Politik | 12.10.2020

Wahlkreis Neuwied / Altenkirchen

Erwin Rüddel tritt wieder an

Überwältigende Mehrheit für heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten

Erwin Rüddel wird als Bewerber des 20. Deutschen Bundestages im Wahlkreis Altenkirchen/Westerwald antreten. Foto: photodesignklaas

Wissen. Der CDU-Politiker Erwin Rüddel wird sich bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr erneut um das Direktmandat im heimischen Wahlkreis bewerben. Das beschloss am Abend im kulturWERK Wissen mit der überwältigenden Mehrheit von 94 Prozent die CDU-Vertreterversammlung zur Aufstellung des Wahlkreisbewerbers zum 20. Deutschen Bundestag für den Wahlkreis Neuwied/Altenkirchen. Unmittelbar nach der Abstimmung zeigte sich Rüddel dankbar für diesen großen Vertrauensbeweis und versprach auch für die kommenden Jahre seinen vollen Einsatz für die Menschen am Rhein und im Westerwald.

In seiner Rede hatte der Christdemokrat, der in Berlin dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages vorsitzt, zuvor als Grund für seine erneute Kandidatur neben dem weiteren Einsatz für den heimischen Wahlkreis vor allem die Fortentwicklung unseres Gesundheitssystems genannt.

Er habe in den vergangenen Jahren vieles erreichen und entsprechende Geldmittel mobilisieren können, was der Lebensqualität der Menschen in unserer Region direkt zu Gute gekommen sei, betonte Rüddel. Das gelte für Städtebau, Stadtsanierung und Denkmalschutz sowie für die Unterstützung von Kindertagesstätten und Mehrgenerationenhäusern ebenso wie für die Verbesserung der Verkehrswege und der Mobilfunknetze und den Glasfaserausbau. Zudem sei die Halbierung des Bahnlärms bis zur Jahreswende gesichert, wobei dies „nicht das Ende, sondern nur ein Etappenziel“ sein könne.

Als Mitgründer und Sprecher der überfraktionellen „Parlamentsgruppe Bahnlärm“ im Deutschen Bundestag dränge er im Verkehrsministerium und bei der Deutschen Bahn weiter auf eine rasche Machbarkeitsstudie für die große Tunnel-Lösung Troisdorf–Mainz/Bischofsheim, da sich langfristig nur damit die Hoffnung auf eine substanzielle Steigerung der Lebensqualität für die Menschen am Mittelrhein verbinde.

Mit Blick auf die Corona-Krise hob der Politiker hervor, es sei gelungen, eine sich dynamisch entwickelnde Ausbruchssituation einzudämmen, die zu einer schweren Gefährdung der öffentlichen Gesundheit in Deutschland zu werden drohte. Deutschland sei im internationalen Vergleich bislang glimpflich davongekommen. Ehe wir nicht über einen geeigneten Impfstoff verfügten, dürfe aber nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden, was wir durch Disziplin und Besonnenheit in den vergangenen Monaten erreicht hätten.

Corona:Schutz der Bevölkerung im Mittelpunkt

Das Corona-Virus sei noch genauso hochinfektiös wie im Frühjahr. Es gehe daher nicht um „irgendwelche Verschwörungstheorien“, sondern einzig und allein „um den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung angesichts einer weltumspannenden Pandemie“.

Der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages habe unter seinem Vorsitz in den vergangenen Monaten im Zeichen der Corona-Pandemie unter hohem Zeitdruck ein enormes Arbeitspensum bewältigt, um den akuten Bedürfnissen und Anforderungen in unserem Gesundheitswesen gerecht zu werden, sagte Rüddel weiter. Mit mehreren Gesetzen und Verordnungen habe man die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen für Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen, Vertragsärzte, Pflegekräfte und Heilmittelerbringer aufgefangen, den Infektionsschutz für die Bevölkerung und die lokalen Gesundheitsämter gestärkt, mehr Corona-Tests in Pflegeheimen ermöglicht, Prämien für die Pflegekräfte beschlossen und den Familien durch verlängerten Lohnersatz geholfen, wenn Angehörige kurzfristig selbst Pflege leisten oder diese organisieren müssten.

Insgesamt habe die CDU-geführte Bundesregierung die Gefährdung durch Corona mit beispiellosen Maßnahmen für Unternehmen, Selbstständige, Arbeitnehmer, Familien und Kinder beantwortet, betonte Rüddel. In einem einmaligen Kraftakt seien gewaltige Summen mobilisiert worden, um einen noch stärkeren Einbruch der Wirtschaft zu verhindern und die Lebensqualität von Millionen Menschen in unserem Land abzusichern.

Voller Einsatz gefordert

Eindringlich rief der Abgeordnete die heimischen Parteimitglieder zu vollem Einsatz mit Blick auf die Landtagswahl im kommenden Frühjahr und die Bundestagswahl im nächsten Herbst auf. Man dürfe sich von den aktuell positiven Umfragen für die CDU nicht in falscher Sicherheit wiegen lassen. Rüddel warnte nachdrücklich vor Steuererhöhungen und weiteren Schulden nach der Wahl, wie sie von Olaf Scholz und anderen bereits angekündigt würden. Und was Deutschland bei einer linksgrünen Mehrheit im nächsten Herbst drohe, das könne man schon heute in Berlin besichtigen, fügte Rüddel hinzu.

Auch an deutlicher Kritik der Landesregierung in Mainz fehlte es nicht. Exemplarisch nannte es Rüddel „beschämend“, wie viele Unternehmen von Mainz im Stich gelassen worden seien, wenn es etwa um Soforthilfen und Hilfen für Soloselbstständige gegangen sei. Zudem wies er auf „das Elend in Sachen Hallenbad Altenkirchen“ hin und warf FDP-Minister Wissing vor, dass die von Rüddel in Berlin erkämpften Millionen im Bundesverkehrswegeplan für dringend notwendigen Straßenbau zu verfallen drohten.

Eine klare Absage erteilte der heimische CDU-Politiker jeglichem politischen Radikalismus von rechts oder links. Man werde einen knallharten Wahlkampf gegen die AfD führen. Aber man verschließe auch nicht die Augen, wenn Anhänger von SPD und Grünen mit den Nachfolgern der SED, mit der Antifa und mit anderen Linksextremisten gemeinsame Sache machten.

Klimaschutz und Digitalisierung

Mit Blick auf den Klimaschutz würdigte Rüddel die sehr ambitionierten Pläne der Bundesregierung, mahnte aber zugleich an, mit Augenmaß zu handeln. Es helfe dem Klima nicht, hier die Werkstore zu schließen und die Menschen in die Arbeitslosigkeit zu entlassen, während in China und Indien immer neue Kohlekraftwerke gebaut würden. Auch bei der „Agrarwende“ dürfe das Kind nicht mit dem Bade ausgeschüttet werden. Unsere bäuerliche Land- und Viehwirtschaft brauche politischen Beistand, damit die Betriebe nicht überfordert würden.

Mit Nachdruck warb Rüddel dafür, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Das gelte in ganz besonderer Weise für unseren ländlichen Raum, für den die Aussichten auf gleiche Lebensbedingungen wie in den urbanen Zentren dank Digitalisierung so groß wie nie zuvor seien. „Schnelles Internet muss bei uns ein Grundrecht sein – genau wie der Anspruch auf einen Kita-Platz. Schnelles Internet muss integraler Bestandteil der staatlichen Daseinsvorsorge sein - wie Straßen, Wasser, Strom und Gesundheitsversorgung“, bekräftigte Rüddel.

Der Breitbandausbau sei für eine leistungsfähige Infrastruktur, für eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung und für den Erhalt unseres Wohlstands lebensnotwendig – und für unsere Heimat ein Schlüssel zur Zukunft.

Schließlich verwies Rüddel auf die vielfältigen Verbindungen und engen Kontakte zu wichtigen Ministerien und anderen Institutionen sowie den maßgeblichen Entscheidungsträgern in der Hauptstadt und anderswo, die er sich im letzten Jahrzehnt erarbeitet habe. Diese guten Kontakte wolle er auch in den kommenden Jahren nutzen, um noch mehr „zugunsten möglichst attraktiver Lebensbedingungen für Jung und Alt, für Familien und Unternehmen in unserer Heimat zu erreichen“.

Gesundheitsversorgung im Fokus

Dazu zähle selbstverständlich nicht zuletzt eine gute, flächendeckende Gesundheitsversorgung als Grundlage für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land und für die weitere Entwicklung unserer Region. Dafür wolle er in den nächsten Jahren von Berlin aus aktiv mitarbeiten.

Er sei Mitglied in zahlreichen Vereinen und Organisationen im heimischen Wahlkreis und fühle sich „unserer Region zutiefst verbunden“, betonte Rüddel. Die positive Entwicklung unserer Region sei das zentrale Anliegen seiner gesamten politischen Arbeit.

Abschließend bekräftigte er das Ziel, mit seiner erneuten Kandidatur zum vierten Mal in Folge den Bundestagswahlkreis Neuwied/Altenkirchen direkt für die CDU zu gewinnen und mit Unterstützung der Parteimitglieder „für eine gute Zukunft unserer Heimat zu kämpfen. vPressemitteilung CDU

Erwin Rüddel wird als Bewerber des 20. Deutschen Bundestages im Wahlkreis Altenkirchen/Westerwald antreten. Foto: photodesignklaas

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Kleinanzeigen
Anlagenmechaniker
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Container Anzeige
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige mehrere Stellen
Dauerauftrag 2026
Titelanzeige
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
25

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
136

Aufgrund eines beschädigten Gas-Kraftstofftanks mussten die Bergungsarbeiten unterbrochen werden

07.04.: LKW brennt vollständig aus - A3 über 9 Stunden vollständig gesperrt

Neustadt (Wied). Am 7. April 2026, gegen 15:30 Uhr, brach auf der Autobahn A3 bei Kilometer 54 in Fahrtrichtung Frankfurt am Main ein Feuer an einem Sattelauflieger aus. Zunächst fing die rumänische Zugmaschine Feuer, welches sich anschließend auf den belgischen Auflieger, der mit Stückgut beladen war, ausbreitete. Beide Fahrzeugteile brannten vollständig aus.

Weiterlesen

Symbolbild.
1186

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Alles rund ums Haus
Anzeige "Rund ums Haus"
Rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Ostergruß
Kreishandwerkerschaft
SB Standesamt
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
PR-Anzeige
Unterstützeranzeige
Imageanzeige - Ostern