Andrea Nahles (SPD) besuchte das Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Andernach
Europa in der Schule
Andernach. In ganz Europa fand am 2. Mai der EU-Projekttag „Europa in der Schule“ statt. Bereits zum zehnten Mal diskutierten Schüler in ganz Deutschland mit Politikern über Europa. „Da mache ich gerne mit“, war die spontane Reaktion der Bundesministerin für Arbeit und Soziales und Bundestagsabgeordneten Andrea Nahles (SPD). Am Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Andernach berichtete sie über ihre Gedanken zu Europa, über die Dinge, die ihr Leben geprägt haben. „Für mich ist Europa immer ein Zukunfts- und Hoffnungsprojekt gewesen“, berichtete Nahles. Sie erläuterte in ihrer Rede, warum in ihrer Schulzeit der europäische Gedanke ein Hoffnungspunkt der Demokratie, der Freiheit und des Friedens war und zeigte sich als bekennende Europäerin.
Nahles merkte an, dass heute bei vielen Menschen Europa mit dem Wort „Krise“ verbunden sei, obwohl vieles von dem, was mit Europa assoziiert wird, viel breitere Ursachen habe und Teil globaler Zusammenhänge sei. „Es lassen sich viele Herausforderungen und Probleme nicht auf der Ebene einzelner Staaten bewältigen.“ In ihrer Rede erläuterte die Bundestagsabgeordnete, warum es sich lohnt, für Europa zu kämpfen und sich für das Projekt der Eltern und Großeltern, für Frieden und Demokratie, einzusetzen.
„Europa bedeutet Wohlstand und Wachstum im globalen Wettbewerb“, so die Ministerin. „Und Europa bedeutet heute auch soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherheit.“ Sie zeigte den Schülern die Programme auf, wie Comenius, Erasmus oder Leonardo da Vinci, die es jungen Leuten ermöglichten, in Europa zu studieren und zu arbeiten. „Bildung ist wichtig, vor allem, wenn es gilt, Vorurteile abzubauen“, warb die Ministerin für diese Bildungsprogramme. Die Jugendlichen hatten sich an diesem Tag intensiv mit der europäischen Idee beschäftigt. Sie nutzten die Gelegenheit, mit der Bundesministerin zu diskutieren. Kritisch hinterfragten sie die Erweiterungsstrategie der EU, eine merkbare Renationalisierung oder die Bedeutung der Währung für die Zukunft Europas. Sie warfen Fragen zum Thema TTIP, Rente, Altersarmut, den großen Bereich Flüchtlinge oder die Rolle der SPD als Volkspartei auf, die die Bundesministerin ausführlich beantwortete. Nahles ermunterte mit ihrem Besuch am Bertha-von-Suttner-Gymnasium die Schüler, an der Zukunft Europas weiterzubauen: „Es ist für unser aller Zukunft wichtig, den Geist und die europäische Idee lebendig zu halten und zu leben.“
Pressemitteilung
des Büros Karin Küsel-Ferber
