FDP Kreisverband Ahrweiler
FDP gegen Windkraft
FDP fordert stärkere Bürgerbeteiligung bei Windkraft in Adenau
Barweiler. „Energiewende muss umweltverträglich und landschaftsschonend umgesetzt werden!“ Geld alleine kann nicht der Maßstab sein. „Dicke Luft“ herrscht in den Ortsgemeinden Pomster, Barweiler und Bauler im Südwesten der Verbandsgemeinde Adenau. Grund: hier sollen demnächst große Flächen im Wald gerodet werden, um vier riesige Windräder mit einer Nabenhöhe von rund 150 m zu errichten. Doch den Windkraftplanern weht der Wind ins Gesicht. Mittlerweile hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die aktiv gegen diese Planung mobil macht. Bei einem Treffen mit Vertretern der FDP wurde insbesondere die mangelhafte Informationspolitik der Bürgermeister der Gemeinden beklagt. „Wir wurden erst vor vier Monaten mit dieser Idee konfrontiert. Wir sind mehrfach auf die Gemeinden und die Bürgermeister zugegangen, haben allerdings keinerlei Gesprächsbereitschaft vorgefunden,“ so Dirk Wenigmann aus Pomster. Dies war für die Freien Demokraten in keiner Weise nachvollziehbar und akzeptabel. „Gerade bei einem solchen Vorhaben, dass das Lebensumfeld des Dorfes auf Jahrzehnte massiv verändert, müssen die Bürger so früh wie möglich und so intensiv wie möglich informiert und beteiligt werden. Da darf man sich nicht auf irgendwelche Vorschriften zurückziehen. So geht man nicht mit den Bürgern um“, entrüstete sich die stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Christina Steinhausen. Ulrich van Bebber, Kreisvorsitzender der FDP, gibt vor allem der Energiepolitik die Schuld, die falsche Anreize setze: „Die Politik hat die Möglichkeit geschaffen, mit Windrädern, ohne großes Risiko viel Geld zu verdienen. Die Landesregierung nimmt ihre Aufgabe nicht wahr, den Ausbau zu steuern, sondern überlässt dies den Kommunen. Das führt dazu, dass die Landschaft mit Windrädern verschandelt wird und Umwelt und Landschaftsschutz aus Geldgier unter die Räder kommen. Deswegen muss die Politik des unbegrenzten und unkoordinierten Windkraftausbaus gestoppt werden. Wir brauchen ein Moratorium,“ fordert der FDP-Politiker. Sabine Schmitz, bekannt vom Ringtaxi am Nürburgring, kritisiert heftig die Landesregierung: „Erst wurde der Nürburgring von der Landesregierung verscherbelt, jetzt wird auch noch der Wald niedergemacht. Die grüne Landesregierung ist alles andere als grün. Sie verschandeln unseren Wald.“ Die Bürger befürchten, dass der Wald durch Windkraftanlagen zerstört wird, dass Vogelschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete durch die Bauten geschädigt werden. Susanne Feierabend, Mitglied beim NABU, erläutert: „Wir befinden uns hier mitten im Vogelschutzgebiet, einem Kerngebiet für den Schwarzstorch und den Rotmilan, daher ist dieses Gebiet für Windkraft nicht geeignet. Trotzdem werden die Gemeinden von der Landesregierung ermuntert, weiter zu planen.“ Die Liste der weiteren Beeinträchtigungen ist lang: „Windräder produzieren Infraschall und können krank machen, sie produzieren hörbaren Lärm und verursachen Schlagschatten bis 1.400 Meter weit. Zudem sind die Windräder mit 200 Meter Höhe über 10 km weit sichtbar, selbst nachts sieht man die roten Blinklicht von weit her.“ Im Winter sei zudem Eisschlag nicht ausgeschlossen, was zu einer Gefährdung der Wanderer in der Umgebung führen. Bezweifelt wird auch, dass die Windräder überhaupt auf Dauer rentabel betrieben werden können. „Es gibt keine Ertragsanalyse. Hier drohen Investitionsrahmen, die unsere Landschaft auf Jahrzehnte verschandeln,“ so die Kritiker. Die FDP will das Chaos stoppen. „Wozu der ungeordnete Ausbau führt, kann man leider im Hunsrück besichtigen. Dort findet man keinen Standort mehr, an dem nicht irgendwo Windräder den Horizont verschandeln. Was zurzeit stattfindet, ist die komplette Industrialisierung der Naturlandschaft. Und das wird massiv von den Grünen vorangetrieben, die sich früher an jeden Baum gekettet haben, der gefällt werden sollte. Jetzt haben die Grünen, aber offenkundig auch Vertreter der ÖDP, alle früheren Grundsätze über Bord geworfen und keine Skrupel, unter dem ideologischen Etikett der Energiewende riesige Schneisen in den Wald zu schlagen und Fußballfeld große Flächen abzuholzen. Das kann ich nicht nachvollziehen,“ so van Bebber abschließend.Pressemitteilung
FDP Kreisverband Ahrweiler
