Geplante Erweiterung des Wohngebiets Buschhoven-Süd
Erschließung über zwei schmale Zufahrten wird nicht als sinnvoll angesehen
Bürgermeisterin Peter Kalkbrenner soll noch einmal mit der Bezirksregierung verhandeln – Geplante Erweiterung umfasst 2,8 Hektar
Buschhoven. Bevor die geplante Erweiterung des Wohngebiets Buschhoven-Süd in die Tat umgesetzt werden kann, sind noch einige offene Fragen zu klären. Das ist das Ergebnis der jüngsten Sitzung des Swisttaler Planungsausschusses. Vor allem die Verkehrserschließung scheint noch nicht ganz ausgereift zu sein. Deshalb wurde Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner (CDU) beauftragt, mit der Bezirksregierung zu klären, ob die eigentlich nur für den künftigen zweiten Bauabschnitt erforderliche Erschließungsstraße vorgezogen werden kann.
Die geplante Erweiterung an der „Schießhecke“ umfasst 2,8 Hektar am südlichen Rand von Buschhoven. Das Plangebiet wirke heute als letzte Lücke innerhalb der südlichen Siedlungsentwicklung und biete sich für eine Arrondierung in Verlängerung des angrenzenden und bereits bestehenden Ortsverbands an, so Planer Uwe Schnuis vom Ingenieurbüro RaumPlan (Aachen). Heute wird das Gebiet noch als Ackerland und Pferdekoppel genutzt.
Nachfrage nach familiengerechten Baugrundstücken
Weil das benachbarte Neubaugebiet „Buschhoven-Süd“ bereits vollständig bebaut sei, sei die Ausweisung eines neuen Baugebietes dringend geboten, um der anhaltenden Nachfrage nach familiengerechten Baugrundstücken gerecht zu werden. Insgesamt sollen bis zu 51 Wohneinheiten entstehen. So sieht die Gemeindeverwaltung insbesondere aus der jüngeren Generation der angestammten Bevölkerung eine entsprechende Nachfrage nach Baugrundstücken.
Probleme macht allerdings die verkehrsmäßige Erschließung des Gebiets, denn die zunächst angedachten beiden Anbindungen an die Schießhecke im Nordwesten und an den Rosenweg im Osten weisen beide wegen der bereits bestehenden Bebauung lediglich eine Breite von fünf Meter auf. Zu wenig für eine sinnvolle Erschließung, so die Meinung des Ausschusses. Er bevorzugte mehrheitlich eine Alternative, die derzeit eigentlich gar nicht gebraucht würde.
Straße schon im Vorgriff bauen
Denn westlich des jetzt geplanten Baugebiets soll eine zweite, etwa gleich große Siedlung ausgewiesen werden, wenn das jetzt geplante Areal voll bebaut ist. Dieses künftige Baugebiet würde, soviel ist bereits klar, über eine schräg von der Verlängerung der Straße „Am Fienacker“ abzweigende Straße erschlossen. Würde man diese Straße schon jetzt im Vorgriff bauen, könnte damit zugleich eine optimale Erschließung des jetzt geplanten Neubaugebiets „Schießhecke“ erreicht werden. Was zudem den Vorteil hätte, dass die Anwohner des Rosenwegs und der Schießehecke vom zusätzlichen Verkehr aus dem Neubaugebiet verschont würden, immerhin 22 Fahrzeuge pro Stunde in der Spitzenzeit, hatte Schnuis errechnet.
Deshalb schlug Willi Eichmanns (CDU) vor, diese etwas ungewöhnliche Zuwegung vorab von der Bezirksregierung absegnen zu lassen – selbst wenn überhaupt noch nicht klar sei, ob das angedachte zweite Baugebiet überhaupt jemals zum Tragen komme. Da auch die anderen Fraktionen dies als die wahrscheinlich beste Lösung ansahen, beauftragte der Ausschuss bei einer Gegenstimme der FDP und bei drei Enthaltungen die Bürgermeisterin mit der Abklärung des Sachverhalts. Vielleicht, so Monika Goldammer (FDP), könne man ja sogar die beiden Baugebiete in der Reihenfolge gleich ganz tauschen. Das hatte der Gemeinderat ohnehin als die bessere Lösung angesehen, war aber von der Bezirksregierung verworfen worden. Doch dafür sah Bürgermeisterin Kalkbrenner keine Chance. JOST
