Politik | 09.05.2025

Entscheidung wird finanzielle Auswirkungen haben

Die Eilentscheidung der neuen Bundesregierung, den Bonn-Beauftragten konsequent zu streichen, hat sicherlich auch Folgen auf die künftige Finanzausstattung des Bonn-Berlin Ausgleichs. Es ist geradezu nicht das beste Signal, was da jetzt, vier Jahre nach der Ahrtal-Flutkatastrophe -die auch in Teilen im benachbarten Rhein-Sieg-Kreis folgenschwer war- gesendet wird. Die gesamte Region ist schwer von der Flut getroffen und es wird noch Jahre des Wiederaufbaus benötigen. Deshalb brauchen wir zum einen die Finanzmittel des versprochenen Ausgleichs in voller Höhe und zum zweiten auch die öffentliche Wahrnehmung in der Außenwirkung, für eine gesunde Reputation der Region Bonn-Rhein-Sieg-Kreis Ahrweiler. Die Streichung eines „Botschafters“ für Bonn und die Region, halte ich für eine Falsche und wird der momentanen Situation nicht gerecht. Jetzt werden viele Sagen: Was hat den die Flutkatastrophe mit den Bonn-Berlin-Ausgleich zu tun? Man dürfe doch nicht alles in einen Topf werfen und die Dinge miteinander vermischen. In diesem Zusammenhang würde ich im Dsiskurs dem entgegenhalten: Wir haben jetzt in der Region eine neue Lage. Wir benötigen die Finanzmittel, um die Region in der Gänze zu stärken. Reputationsarbeit, Wahrnehmung durch Öffentlichkeitsarbeit, Metropolwirkung, Ansiedlungspolitik, Strukturentwicklungsmaßnahmen, all das will auch finanziert werden. Da hat der Rhein-Sieg-Landrat, Sebastian Schuster, meine volle Unterstützung, der ebenso Skepsis in der Angelegenheit geäußert hat. Ich bin der Meinung, dass diese Entscheidung ein Tiefschlag für die gesamte Region und die Menschen ist. Ich behaupte zudem, dass das auch Auswirkungen auf die Menschen direkt haben wird, die sich abgehangen fühlen werden. Daher gilt für mich, diese Entscheidung muss unverzüglich überdacht und rückgängig gemacht werden.

Detlef Odenkirchen,

Bad Neuenahr-Ahrweiler

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