Politik | 19.07.2022

Kreis Mayen-Koblenz

Erster Kreisbeigeordneter besucht Flüchtlingsunterkunft in Bendorf

Der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong hat sich nun gemeinsam mit Christoph Mohr, Bürgermeister der Stadt Bendorf, sowie Vertretern von Caritasverband Koblenz und Kreisverwaltung einen Eindruck von der Notunterkunft für Flüchtlinge im ehemaligen Bendorfer Krankenhaus gemacht.  Foto: Kreisverwaltung/Morcinek

Kreis MYK. Um weitere Unterbringungsmöglichkeiten für flüchtende Menschen im Landkreis Mayen-Koblenz zu schaffen – insbesondere vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges –, sind gemäß eines Kreistagsbeschlusses vom 1. April das Krankenhaus Bendorf und das Containerdorf Mendig als Notunterkünfte angemietet worden. Der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong hat sich nun gemeinsam mit Christoph Mohr, Bürgermeister der Stadt Bendorf, sowie Vertretern von Caritasverband Koblenz und Kreisverwaltung einen Eindruck von der Einrichtung in Bendorf gemacht.

„Wir sind froh, dass wir den flüchtenden Menschen mit dem Bendorfer Krankenhaus eine angemessene Unterbringung bieten können, in der sie sich so lange wohlfühlen können, bis dezentraler Wohnraum in den Städten und Verbandsgemeinden für sie angemietet oder bereitgestellt werden kann“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Badziong und hielt noch einmal fest, dass es sich bei den Einrichtungen in Bendorf und Mendig ausdrücklich nicht um Dauerlösungen, sondern um Notunterkünfte zur vorübergehenden Unterbringung handelt.

Aktuell sind rund 25 Personen im Krankenhaus Bendorf untergebracht. Neben geflüchteten Urkrainern wohnen dort derzeit auch Menschen aus Nordmazedonien, Irak, Syrien, Iran und Somalia. Für diese Woche sind zudem Flüchtlinge aus Afghanistan und El Salvador angekündigt. Dabei ist die Fluktuation groß: Familien ziehen ein und, sofern es gelingt, eine geeignete Wohnung im Landkreis zu finden, innerhalb von wenigen Tagen, maximal jedoch innerhalb von zwei Monaten wieder aus.

Die Bendorfer Einrichtung, in der das Erdgeschoss und der erste Stock angemietet sind, bietet Platz für bis zu 50 Menschen. Bei Bedarf könnten noch weitere Etagen hinzugemietet und so Platz für insgesamt bis zu 150 Personen geschaffen werden. Für die Betreuung der Menschen vor Ort wurde ein Vertrag mit dem Caritasverband Koblenz und dem AWO Bezirksverband Rheinland abgeschlossen.

Bis heute sind kreisweit bereits mehr als 2100 registrierte Personen aus der Ukraine aufgenommen worden. Hinzu kommen 361 weitere Geflüchtete aus aller Welt, die dem Landkreis bislang im Laufe des Jahres zugewiesen wurden. „Im gesamten Jahr 2021 betrug die Zahl an Schutz suchenden Menschen 289 Personen, sodass wir einen enormen Anstieg zu verzeichnen haben“, erläutert der Erste Kreisbeigeordnete. Die Menschen werden bislang weitgehend in privaten Wohnräumen untergebracht.

Pressemitteilung Kreis MYK

Der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong hat sich nun gemeinsam mit Christoph Mohr, Bürgermeister der Stadt Bendorf, sowie Vertretern von Caritasverband Koblenz und Kreisverwaltung einen Eindruck von der Notunterkunft für Flüchtlinge im ehemaligen Bendorfer Krankenhaus gemacht. Foto: Kreisverwaltung/Morcinek

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Wir helfen im Trauerfall
Imageanzeige Dauerauftrag 07/2025
seniorengerechter Badausbau
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0399#
Blaulichtfest in Grafschaft-Ringen, 11. – 12.07.26
Empfohlene Artikel
Flaschen, Plastikverpackungen, Einweggeschirr: Am Ufer des Sees türmt sich gerade nach Wochenenden der Müll.  Foto: Gabi Becker
873

Mit großer Besorgnis beobachte ich die zunehmende Verschmutzung am Laacher See. Besonders nach den Wochenenden bleiben nach Partys häufig Flaschen, Plastikverpackungen, Einweggeschirr und anderer Müll am Ufer, entlang der Wege und sogar mitten im Wald zurück. Dieses rücksichtslose und antisoziale Verhalten schadet der Natur und der Tierwelt gleichermaßen und beeinträchtigt die Erholung aller Besucherinnen und Besucher.

Weiterlesen

Weitere Artikel
schmusen mit Pflegemama
1511

Mayen. Sultan kam bereits im Februar 2026 in unser Tierheim, nachdem er in Mendig umherstreunte und sich niemand für den stattlichen weißen Kater verantwortlich fühlte. Damals war Sultan unkastriert, nicht gekennzeichnet und hatte eine schlimme Augenentzündung, die auf seine nicht behandelten Rolllider zurückzuführen war.

Von Tierschutzverein Mayen U.U. e.V. Frau Sybill Limba aus Mayen

Weiterlesen

Die Ramersbacher Straße in Ahrweiler.  Foto: ROB
1371

Auch an weiteren Stellen wird intensiv an der Infrastruktur gearbeitet

07.07.: Wiederaufbau in Ahrweiler: Ramersbacher Straße wird für ein Jahr gesperrt

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Noch bis Ende Juli ist die Verbindung zwischen der St.-Pius-Straße und der Eifelstraße im Stadtteil Bachem vollständig für den Verkehr gesperrt. Dort werden derzeit die Anschlussarbeiten der neuen Bachemer Brücke an die angrenzenden Straßen durchgeführt. Gleichzeitig wird der Kreuzungsbereich umgestaltet, um die künftige Verkehrsführung zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Weiterlesen

Die Ahr in Bad Neuenahr am Morgen nach der Flut.  Foto: ROB
815

Fünf Jahre sind vergangen, seitdem in der Ahrflut 135 Menschen im Alter von 4 Monaten bis 97 Jahren ums Leben kamen. Über 700 Personen wurden verletzt. Gar nicht zu reden von den Schicksalen und Tragödien, die bis heute auf die Ahrflut zurückzuführen sind (z. B. Suizide, über die keiner berichtet).

Weiterlesen