Politik | 13.07.2023

Erwin Rüddel zu Vorwürfen im Kontext der aktuellen Klimapolitik

„Es zählen Fakten, statt Polemik!“

Erwin Rüddel. Foto: privat

Kreis Neuwied. „Ich sehe mich veranlasst, dass ich mich gegen mir in Medien und seitens der politischen Konkurrenz erhobene Vorwürfe, aufgrund meiner gleichermaßen detaillierten wie abgewogenen Stellungnahme zur aktuellen Klimapolitik, verwahre. Denn es wird mit unvollständigen sowie sinnentstellten Zitaten gearbeitet, und die Kritiker lassen meine zentralen Argumente einfach unter den Tisch fallen“, konstatiert der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

Deshalb wiederholt der Parlamentarier an dieser Stelle nochmals einige seiner Kernaussagen und kritisiert unter anderem eine medial überwiegend völlig eindimensionale Klima-Berichterstattung. Er weist darauf hin, dass „auch künftig Erdöl, Gas und Kohle gefördert werden – in China, in Indien, im Nahen Osten, in Venezuela, am Golf, in Russland und in etlichen anderen Regionen. Und zahllose sich entwickelnde Nationen überall auf dem Globus werden auch künftig alle Hebel in Bewegung setzen, um sich dem Niveau des Wohlstands der führenden Industrieländer zumindest anzunähern.“

Wie Rüddel weiter anmerkt, ist dabei nicht einmal die Rede von den Folgen für das „Klima“, wenn sich die Bevölkerung Afrikas voraussichtlich bis zur Mitte des Jahrhunderts verdoppelt haben wird. „Die EU hat übrigens zwischen 2016 und 2021 den Ausstoß von CO2 um ca. 364 Millionen Tonnen reduziert, während die übrige Welt im gleichen Zeitraum ihre Emissionen um 1,6 Milliarden Tonnen erhöhte.“

Weiter schrieb der CDU-Bundestagsabgeordnete in einem Beitrag auf seiner Homepage: „Alles, was die einen einsparen, werden andere Länder verbrauchen. Es wird kein Fass Öl, kein Kubikmeter Gas und keine Tonne Kohle ungenutzt bleiben.“ Der Ausstoß von CO2, so Rüddel weiter, werde sich „lediglich verlagern, von denen, die einsparen, zu denen, die die frei gewordenen Mengen verbrauchen werden“. Zudem werde das Klima „nicht auf dem winzigen Territorium Deutschlands (mit seinem ebenfalls winzigen Anteil an der Weltbevölkerung von gerade noch einem Prozent) ‚gerettet‘ werden“.

Was medial nicht berichtet wurde, sind Passagen in Rüddels Beitrag, in denen er anmerkt, man müsse „überlegen, wo wir – außerhalb unseres Landes – mit geringeren Mitteln mehr im Sinne globaler Effekte erreichen können, als im Inland“. Und weiter heißt es: „Fest steht, dass weder Deutschland allein noch die Europäer allein eine Chance haben, den Klimawandel aufzuhalten. Wir wären deshalb besser beraten, vermehrt darüber zu diskutieren, wie wir mit möglichen Folgen umgehen sollten.“

Ferner hat der heimische Abgeordnete die „Propheten der ‚Klimahölle‘“ kritisiert, die es geschafft hätten, „hierzulande ein gesellschaftliches Klima zu erzeugen, in dem der ‚Kampf gegen die Klimakrise‘ teilweise groteske Züge angenommen“ habe. Dazu würden sich „unerfreuliche Assoziationen“ an „allerhand verwirrte Untergangssekten“ aufdrängen. Zudem würden „leider gerade junge Menschen in einen fatalistischen Radikalismus getrieben, der letztlich darauf hinausläuft, die Demokratie selbst in Frage zu stellen, weil nur so die Rettung der Welt vor dem Untergang erreicht werden könne“.

Sein Fazit: „Ehe wir Gefahr laufen, Deutschland wirtschaftlich, finanziell und sozial zu ruinieren, um – wenn überhaupt – Effekte im Promillebereich zu erzielen, sollten wir unsere Aufmerksamkeit verstärkt darauf richten, wie wir mit dem Klimawandel künftig leben können, indem wir uns rechtzeitig auf mögliche Folgen der Erderwärmung einstellen.“

Denjenigen, die versuchen Rüddel – fälschlich – das Etikett „Klimaleugner“ anzuheften, empfiehlt er sich mal mit der Frage zu beschäftigen, wie man bei Energieknappheit CO2-freie KKWs stilllegen, Kohle aus Kolumbien und Fracking-Gas aus den USA quer über den Atlantik importieren, alte Kohlekraftwerke reaktivieren und auf Kohlestrom aus Polen hoffen kann – um das Ganze dann in der Öffentlichkeit als „Klimaschutz“ zu verkaufen. „Was zählt, sind Fakten und keine Polemik“, bekräftigt Erwin Rüddel.

Pressemitteilung des

Büro von Erwin Rüddel

Erwin Rüddel. Foto: privat

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Kommentare
20.07.202318:07 Uhr
juergen mueller

@Lachmann: Protoganisten? Oder meinen Sie Protagonisten?
Die deutsche Sprache zu beherrschen u. zu wissen, was, wovon man schreibt u. deren Bedeutung man kennt wurde offensichtlich nicht jedem mit auf den Weg gegeben. Das Interesse für eine bestimmte Thematik ebenfalls nicht, denn, wäre ein solches auch nur ansatzweise vorhanden, wäre das schon ein guter Weg zu begreifen, dass es hier nicht um Prahlerei/Schwätzerei (übersetzt: Schwadronieren) geht, sondern um eine Problematik, die nicht wenige bewegt u. umsorgt. Fehlender Intellekt gibt es nicht zu kaufen, sondern man hat ihn.

20.07.202312:19 Uhr
Monika Knies

Vieles verstehe ich nicht.,.das gebe ich gerne zu. Aber ich weiß zumindest wie man "intelekktuell" schreibt. Ich finde es schon peinlich große Reden zu schwingen und dann der Rechtschreibung nicht Herr zu sein. Redet doch einfach mal Klartext sonst interessiert es nur genauso
Gscheithaferl wie Euch.

20.07.202312:17 Uhr
Monika Knies

Vieles verstehe ich nicht.,.das gebe ich gerne zu. Aber ich weiß zumindest wie man "intelekktuell" schreibt. Ich finde es schon peinlich große Reden zu schwingen und dann der Rechtschreibung nicht Herr zu sein. Redet doch einfach mal Klartext sonst interessiert es nur genauso
Gscheithaferl wie Euch.

19.07.202323:38 Uhr
Rainer Lachmann

Was eine herrliche Bauernschadroniererei der üblichen Protoganisten. Man fragt sich ob manch einer kein bessers Hobby hat, oder darin Passion erkennt, sich hier auszuleben mit seinen für selbstverständlich angenommenen Weltansichten. Mehr Popcorn.

19.07.202312:43 Uhr
juergen mueller

@Samed: Hier prallen verschiedene Welten aufeinander, deren Meinungen soweit auseinandergehen, dass wohl ein vernunftorientiertes Kommunizieren, zu dem nun einmal austeilen u. einstecken gehören, nicht möglich ist. Bleiben Sie u. Herr Rüddel bei ihrer Meinung u. ich bei der Meinen, was allerdings nicht ausschließt, dass ich weiterhin das sagen werde, was ich für vertretbar halte. Zu Herrn Rüddel sei noch angemerkt, dass er mit seiner Position als gewählter Volksvertreter bei weitem nicht gleichzeitig vernunft- u. realitätsorientiertes Denken mit dazu bekam. Bei weitem nicht. Die fehlende Verantwortung, mit der Politiker ihr angebliches Wissen (und zwar zu jedem Thema) (zu)oft unters Volk bringen, ist schon grenzwertig. Es wird, in Ihrem, wie auch im Falle des Herrn Rüddel, Wissen verbreitet, das man nur als subjektiv bezeichnen kann. Im übrigen, WANN wurde in der Politik schon jemals die Wahrheit gesagt?

18.07.202317:39 Uhr
Amir Samed

@juergen mueller, ihre beiden Kommentare sind reine Polemik, genau das, was Erwin Rüddel bemängelt. Er hat Fakten geliefert, ich habe diese Bestätigt und sie versuchen es mit unsachlichen Attacken, die, Aufgrund mangelhafter Informationen und ihre fehlende Bereitschaft sich überhaupt tiefer in diese Thematik einzuarbeiten, mehr eine Beleidigung des Gegenüber darstellen. Meine Meinung zu unterschiedlichen Themen brauchen sie nicht zu teilen, aber Argumentativ dagegen halten sollten sie schon, Vorzugsweise mit Daten auf wissenschaftlicher Basis.

17.07.202318:53 Uhr
juergen mueller

Die Unfähigkeit zu einer vernünftigen u. fundierten Überlegung (die Bedeutung von Verblendung) gerade denjenigen vorzuwerfen, die sogen. gewählten Volksvertretern auf 5 Jahre ohne eigene Entscheidungsbefugnis u. Handlungsfreiheit ausgeliefert sind entspricht genau dem Bild eines in sich u. seiner einbetonierten Ideologie u. seinem einseitig erworbenen Wissen begrenzt denkenden Querdenker, egal, ob es die Klimapolitik oder die einer rechtsextremistisch eingestuften Partei betrifft. Eine von sich allein überzeugte, andersdenkende Scheuklappenpolitik ist genau das,was uns in den vergangenen Jahrzehnten dorthin gebracht hat, wo wir heute stehen. Unterstützung erhalten sie von denjenigen, die aus nicht immer nachvollziehbaren Gründen nicht in der Lage sind zu begreifen, wie sich unsere Welt durch menschliches Eingreifen negativ verändert hat u. weiter verändert, dank einer Spezie von Menschen, die immer nur eines vorangetrieben hat - Ausbeutung u. Vernichtung von natürlichen Ressourcen

17.07.202318:01 Uhr
juegen mueller

Wenn hier einer polarisiert und zwar als Klimaleugner, der (wie fast in allen seiner Themenbereiche) mit erlesenen, für ihn seine oft nicht nachvollziehbare Meinung passende/unterstützende sogen. wissenschaftliche Fakten anführt, dann ist er es. A`typisch für einen Politiker, unbelehrbar, auf seiner Meinung stur beharrend, anderweitige sogen. zentrale Argumente einfach wegzureden. Dass Deutschland alleine nicht in der Lage ist, den Klimawandel aufzuhalten, das zu wissen, dafür brauche ich keine Belehrung von jemandem, der sich nicht zu schade ist, sein belegbares, oftmals unvollständiges Wissen als fundiert u. Fakt zu bezeichnen u. über Social-Media öffentlich zu machen.
Polemik gehört zum politischen Geschäft u. hat mit Fakten wenig zu tun. Die angeblich programmierte Allwissenheit, mit der sich Politiker zu JEDEM Thema angeblich fundiert äußern entspricht genau dem Bild von Mensch, dem man nicht vertrauen kann. So auch hier.

14.07.202307:19 Uhr
Amir Samed

"CO2-freie KKWs stilllegen, Kohle aus Kolumbien und Fracking-Gas aus den USA quer über den Atlantik importieren, alte Kohlekraftwerke reaktivieren und auf Kohlestrom aus Polen hoffen kann – um das Ganze dann in der Öffentlichkeit als „Klimaschutz“ zu verkaufen" --- Da ist Erwin Rüddel absolut zuzustimmen, enthüllt doch dieser Sachverhalt, für jeden Sichtbar, das GRÜNE Lügengebäude rund um das Lebenswichtige Molekül CO² (Baustin des Lebens!) und zeugt von einer kognitiven Dissonanz. In dieser Sache herrscht, leider, nur noch Ideologie vor, siehe die verwendete Bezeichnung "Klimaleugner". Diejenigen, die solch einen Begriff verwenden um Andersdenkende zu diffamieren, sind offensichtlich intelekktuell nicht ganz auf der Höhe oder politisch und ideologisch verblendet. Ausgrenzung, Diffamierung und Stigmatiesierung sind in einem solch hoch wissenschaftlichen Thema, worin die meisten Menschen kaum folgen können (dies ist keine Abwertung derseleben), vollkommen fehl am Platz.

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