Rengsdorfer Gemeinderat beschloss Aufstellung des Bebauungsplans Monte Mare
Erster Schritt für 35 Millionen-Projekt
Freizeitanlage, Seen, Saunen, Therme, Klettergarten und Hotel mit 120 Einheiten geplant
Rengsdorf. Die Aufstellung des Bebauungsplans Monte Mare durch das Ing.-Büro West in Polch beschloss der Rengsdorfer Gemeinderat einstimmig in seiner letzten Sitzung kurz vor der Kommunalwahl. Damit ist der erste Schritt für eine 35 Millionen Euro-Investition der Monte Mare-Gruppe genommen.
Entstehen sollen ein Hotel mit 120 Zimmern, Appartements und Deluxe-Wohnungen sowie Therme mit Solebecken, eine Textilsauna und die übliche FKK-Sauna, Fitnessbereich und zwei Seen, von denen einer zum Baden genutzt werden kann. Natürlich sind auch Restaurant und Seeterrasse vorgesehen sowie ein Wasserpark für Kinder.
Der Klettergarten, den die Gemeinde Rengsdorf bauen will, umfasst auch eine Hängebrücke über den See. Ferner sorgt die Gemeinde für 20 moderne Wohnmobilstellplätze. Das alles wurde gemeinsam mit der Monte Mare-Geschäftsführung entwickelt und soll bereits 2022 Realität sein.
Ortsbürgermeister Christian Robenek erklärte gegenüber BLICK aktuell, warum die Gemeinde vor etwa zwei Jahren nicht auf die Wünsche von Monte Mare einging, was zur Schließung der bekannten Wellnessanlage führte: „Wir wollten zum Daueraufenthalt keine Eigentums- oder Seniorenwohnungen, denn dann hätte wir ein Baugebiet erschließen müssen, wir haben im Ortsbereich aber noch 60 unbebaute Grundstücke und die gehen vor.“
Inzwischen habe man sich angenähert und: „Wir lassen im Tourismusbereich Ferienwohnungen und Hotelzimmer zu, die ja nicht zum Dauerbewohnen sind“, sagte der Ortsbürgermeister.
Die Aufstellung des Bebauungsplans wird die Gemeinde Rengsdorf rund 50 000 Euro kosten. Der Ortsbürgermeister geht davon aus, dass Ende des Jahres die Offenlegung des Bebauungsplans erfolgt, damit nächstes Jahr mit den Arbeiten für das Großprojekt begonnen werden kann.
In der Ratsvorlage heißt es u. a.: „Mit der Umsetzung eines Natur & Aktiv-Resorts am See und der Realisierung der bereits beschlossenen Aufwertung der Westerwaldstraße, könnte für Rengsdorf in den nächsten Jahren nicht nur eine Neuausrichtung erfolgen, Rengsdorf könnte zu einem der begehrtesten Wohnorte im nördlichen Rheinland-Pfalz werden.“
HEP
