Politik | 27.08.2019

Kreis- und Umweltausschuss des Landkreises Ahrweiler tagte

Energiewende und Klimaschutz sollen weiter vorangebracht werden

Zukunftskonferenz befasst sich mit Strom, Wärme und Mobilität – Kreis tritt Klimabündnis „Alianza del Clima“ bei

Kreis Ahrweiler. Die Energiewende und damit auch der Klimaschutz im Kreis soll weiter vorangebracht werden, darin war sich der Kreis- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung einig. Deshalb sollen Bürger, Unternehmen, Vereine, Verbände, Kommunen und Vertreter der Tourismusbranche noch in diesem Jahr zu einer Zukunftskonferenz zusammenkommen. Die Organisatoren stellten dem Gremium das Konzept der Zukunftskonferenz vor.

Ideen für erfolgreiche Energiewende entwickeln

Deren Teilnehmer sollen sich demnach insbesondere mit den Themen Strom, Wärme und Mobilität auseinandersetzen. In Gruppen sollen sie machbare Ziele identifizieren und Konzepte für deren Umsetzung entwickeln. Grundgedanke sei es, dass alle an der Energiewende beteiligten Akteure – bezogen auf ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereich – Ideen für eine erfolgreiche Energiewende entwickelten. Experten der Energieagentur Rheinland-Pfalz, des Klimabündnisses und des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz sollen mit vor Ort sein und die Arbeitsgruppen beraten. Die Zukunftskonferenz wird voraussichtlich im November stattfinden, der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Idee zur Zukunftskonferenz ging aus dem Projekt „Nachhaltige Gestaltung der Landnutzung und Energieversorgung auf kommunaler Ebene“ (EnAHRgie) hervor. Der Kreis Ahrweiler war von 2015 bis 2017 Modellregion im Projekt, aus dessen Ergebnissen die hauptamtlichen Bürgermeister ein Umsetzungskonzept entwickelt hatten. Die Zukunftskonferenz ist Teil dieses Entwurfs. Der Kreis hatte sich bereits 2011 zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 bilanziell 100 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken.

Nur die AfD stimmte gegen Klima-Bündnis

Darüber hinaus beschloss der Kreis- und Umweltausschuss bei einer Gegenstimme der AfD, dem „Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder – Alianza del Clima e.V.“ beizutreten. Damit verpflichtet sich der Kreis, bestimmte Klimaziele einzuhalten – zum Beispiel die CO2-Emissionen alle fünf Jahre um zehn Prozent zu senken. Die Kommunen des Klima-Bündnisses entwickeln dazu unterschiedliche Konzepte, um die Emissionen zu reduzieren. Dabei setzen sie beispielsweise auf Energieeinsparung, Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien. „Der Beitritt zum Klimabündnis ist ein weiteres Bekenntnis des Kreises zum Klimaschutz und den damit verbundenen Aufgaben“, so Landrat Dr. Jürgen Pföhler (CDU). Der Mitgliedsbeitrag betrage überschaubare 950 Euro im Jahr.

Das Klimabündnis gilt mit mittlerweile 1700 Kommunen aus 26 europäischen Ländern als größtes Städtenetzwerk für den Klimaschutz und setzt sich gemeinsam mit indigenen Völkern der Regenwälder für dieses Ziel ein. Indigene Völker leben im und mit dem Regenwald, ohne ihn zu zerstören. Davon profitierten auch Menschen in anderen Teilen der Welt, denn die Bewahrung der Regenwälder sei entscheidend für die Bindung von CO2 und somit die Regulierung des Wetters und von Nährstoff-, Boden- und Wasserkreisläufen. Deshalb leisteten indigene Völker einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des globalen Klimas. JOST

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