Leserbrief zur Pressemitteilung der BfM
Elektrische Speicher- heizungen in Meckenheim
Meckenheim. Ihr Plädoyer für elektrische Speicherheizungen lässt einen wesentlichen Faktor außer Acht: die träge Reaktion auf schnell wechselnde Witterungsverhältnisse, mit denen wir in diesen Breitengraden ja immer häufiger konfrontiert werden. Das führt zwangsläufig dazu, dass Bewohner von Gebäuden mit solchen Heizsystemen zur kurzfristigen Verbesserung der Raumtemperatur auf andere Wärmequellen wie Öfen oder Kamine zurückgreifen. Während aber Kampagnen gegen Diesel-Kfz mit allen möglichen, teils seriösen, teils auch fragwürdigen Statistiken gefüttert werden, fehlt es an Erhebungen darüber, wie viele Menschen sich ihre Atemwegs- oder Kreislauferkrankungen im eigenen Schlafzimmer holen. Wer zum Beispiel hier in Meckenheim morgens oder abends arglos die Fenster öffnen will, um frische Luft hereinzulassen, wird schon durch den Geruch gewarnt, das besser nicht zu tun.
Die immer mehr ausufernde Nutzung von Kaminen zur Verringerung der Heizkosten, aber auch zur vermeintlichen Maximierung der häuslichen Komfortzone setzt nämlich bei der Verbrennung von Holz oder Kohle Stickoxide und Feinstäube in ganz anderen Dimensionen frei, als man sie jemals mit modernen Kraftfahrzeugen produzieren könnte.
Leserbrief
von Olaf Steger, Meckenheim
