Stadt Mayen

Erste Stolpersteine verlegt

21.07.2021 - 15:30

Mayen. „Stolpersteine: So nennt sich das Projekt des Künstlers Günter Demnig, das vor fast 30 Jahren von ihm begonnen wurde. Die „Stolpersteine“ erinnern an die Schicksale der vom Nationalsozialismus verfolgten, deportierten und ermordeten Menschen.


In Mayen wurden die ersten Steine jetzt in der Kehriger Straße vor Hausnummer 20 für das 1942 deportierte Ehepaar Johanna und David Gärtner sowie für Kurt Alfred Cossmann auf dem Marktplatz vor Hausnummer 29 verlegt.

Für die Verlegung reiste das Ehepaar Demnig, welches die Idee der Stolpersteine in die Tat umsetzt und bereits zahlreiche Steine in ganz Deutschland und den Nachbarländern verlegte, selbst an. „Wir freuen uns sehr darüber, dass nun auch in Mayen Stolpersteine zu sehen sind“, so das Ehepaar.

Im Rahmen eines Schulprojektes führte die 12. Klasse der Carl-Burger-Schule unter der Leitung von Peter Sczepanski umfassende Recherchearbeiten durch. Zur Finanzierung der 96 x 96 mm großen Gedenksteine akquirierten die Schülerinnen und Schüler Sponsoren. „Die Recherchearbeiten sind sehr umfangreich und zeitaufwendig, aber wir werden weiter recherchieren und hoffentlich noch einige Stolpersteine in Mayen verlegen“, so der betreuende Lehrer Peter Sczepanski.

„Ich bin sehr froh darüber, dass nun auch in Mayen den verfolgten und deportierten Menschen aus der Zeit des Nationalsozialismus mit Hilfe der Stolpersteine gedacht wird. Ich bedanke mich herzlich bei der Carl-Burger-Schule, der Schulleiterin Frau Birk-Märker, den Schülerinnen und Schülern und natürlich bei Herrn Sczepanski, der das Projekt initiiert und leitet“, so Oberbürgermeister Dirk Meid.

Auch die städtischen Gremien unterstützen die Idee der Stolpersteine. Die notwendige Zustimmung zur Verlegung dieser besonderen Gedenksteine erteilte der Stadtrat in seiner Sitzung am 19. Mai.

Pressemitteilung

Stadt Mayen

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Amnesty International

50 Jahre Kampf für die Menschenrechte

Koblenz/Neuwied. Am Montag, 9. August und Dienstag, 10. August, sind die Mitglieder von Amnesty Koblenz und Neuwied mit dem Amnesty-Mobil am Zentralplatz. Die beiden Gruppen setzen sich bereits seit 50 Jahren für die Menschenrechte ein. Ein Einsatz, der heute noch genauso wichtig ist wie damals. An beiden Tagen werden die Mitglieder von 11 bis 21 Uhr vor Ort sein und über die Arbeit von Amnesty International informieren. mehr...

Die Abfallwirtschaft Landkreis Neuwied AöR wählt neuen Personalrat

Oliver Petricek ist Vorsitzender

Kreis Neuwied. Nachdem die Abfallwirtschaft des Landkreises Neuwied inklusive der externen Sammellogistik zum 1. Januar 2021 in eine eigenständige „Anstalt des öffentlichen Rechts“ (AöR) überführt wurde, ist auch ein eigener Personalrat ins Leben gerufen worden. Die rund 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dabei Oliver Petricek zu ihrem ersten Personalratsvorsitzenden gewählt. Landrat Achim... mehr...

Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Sommerzeit ist Grillzeit: Was kommt bei Euch auf den Rost?

Traditionell Steaks und Bratwurst.
Leicht muss es sein: Fisch und Gemüse
Hauptsache vegetarisch / vegan.
Alles was schmeckt!
656 abgegebene Stimmen
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 
Kommentare
Schindler:
"Ahr - A wineregion needs Help vor Rebuilding e.V" Was soll das in engl. Sprache? Lächerlich! Das stößt mich eher ab, als mich anzusprechen. Schade!...

THW baut Brücken im Unwettergebiet

liku:
Hat man grade nicht andere Probleme , um sich darüber zu streiten, ob Werbung ist oder nicht...? Ich geh nun mal wieder vor Ort helfen.Schönen Gruß...
Monika d.:
Gert Kamphausen, wenn das zurzeit ihre größte Problem ist, dann müssen Sie sich glücklich schätzen. Außerdem was Werbung angeht da haben sie was total durcheinander gebracht....
Gabriele Friedrich:
Herr Kamphausen, die Erwähnung des THW ist keine Werbung sondern ein Lob und eine Anerkennung für die Leistung. Ohne diese Organisation wäre die Lage noch schlechter, als sie schon ist und das THW ist unverzichtbar für unsere Gesellschaft und ebenso für Einsätze im Ausland. Die allergrößte Hochachtung...
Mareike Noll:
Cutie ;)...
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen