FDP-Koblenz spricht mit Betroffenen
Erste-Hilfe für die Ukraine
Koblenz. Die Koblenzer FDP besuchte Betroffene und Gestrandete Ukrainer in Koblenz. Im Gespräch mit dem „Rhein-Dnipro Deutsch-Ukrainischer Verein“ ging es unter anderem um wichtige Hilfsgüter, aber auch um deren konkreten Sorgen und Hoffnungen bezüglich der ungewissen Zukunft.
Über Social Media haben die Freien Demokraten Unterstützung mobilisiert. Noch am selben Tag überreichte der Kreisverband, die erste PKW-Ladung an parteiintern gesammelten Spenden – überwiegend Hygieneartikel, haltbare Lebensmittel und Verbandsmaterial waren zusammengekommen.
Nicht jede Spende ist zielführend
Des Weiteren ergaben die Gespräche vor Ort, dass viele Spenden zwar gut gemeint sind aber kaum einen Mehrwert für die Flüchtenden haben. Worüber aber direkt ein Konsens herrschte, waren medizinische Hilfsgüter. Marcel Bockisch-Ernst ist Soldat im Sanitätsdienst der Bundeswehr und war an den Gesprächen beteiligt.
Er merkt an: „Der Blutverlust ist einer der häufigsten Todesursachen während bewaffneten Auseinandersetzungen und eine rasche Blutstillung das effektivste Mittel dagegen. Dafür benötigt es aber blutstoppende Materialien, wie beispielsweise Druckverbände oder granulierende Wundauflagen.“ - die weiteren Besorgungen orientierten sich anhand Expertise und dem Wunsch des Vereins.
Erste-Hilfe-Pakete sind ein begehrtes Gut
Der Kreisverband (KV) handelte unverzüglich und verstand die Notwendigkeit der gewünschten Sachspenden. Thomas Michaelis, Mitglied im Kreisvorstand der FDP, organisierte gemeinsam mit dem Metro-Markt Koblenz Sanitätsmaterialien, welche momentan schwer gefragt sind. Es war ihm eine Herzensangelegenheit zu helfen. Zeitgleich kauften weitere Mitgliederinnen und Mitglieder des KV freizugängliche Medikamente, medizinische Schutzausrüstung und Essenskonserven - eine zweite Großladung konnte am 16 März übergeben werden.
Betroffene erzählt: Anastasyia Solodukha
Anastasyia war auf der Durchreise und ist wegen dem Konflikt in Deutschland gestrandet. Sie kann dementsprechend nicht in ihre Heimat zurück, was sie sehr belastet, erzählt die junge Frau in einem persönlichen Gespräch. Aber nichts tun kommt für die Ukrainerin nicht in Frage. Sie unterstützt fleißig die Spendenlogistik des deutsch-ukrainischen Vereins – motiviert verpackt und belädt Anastasyia die Transporter, bevor sie zur polnisch-ukrainischen Grenze aufbrechen. Für sie ist es das Mindeste, was sie für ihr Land tun kann. Sie hofft, dass der Konflikt möglichst schnell endet und die Verluste der ukrainischen Streitkräfte gering ausfallen.
Pressemitteilung der
FDP-Koblenz
