Mehrzweckeinrichtung für Merzbach
Erste Planung vorgelegt
CDU, UWG und FDP beauftragen die Verwaltung bei Ablehnung von Grünen und SPD
Merzbach-Neukirchen. Das Dorfleben in den Höhenorten Merzbach, Neukirchen, Schlebach und Irlenbusch mit ihren Weilern Scherbach, Krahforst, Vogelsang, Kurtenberg und Berscheid weiter stärken und ausbauen.
Genau dieses möchten die drei örtlichen Ratsherren Georg P. Schragen (CDU), Jörg Meyer (UWG) und Lorenz Euskirchen (FDP) erreichen und sehen dazu die Schaffung einer Mehrzweckeinrichtung als sinnvoll und erforderlich an. Seit Jahrzehnten gibt es in Merzbach lediglich das Foyer der Grundschule Merzbach als öffentlichen Versammlungsraum. Dieses Foyer verfügt nur über ein sehr begrenztes Platzangebot und weist ausstattungstechnisch wie belüftungstechnisch erhebliche Defizite auf. Deshalb hatten UWG, CDU und FDP bereits im Sommer 2019 einen gemeinsamen Antrag eingebracht, die Verwaltung möge eine Planung für eine Mehrzweckeinrichtung in Merzbach vorlegen. Trotz der Ablehnung des Vorhabens von SPD und Grünen, wurde bereits im Herbst 2019 die Verwaltung beauftragt, eine detaillierte Prüfung auf Machbarkeit für eine Nutzungserweiterung der jetzigen Turnhalle als Mehrzweckeinrichtung zu erstellen. Diese Option mit einem sehr günstigen Kosten-Nutzen-Verhältnis gegenüber einem An- oder Neubau mit deutlich geringerem Unterhaltungsaufwand wurde von der Verwaltung als erste der möglichen Optionen geprüft.
Auf der nun erfolgten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses legte die Verwaltung eine sehr detaillierte Machbarkeitsstudie mit den erforderlichen Maßnahmen, Umsetzungsmöglichkeiten und den zu erwartenden Kosten vor: Die Mehrzweckeinrichtung könnte bei Sitzplätzen an Tischen bis zu 389 Personen Platz bieten, bei Sitzplätzen in Reihen bis zu 689 Personen. Erforderliche Maßnahmen zum Brandschutz wurden ebenso detailliert aufgeführt wie Fluchttüren, eine Lüftungsanlage und eine barrierefreie Zuwegung sowie ein Stuhllager als Anbau mit Gesamtkosten von 450.000 Euro.
Nach Auffassung von CDU, UWG und FDP eine zwar erhebliche jedoch in der Größenordnung durchaus machbar erscheinende Investition.
Die drei Fraktionen beantragten daher erfolgreich die Wiedervorlage der Planungen zum Ende des Jahres 2021, verbunden mit einem Finanzierungskonzept besonders unter Ausschöpfung aller bestehenden Fördermöglichkeiten des Landes NRW. Die Grünen lehnten den Antrag grundsätzlich ab, der örtliche Vertreter der Grünen forderte sogar, die Ortvereine sollten – wie bisher der Junggesellenverein – für Veranstaltungen Zelte aufstellen. Auch die SPD-Fraktion lehnte diese Überlegungen grundsätzlich ab. Eine Wiedervorlage sei laut dem stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden auch nicht erforderlich. Stellung sowohl im Ausschuss wie unmittelbar medienwirksam in der Presse bezog auch die neu gewählte SPD-Ortsvorsteherin von Merzbach/Neukirchen. „Die kategorische Ablehnung der Ortvorsteherin der von drei Rheinbacher Parteien bereits seit 1,5 Jahren im engen Dialog gemeinsam mit der Verwaltung erarbeiteten Lösungsoption (natürlich sind auch andere Optionen Gegenstand unseres gemeinsamen Antrages und werden weiter beleuchtet) entspricht nicht unseren Anforderungen an eine von allen Ratsparteien gewählte Ortsvorsteherin. Diese sollte im Sinne unserer Ortschaften grundsätzlich zuerst mit allen, auch den politischen Wettbewerbern den Dialog suchen“, stellt UWG-Ratsherr Jörg Meyer klar. „Insbesondere zeigte sich die örtliche SPD in den letzten Jahren in keinster Weise engagiert in diesem Bedarf.“
„Der gemeinsame Dialog mit den Ortsvereinen, deren Arbeitsgemeinschaft, der Schule und allen weiteren Interessierten ist nun der richtige nächste Schritt. Diesen Dialog werden die drei antragstellenden Fraktionen sehr gerne, – auch mit Einladung der Ortvorsteherin – führen, sobald dies unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie möglich ist“, so die Fraktionsvorsitzenden von CDU, UWG und FDP. „Wir fordern SPD und Grüne auf, in einen gemeinsamen und konstruktiven Dialog zum Wohle unserer Höhenorte einzutreten“, so die Fraktionsvorsitzenden Joachim Schneider, Dieter Huth und Jana Rentzsch und abschließend.
Gemeinsame Pressemitteilung
derRatsfraktionen von
CDU, UWGund FDP
