Politik | 07.09.2020

SPD fordert erneut mehr barrierefreie Toilettenanlagen

Ende der Blockade in Sicht?

(von links) SPD-Ratsfraktionsmitglieder und Vertreter im Planungsausschuss mit dem 1. Vorsitzenden des Neuwieder Wassersportvereins, Petra Grabis, Fredi Winter, Janick Schmitz, Uwe Siebenmorgen, Hannelore Gröhbühl, Reiner Bermel (1. Vorsitzender NWV), Dieter Mees, Sven Lefkowitz und Petra Jonas (sitzend).Foto: SPD

Neuwied. Die Goethe Anlagen, gelegen in der südöstlichen Neuwieder Innenstadt, sind ein schöner Ort am Rhein mit Grünflächen, Spielmöglichkeiten und Ruhezonen geworden. Er dient der Naherholung und ist insbesondere in den Sommermonaten stark frequentiert. Der Bewegungsplatz mit Wasserfontäne ist das neue Wahrzeichen im Quartier und zugleich Treffpunkt für viele Anwohner. Hier fühlen sich die Familien mit ihren Kindern besonders wohl. In den Goethe-Anlagen finden regelmäßig Veranstaltungen der Stadt Neuwied, wie z.B. das Jazz-Picknick oder der „creole_sommer“, statt. Mit der Boule-Bahn wurde die Anlage noch attraktiver gestaltet und wird fast täglich von Boule - Spielern genutzt. Die Lebens- und Wohnqualität im Quartier hat sich hier wesentlich verbessert. Aber was hier fehlt, ist eine Toilette! Die SPD-Stadtratsfraktion hat sich im Gespräch mit Reiner Bermel, 1. Vorsitzender des Neuwieder Wassersportvereins (NWV), intensiv über die Problematik der fehlenden Toilette ausgetauscht. „Die Menschen, die mit Decken und prall gefüllten Picknickkörben kommen, müssen irgendwann einem menschlichen Bedürfnis nachkommen. Aber wohin?

Die „Bouler“, die stundenlang ihren Sport in den Anlagen betreiben, haben das gleiche Problem.

Wo sollen sie hin? Das kann ich Ihnen gerne sagen, rund um unser Bootshaus. Wie oft entfernen unsere Trainer und Sportler*innen vor dem Training menschlichen Kot in den Ecken des Bootshauses und säubern die Wände und Bootshaustore von Urinspuren“, erzählt Reiner Bermel und ergänzt: „Das ist leider die traurige Wahrheit. Was nützt uns eine schöne Anlage, wenn keine Toilette vorhanden ist. Irgendwie ist das Ganze bei der Planung nicht zu Ende gedacht worden, unserem Verein ist sehr daran gelegen, dass in den Goethe-Anlagen eine Toilette installiert wird.“

Die Neuwieder Genossinnen und Genossen fordern schon seit geraumer Zeit mehr barrierefreie öffentliche Toiletten in Neuwied. Sie hat das Thema auf die Tagesordnung im Stadtrat gebracht und mit Bürgerinnen und Bürgerinnen auf dem Luisenplatz diskutiert. In den Goethe-Anlagen ist keine vorhanden und auf dem Markplatz soll die Toilette verschwinden, da fragen sich die Genossen, was aus der im letzten Jahr seitens der CDU im Stadtrat vollmundig angekündigten Einladung an alle Fraktionen geworden ist. Da wollte man doch unkompliziert die Standorte der Barrierefreien Toiletten festlegen. „Können wir jetzt die Aussagen der CDU über die weitere Planung für den Marktplatz als Zeichen interpretieren, dass sie endlich die Blockade aufgibt und sich mit dem Thema auseinandersetzt?“ so Fraktionsvorsitzender Sven Lefkowitz und Ratsmitglied Petra Grabis. „Es ist gut, zu wissen, dass im Planungsausschuss bei der Beratung über die weitere Planung für den Marktplatz, nicht mehr nur die SPD die Installierung einer barrierefreien Toilette gefordert wurde“, berichtet Uwe Siebenmorgen aus dem Ausschuss. „Die Situation in der Goethe Anlage und auf dem Marktplatz zeigt doch, dass im Hinblick auf barrierefreie Toiletten in Neuwied und in den Stadtteilen sich nichts neues getan hat, daher wiederholen und bekräftigen wir unsere Forderung Neuwied barrierefrei erlebbar zu machen“, ist sich die Fraktion einig.

Pressemitteilung

SPD-Stadtratsfraktion

(von links) SPD-Ratsfraktionsmitglieder und Vertreter im Planungsausschuss mit dem 1. Vorsitzenden des Neuwieder Wassersportvereins, Petra Grabis, Fredi Winter, Janick Schmitz, Uwe Siebenmorgen, Hannelore Gröhbühl, Reiner Bermel (1. Vorsitzender NWV), Dieter Mees, Sven Lefkowitz und Petra Jonas (sitzend).Foto: SPD

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