Denkmal am Deutschen Eck
Ergebnis der Mörtelprobe wirft Fragen auf
Risse im Sockel und ähnliche Makel
Koblenz. Das Reiterstandbild am Deutschen Eck ist eines der bekanntesten Koblenzer Wahrzeichen und beliebtes Ausflugsziel von Koblenzerinnen und Koblenzern sowie Touristen. „Immer wieder weisen uns Besucher des Deutschen Ecks auf Risse im Sockel oder ähnliche sichtbare Makel hin“, erklärt die SPD-Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann.
Ratsmitglied und Vorsitzender des Altstädter SPD-Ortsvereins Fritz Naumann ergänzt: „Seit mittlerweile drei Jahren versuchen wir, in Bezug auf Zustand und mögliche Sanierungen des Wilhelm-Denkmals, Antworten der Verwaltung zu bekommen.“ Aus diesem Grund baten die Sozialdemokraten mit einer Anfrage im Rat um die Unterrichtung der Ergebnisse einer von der Verwaltung in Auftrag gegebenen Analyse einer Mörtelprobe des Denkmals.
„Ziel dieser Anfrage war es zu erfahren, wie es um die Standfestigkeit der Reiterstatue und die Haltbarkeit des Mörtels bestellt ist“, erläutert Naumann die Intention der SPD.
Die Verwaltungsantwort und die beiliegende Analyse des zuständigen Instituts überraschte die Fraktion allerdings. „Die Ausführungen geben insgesamt leider keine Auskunft über die Standfestigkeit, sondern lediglich eine sehr fachspezifische Darstellung der Zusammensetzung des Mörtels“, so Denny Blank vom SPD-Ortsverein Altstadt-Mitte.
Die Verwaltung sieht aufgrund der Ergebnisse der Analyse keinen „Handlungsbedarf bzgl. der Statik“, kündigt aber zugleich eine mittelfristige „Konzepterstellung zur Sicherung des Bestandes des Kaiser-Wilhelm-Denkmals“ an und auch das analysierende Institut spricht in seinen Ausführungen von „anstehenden Maßnahmen am Denkmal“.
Dies wirft in den Reihen der Sozialdemokraten Fragen auf. „Wenn es keinen Handlungsbedarf gibt, worin bestehen dann die genannten Maßnahmen und warum muss ein mittelfristiges Gesamtkonzept entwickelt werden? Hier besteht für die SPD-Fraktion definitiv noch Klärungsbedarf“, konstatiert Lipinski-Naumann.
Diesen werden die Koblenzer Sozialdemokraten mit einer weiteren Kleinen Anfrage von der Verwaltung nun einfordern.
Pressemitteilung
SPD-Stadtratsfraktion Koblenz
