Politik | 27.12.2016

Zwecksverbandsversammlung der Volkshochschule Voreifel

Elternbeirat nicht einverstanden mit verabschiedetem Stellenplan

Haushaltsplan für 2017 wurde dennoch samt Stellenplan einstimmig verabschiedet

Rheinbach. Einstimmig verabschiedete die Zweckverbandversammlung der Volkshochschule Voreifel den Haushaltsplan für 2017 sowie den dazugehörigen Stellenplan. Bei einem Volumen von 2,4 Millionen Euro ist ein Gewinn von gut 17.000 Euro vorgesehen, so Noch-VHS-Direktor Adrian Grüter, der zum Jahresende 2016 gekündigt hat. Zusammen mit dem Gewinn aus 2016 in Höhe von 93.000 Euro könnten damit die Verluste aus den Vorjahren in Höhe von zusammengerechnet 110.000 Euro komplett ausgeglichen werden. Die Verbandsumlage wurde auf 766.655 Euro festgesetzt, wovon die Stadt Meckenheim 226.036, die Stadt Rheinbach 382.564 und die Gemeinde Swisttal 170.413 Euro übernehmen. Der Stellenplan blieb nahezu unverändert und weist nur im Bereich Musikschule eine Erhöhung um 0,04 Stellen aus. Insgesamt sind in der Volkshochschule rechnerisch 24 Stellen besetzt.

Der Elternbeirat der Musikschule jedoch hatte zuvor einiges an dem Stellenplan kritisiert. Sprecher Martin Kötter stellte fest, es falle „zunehmend schwerer, die angemessenen Worte zu finden angesichts der geplanten Veränderungen im Stellenplan“. Eigentlich sei man im vergangenen August fast zufrieden gewesen angesichts der Zusage, dass der Musikschulleiter künftig zu 100 Prozent der Musikschule zur Verfügung stehen solle. „Nun stellt sich aber heraus, dass damit nur ein Placebo ausgegeben wurde, welches der Vorbereitung eines weiteren Stellenabbaus innerhalb unserer Musikschule dient“, so Kötter.

Keine Stärkung der Musikschulleitung vorgesehen

Am Beispiel des Musikschulleiters lasse sich eindrucksvoll darstellen, wie man in einer Vollzeitstelle unzählige Tätigkeiten unterbringen könne, welche aber in der Realität im beschriebenen Umfang niemals durchführbar seien. Mit den Veränderungen sei offensichtlich doch keine Stärkung der Musikschulleitung vorgesehen. Vielmehr würden Tätigkeiten von anderen Führungskräften abgezogen, gleichzeitig die anteilige Unterrichtstätigkeit erheblich aufgestockt. Das überladene Stellenprofil werde der Rolle eines Musikschulleiters nicht gerecht. „Es geht weit an dem vorbei, was wir als unser Ziel definieren sollten und muss daher unbedingt überarbeitet werden.“ Die geplante Reduzierung bei den Funktionsstellen gehe an die Substanz und an die Lebensader der Musikschule, „hier werden Weichen für die Demontage der Musikschule gestellt“, appellierte Kötter an die Zweckverbandsmitglieder, den Stellenplan nicht abzusegnen.

Die Vorwürfe des Elternbeirates kamen in der anschließenden Diskussion allerdings überhaupt nicht mehr zur Sprache. Gertrud Klein (Swisttal) stellte sogar die Frage, ob der Elternbeirat überhaupt das Recht habe, sich zum Stellenplan zu äußern, denn eigentlich dürfe es bei seiner Anhörung nur um die musikalische Ausbildung innerhalb der Musikschule gehen, was Verbandsvorsteher Stefan Raetz (Rheinbach) bestätigte. „Die Veränderungen sind nur die logischen Konsequenzen dessen, was wir in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht haben“, stellte Klein klar. Letztlich gehe es darum, die Kosten für die beteiligten Kommunen so gering wie möglich zu halten. JOST

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