gewinner waren hier die FDP, gefolgt von der AfD, den Grünen und den Linken, die auch allesamt über dem gesamtstädtischen Ergebnis lagen.

Deutliche Verluste

Deutliche Verluste gab es für die CDU in der Grundschule Remagen, wo sie bei der Erststimme 17,3 Prozent und bei der Zweitstimme 11,1 Prozent im Verhältnis zur Bundestagswahl 2013 verlor und auch gesamtstädtisch gesehen 5,5 Prozent unter dem Ergebnis bei der Erststimme liegt und 3,2 Prozent bei der Zweitstimme.

Die SPD konnte ihr Ergebnis von 2013 bei der Erststimme fast halten und lag auch bei der Zweitstimme nur 1,3 Prozent darunter. Im Verhältnis zur Gesamtstadt liegt die SPD in der Grundschule rund drei Prozent über dem Ergebnis. Deutliche Gewinner waren auch in der Grundschule die FDP, die Linken und die AfD.

In Unkelbach war der deutliche Verlierer die CDU und der deutliche Gewinner die AfD, die dort ihr bestes Ergebnis in der Gesamtstadt holte. Hohe Verluste gab es für die CDU im Wahllokal I des Katholischen Pfarr- und Jugendzentrums. Hier sauste die CDU um 18,9, Prozent bei der Erststimme hinunter und bei der Zweitstimme um 15,7 Prozent, im Verhältnis zur Bundestagswahl 2013. Gesamtstädtisch liegt die CDU in diesem Wahllokal um die acht Prozent unter dem Ergebnis. Die SPD verlor nur wenig. Die Grünen legten am meisten zu und lagen mit 10,7 Prozent bei der Erststimme und 14,7 Prozent bei der Zweitstimme ganz außerhalb des Trends, sowohl auf Bundesebene als auch auf städtischer Ebene. Weitere Gewinner waren die Linken, die FDP und die AfD. Im zweiten Wahllokal des Pfarrzentrums sah es wieder völlig anders aus. Hier verlor die CDU nur um die fünf Prozent, blieb aber mit 45,1 Prozent bei der Erststimme und 39,1 Prozent bei der Zweitstimme weit vorn und außerhalb jeden Trends.

Die SPD verlor hier auch etwa über fünf Prozent im Verhältnis zur Bundestagswahl 2013 und blieb leicht hinter dem städtischen Ergebnis zurück. Auch die Grünen und die Linken verloren ganz leicht. Gewinner war hier ganz deutlich die FDP, die 11,4 Prozent bei der Erststimme und 18 Prozent bei der Zweitstimme holte. Die AfD blieb leicht unter dem Stadtergebnis. AB

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